Image Burn

CDs und DVDs schneller brennen

Mittwoch den 12.12.2007 um 10:08 Uhr

von Thorsten Eggeling

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© 2014
Wer häufig CDs/DVDs brennt, etwa um wichtige Daten regelmäßig zu archivieren, ist mit den meisten Brennprogrammen nicht gut bedient. Diese sind einfach zu träge und bieten häufig keine Funktionen, mit denen sich Arbeitsschritte automatisieren lassen. Das kostenlose Programm Imgburn ist hier eine Alternative.
Das englischsprachige Gratis-Tool Imgburn verfügt über eine grafische Oberfläche, lässt sich aber auch über die Kommandozeile steuern. Dadurch eignet es sich gut zum Einsatz in einer Batchdatei oder einem VB-Script. Mit pcwBurn.VBS haben wir eine Anwendung erstellt, die Imgburn über das Kontextmenü „Senden an“ des Windows-Explorers steuert. Damit brennen Sie dann den Inhalt eines Ordners schnell auf den Rohling. Das Programm eignet sich zum Brennen von Daten-CDs/-DVDs und für Video-DVDs.

1. Installieren Sie Imgburn, und kopieren Sie danach pcwBurn.VBS in den Ordner „C:\Dokumente und Einstellungen\<Benutzername>\SendTo“.
2. Öffnen Sie pcwBurn.VBS in einem Editor (Kontextmenü „Bearbeiten“). Tragen Sie hinter „MeinLaufwerk=“ den Laufwerksbuchstaben Ihres CD/DVD-Brenners ein, beispielsweise

MeinLaufwerk=“D:“

Bei Bedarf können Sie den Wert hinter „Standard“ ändern. Die Vorgabe“ lautet „1“ und bewirkt, dass das Programm nur eine ISO-Datei zum späteren Brennen erstellt (zum Brennen über das Kontextmenü „Burn using ImgBurn“). Mit „2“ bestimmen Sie, dass Imgburn die Dateien direkt auf den Rohling schreibt. „3“ erstellt erst ein ISO-Image und brennt es anschließend automatisch. Speichern Sie die VBS-Datei.

3. Starten Sie Imgburn, und gehen Sie auf „Mode, Write“. Kontrollieren Sie, ob Ihr Brenner unter „Destination“ erscheint, und wählen Sie unter „Settings“ die maximale Brenngeschwindigkeit aus. In der Regel können Sie hier „Auto“ für die automatische Erkennung des Brenners einstellen.
4. Gehen Sie auf „Mode, Build“. Wechseln Sie rechts auf die Registerkarte „Advanced“ und darunter auf die Registerkarte „Restrictions“. Unter „ISO9660“ ist es sinnvoll, „Level 2“ zu wählen und „Allow More Than 8 Directory Levels“ sowie „Alow More Than 255 Charakters in Path“ zu aktivieren. Auf der Registerkarte „Joliet“ sollten Sie „Level X – 110 Characters“ auswählen. Wenn Sie diese Einstellungen nicht ändern, erhalten Sie bei zu langen Datei- und Verzeichnisnamen eine Fehlermeldung.

Brennen: Nach diesen Vorbereitungen können Sie pcwBurn zusammen mit Imgburn einsetzen. Wenn Sie einen Ordner mit allen enthaltenen Ordnern und Dateien auf CD brennen möchten, wählen Sie im Kontextmenü „Senden an, pcwBurn“. Es erscheint ein Dialog, der Sie über die Gesamtgröße informiert. Damit wissen Sie, ob Sie einen CD- oder DVD-Rohling einlegen müssen.
Nach einem Klick auf „OK“ startet Imgburn und erstellt das ISO oder brennt die CD/DVD. Die ISO-Dateien legt pcwBurn standardmäßig im Verzeichnis „Eigene Dateien\Meine ISOs“ ab.
Tipp: Wenn Sie einen Ordner ausgewählt haben, der die Verzeichnisse „AUDIO_TS“ und „VIDEO_TS“ für eine Video-DVD enthält, schlägt Imgburn automatisch vor, das Dateisystem auf „ISO9660 + UDF“ zu ändern. Sie müssen nur mit „OK“ bestätigen. Falls Sie ausschließlich Video-DVDs erstellen, können Sie in pcwBurn jeweils hinter „/Filesystem“ den Wert „„ISO9660 + UDF“ festlegen. Dann unterbleibt die Rückfrage. Alternativ erstellen Sie im Ordner „SendTo“ eine Kopie von pcwBurn, beispielsweise mit dem Namen pcwBurnVideo, und nehmen hier die gewünschten Änderungen vor. Infos über die möglichen Parameter für die Kommandozeile finden Sie in der Datei Readme.TXT im Imgburn-Installationsverzeichnis.

Mittwoch den 12.12.2007 um 10:08 Uhr

von Thorsten Eggeling

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