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10 Irrtümer beim Thema Hochverfügbarkeit

Der Begriff "Hochverfügbarkeit" wird in der IT heute inflationär gebraucht. Mehr und mehr Systeme behaupten hoch verfügbar zu sein, ohne tatsächlich den hohen Ansprüchen an Hochverfügbarkeit gerecht werden zu können. Hier lesen Sie zehn verbreitete Irrtümer beim Thema Hochverfügbarkeit.
Für die meisten Unternehmen ist die ständige Verfügbarkeit ihrer Server-Systeme unverzichtbar. Hochverfügbarkeit ist daher in der IT State-of-the-Art geworden. Viele Unternehmen haben allerdings keine konkreten Vorstellungen darüber, welche Anforderungen Systeme erfüllen müssen, um tatsächlich "hoch verfügbar" zu sein. Im Gegenteil: In der IT-Praxis trifft man immer wieder auf abenteuerliche Vorstellungen über das, was Hochverfügbarkeit sein könnte. Für Unternehmen stellen solche Irrtümer ein nicht unerhebliches Risiko für den reibungslosen Betrieb ihrer IT dar. Der Serverbetreiber Stratus Technologies hat deshalb die folgenden zehn Irrtümer zum Thema Hochverfügbarkeit zusammengestellt:
1. Hochverfügbarkeit ist nicht 99,5 Prozent

Im 7*24-Stunden-Dauerbetrieb erlaubt eine Verfügbarkeit von 99,5 Prozent eine durchschnittliche Ausfallzeit von über 43 Stunden pro Jahr - wobei die Ausfälle immer dann passieren, wenn man sie am wenigsten brauchen kann. Für unternehmenskritische Aufgaben ist dies viel zu wenig. Dafür muss ein Verfügbarkeitsniveau von mindestens 99,99 Prozent - mit einer durchschnittlichen Ausfallzeit von etwa 52 Minuten pro Jahr - erreicht werden.

2. Hochverfügbarkeit ist nicht Disaster Recovery

Disaster Recovery ist Katastrophenschutz für die IT: Unternehmen schützen damit ihre Systeme vor Bränden, Erdbeben, Flugzeugabstürzen oder Anschlägen, beispielsweise indem sie Rechenzentren räumlich getrennt platzieren. Hochverfügbarkeit sorgt dagegen für den Schutz der IT bei Betriebsstörungen. Verantwortungsvolle Unternehmen werden daher immer beide Aspekte in ihrem Sicherheitskonzept berücksichtigen.
3. Hochverfügbarkeit ist nicht Stand-By
Bei redundanten Systemen sind durch Umschalten und Übergabe der Prozesse Ausfallzeiten technisch unvermeidlich. Die Konsistenz von Daten und Transaktionen muss daher separat sichergestellt werden. Auch wenn es dafür heute unterstützende Software gibt, so ist auf diese Weise eine Verfügbarkeit von höchstens 99,5 bis 99,9 Prozent erreichbar, was einer ungeplanten Downtime von 8,7 bis 43 Stunden pro Jahr entspricht - deutlich zu wenig für echte Hochverfügbarkeit.
4. Hochverfügbarkeit ist nicht RAID
Mit RAID-Systemen werden Datenspeicher vor Ausfällen geschützt. Hochverfügbarkeit sorgt dagegen für einen ausfallsicheren Betrieb der Server. In kritischen Umgebungen muss man daher immer beides implementieren.
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