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Icons aus EXE und DLL extrahieren

13.11.2006 | 12:18 Uhr |

Wenn Sie Verknüpfungen oder Ordner anlegen beziehungsweise eigene Anwendungen entwickeln, haben Sie unter Windows die Möglichkeit, dafür individuelle Icons zu vergeben. Allerdings ist es gar nicht so einfach, ein passendes zu finden. Auf dem System schlummern zwar Tausende von Icons, die meisten sind aber in EXE- oder DLL-Dateien verkapselt - und diese lassen sich schlecht durchsuchen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie dieses Problem bequem lösen können.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand:

Mittel

Problem:

Wenn Sie Verknüpfungen oder Ordner anlegen beziehungsweise eigene Anwendungen entwickeln, haben Sie unter Windows die Möglichkeit, dafür individuelle Icons zu vergeben. Allerdings ist es gar nicht so einfach, ein passendes zu finden. Auf dem System schlummern zwar Tausende von Icons, die meisten sind aber in EXE- oder DLL-Dateien verkapselt - und diese lassen sich schlecht durchsuchen.

Lösung:

Icons sind unter Windows als Ressourcen in Anwendungen oder Programmbibliotheken eingebunden. Sie lassen sich jedoch auch als eigenständige Dateien mit der Endung ICO extrahieren. Dateien diesen Typs tragen ihr eigenes Symbol als Icon - die passenden Motive sind daher in der Symbolansicht des Explorers mühelos zu finden. Unser Tool :pcwIconExtractor.EXE kopiert automatisch sämtliche Icons aus allen EXE- und DLL-Dateien heraus und legt sie als ICO-Dateien in einem gemeinsamen Ordner ab. So erhalten Sie ein übersichtliches Icon-Archiv. Die Namen der Icons werden dabei aus dem Namen der Quelldatei (zum Beispiel Shell32.DLL) und der Indexnummer des Icons zusammengesetzt. So sehen Sie sofort, woher das Symbol ursprünglich stammt. Damit Sie das Tool einsetzen können, benötigen Sie .NET Framework 2.0.

Nachdem Sie es installiert und den Rechner neu gestartet haben, können Sie pcwIconExtractor ausführen. Icons suchen: Klicken Sie im Dialog auf "Los“, und wählen Sie einen Ordner oder ein ganzes Laufwerk als Quelle aus. Das Tool durchsucht jeweils auch alle Unterordner. Falls Sie die Klickbox "Dubletten aufspüren“ aktiviert haben, extrahiert das Tool immer nur eine Version eines Icons, auch wenn es in mehreren Dateien vorkommen sollte. Während das Tool läuft, können Sie über den Zähler mitverfolgen, wie viele Icons bereits gefunden wurden. Sobald die Aktion abgeschlossen ist, finden Sie Ihr neues Icon-Archiv unter C:\pcwIconExtractor-Icons. Alle ICO-Dateien werden hier einheitlich in einer Qualität von 32 x 32 Pixeln mit 16 Farben gespeichert.

Icons zuordnen: Wenn Sie einer Verknüpfung ein neues Icon zuweisen möchten, sehen Sie zunächst im neuen Icon-Ordner nach, welches Symbol sich eignen würde, und merken Sie sich den Namen. Dann klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Verknüpfung, wählen "Eigenschaften“, dann die Registerkarte "Verknüpfung“ und dort "Anderes Symbol“.

Im nächsten Dialog klicken Sie auf "Durchsuchen“ und wählen die EXE- oder DLL-Datei aus, in der sich die ICO-Datei ihrem Namen nach befindet. Nun sehen Sie in der unteren Fensterhälfte des Dialogs alle in der Datei enthaltenen Icons in Spalten mit jeweils vier Symbolen aufgereiht. Das erste Icon oben links trägt dabei die Indexnummer "0“, das darunter die Nummer "1“ und so weiter. Blättern Sie nun in der Datei, bis Sie die Indexnummer erreichen, die im Namen des Symbols enthalten ist, und wählen Sie es aus.

Übrigens: Sie können natürlich auch die ICO-Datei selbst als Symbol für eine Verknüpfung bestimmen. Das hat aber zwei Nachteile: Erstens sind die Icons in den Originaldateien meist in unterschiedlichen, besser geeigneten Qualitätsstufen gespeichert. Zweitens müssen Sie in diesem Fall darauf achten, dass die ICO-Datei dauerhaft im selben Pfad zur Verfügung steht.

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