Ihr Recht auf Daten: Microsoft-Zwangsregistrierung

Wer Office XP nutzt, muss sich registrieren. Was Microsoft dabei über Sie erfährt, ist unklar. Wir haben zur Rechtslage einen Experten befragt: Ein Anbieter muss vorher sagen, welche Informationen er über Sie speichert.
Harmlos präsentiert sich die Internet-Registrierung von Office XP: Es geht schnell und scheinbar anonym - die Software verlangt weder Ihren Namen noch eine Mailadresse. Was jedoch stutzig macht: Rund 8700 Bytes wandern nach unseren Messungen über die Leitung - das entspricht etwa der Textmenge von zwei PC-WELT-Seiten. Auch wenn man für die Einwahl und anschließende Kontaktaufnahme zum Microsoft-Server ein paar Tausend Bytes abzieht, bleibt theoretisch genügend Luft, um Unmengen an Informationen über Sie und Ihren Rechner an Microsoft zu senden.

Office XP: Die Registrierung per Internet ist scheinbar anonym. Grundsätzlich haben Sie ein Recht darauf zu erfahren, welche Daten ein Anbieter über Sie speichert.

Microsoft gibt zu, im Schnitt rund 3000 Bytes vom Anwender zu empfangen. Es sei deshalb so viel, weil die Informationen verschlüsselt und in einer Datenbankmaske übertragen werden (weitere Infos: finden Sie hier ).

Der Office-Hersteller schweigt sich allerdings darüber aus, welche Informationen genau bei der Internet-Registrierung auf den Microsoft-Server gelangen. Es gibt nur allgemeine Auskünfte wie "Bauart, Modelltyp oder Hersteller von PC und Hardwarekomponenten werden nicht festgestellt."

Man fragt sich: Warum sagt Microsoft nicht einfach, welche Daten es im Detail von welchen Komponenten ausliest, etwa "wir übertragen die letzten sechs Ziffern der CPU-Seriennummer"? Die Begründung: Man wolle es Hackern nicht zu einfach zu machen.

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