IT-Erfindungen
Kickstarter.com - die Top 10 der Technologie-Flops
Erfindungen auf Kickstarter.com sind nicht immer nur Tops, sondern auch mal Flops. ©iStockphoto.com/Pavjel Ignatob
Möchten Sie große beziehungsweise größere Dateien wie hochauflösende Bilder, Musik oder Videos als Mail-Anhang verschicken, streiken die meisten Mail-Server und verwehren Ihnen somit den Dienst. Darum hat Bret Michaelsen die Webseite Pastlink.me ins Leben gerufen. Im Gegensatz zu Cloud-Computing-Diensten wie Dropbox oder Apple iCloud erlaubt es Ihnen Pastlink Dateien ohne Anmeldung und somit spontan zu verschicken. Es genügt dabei, die Datei auf die grau hinterlegte Fläche zu ziehen. Anschließend erstellt der Online-Dienst einen Link, den Sie an dem Empfänger der Datei schicken. Klickt der Adressat auf den Link, kann er sich die von Ihnen verschickte Datei herunterladen. Kritik: Filedropper.com hat diese Idee bereits vor Jahren umgesetzt und ermöglicht dem Nutzer ohne Anmeldung sogar bis zu maximal 5 GByte zu versenden, während die Datenobergrenze von Pastlink bei 250 MByte liegt. Selbst wenn Sie sich bei Pastlink registrieren, können Sie nicht mehr als 2 GByte verschicken. Offensichtlich hat die Nutzergemeinde diese aufgewärmte Idee durchschaut, denn von den angestrebten 10.000 US-Dollar erhielt der Entwickler lediglich 226 US-Dollar.
Zahlenkombinationen wie "123456" sind zwar einfach und daher leicht zu merken, aber gerade deswegen vollkommen ungeeignet, um Informationen im Netz sicher zu verschlüsseln. Sichere Passwörter sollten daher auf jeden Fall eine Kombination aus Sonderzeichen, Ziffern, Groß- und Kleinbuchstaben enthalten. Andererseits lassen sich diese sicheren Kodierungen wie etwa "i740%$mp05§" nur schwer merken. SimpleSafe soll hier Abhilfe schaffen. Das Tool kodiert über die Sicherheits-Standards SH-1 und MD5 ein einfach zu merkendes Passwort wie den Namen Ihres geliebten Haustiers in ein sichereres Passwort. Kritik: Passwort-Manager erfüllen einen vergleichbaren Zweck. Die Befürchtung, einen Passwort-Manager umständlich an verschiedene Browser übertragen zu müssen, erweist sich beispielsweise als unbegründet, da Browser schon seit langem selbst über integrierte und vor allem sehr einfach zu benutzende Passwort-Manager verfügen. Zudem gibt es bereits jede Menge Tools wie Passwort Generator, die sichere Passwörter erstellen. Zusammengefasst eine nette, doch alles andere als bahnbrechende Idee.
Das iPad eignet sich, um beispielsweise Filme unterwegs im Auto abzuspielen und somit Kindern die Fahrt kurzweiliger zu gestalten. Doch: Das iPad über Stunden hinweg in der Hand zu halten erweist sich als äußerst mühsam. Laura Graham hat iLatch erfunden. Dies iPad-Hülle lässt sich über zu zwei Gurte an unterschiedlichen Stellen wie der Kopfstütze eines Autos anbringen. Kritik: Eine grundsätzlich praktische Idee, wobei Konkurrenten dieses Konzept schon längst umgesetzt haben. The Wallee beispielsweise stellt ein vergleichbare Halterung her. Im Gegensatz zu iLatch bietet The Wallee auch eine passende Hülle für das iPad und nicht nur für iPad 1 und iPad 2.
Der Handschuhe des Entwicklers Jeff Rowberg führt nach Herstellerangaben zahlreiche Befehle am Computer aus und soll somit die traditionelle Maus sowie Tastatur ersetzen. Über bestimmte Berührungen beziehungsweise Berührungskombinationen tippt der Nutzer am Rechner. Trägt er den Handschuh und bewegt dabei seine Hand in lineare Richtungen, steuert er den Mauspfeil. Rowberg möchte mit dieser funkgesteuerten und tragbaren Lösung vor allem dem Mangel an Eingabegeräten für mobile Computer wie Tablets entgegenwirken. Kritik: Anstatt die Eingabe von Befehlen zu erleichtern, erschwert diese Erfindung das Vorhaben allerdings. Zum einen lässt sich ein Text über eine virtuelle und beschriftete QWERTZ-Tastatur auf einem Tablet schneller tippen als über die aufwendige Kombination von unterschiedlichen und unbeschrifteten Berührungspunkten auf der Hand. Zum anderen sind es genau die integrierten Eingabegeräte wie virtuelle Tastatur, die mobile Computer auszeichnen und externe Eingabegeräte wie den Handschuh folglich überflüssig machen. Ausnahme: Für Menschen mit eingeschränkter Motorik könnte sich der Handschuh in Ausnahmefällen allerdings als nützlich erweisen.
Mini-Katapulte eignen sich hervorragend, um kleine Gegenstände wie Tischtennisbälle etwa auf Kollegen zu schießen. Das Magnetapult verfügt über zwei Magneten, die die Schleuderachse zusammenhalten. Trennt der Nutzer die beiden Magneten, feuert das Katapult den Gegenstand ab. Kritik: Abgesehen vom Magnet-Mechanismus, handelt es sich dabei um eine aufgewärmte Idee. Das Konzept eines eingespannten Löffels als Schreibtisch-Katapult-Variante existierte bereits weit vor dem Magnetapult und erfüllt nicht nur den selben Zweck, sondern ist zudem günstiger und einfacher in der Herstellung.
Im Gegensatz zum Megnetapult besteht das Katapult "Fling" aus Carbonfaser. Biegt der Nutzer dieses flexible Material, kann er kleine Gegenstände abfeuern. Kritik: Fling erfüllt den gleichen Zweck wie das Magnetapults und wärmt ebenfalls die schon längst dagewesene Idee wieder auf. Bahnbrechend neue Funktionen wie veränderbare Flugbahnen fehlen sowohl bei Fling als auch beim Magnetapult.
Das von GRND Lab entwickelte Halsband für Löwen, soll die vom Aussterben bedrohten Tiere aufspüren und somit deren Bestand sichern. Dabei lokalisiert der integrierte GPS-Empfänger den Löwen und sendet anschließend den Aufenthaltsort via GSM an den damit verbundenen Computer der Wildschützer. Kritik: Eine löbliche Idee, die Geodog und andere Firmen allerdings schon zuvor umgesetzt haben. Das von Geodog entwickelte Konzept richtet sich zwar an Hundebesitzer, doch die Technik dahinter ist die selbe.
Befinden Sie sich beispielsweise auf einer Wanderung durch die Wildness und somit in einer Gegend ohne Strom und die Batterieleistung Ihres Smartphone neigt sich dem Ende entgegen, erweist es sich in der Regel als unmöglich, das Handy aufzuladen - fatal, sollten Sie einen Notruf tätigen müssen. Das Bootstrap Solar Power Pack Kit hilft hier aus. Der sich im Inneren des Geräts befindliche Akku lädt sich mit Strom aus einer angeschlossenen Solarzelle. Diesen gespeicherten Strom überträgt das Power Pack sobald es mit dem leeren Handy über USB verbunden wird - sozusagen ein über Solar wiederaufladbarer und portabler Akkus. Kritik: Eine an sich praktische Erfindung, doch bei weitem nichts neues. Hersteller wie PowerGuy haben diese Idee schon weit vorher umgesetzt.
Gerade während Städtereisen stellt sich häufig die Frage: "Wo finde ich ein gutes Restaurant?". Die iOS-App "Menu and Hours" liefert Ihnen Informationen rund um Restaurants im Smartphone-freundlichen Format - dabei beschränkt sich die App auf die wesentlichen Informationen Adresse, Öffnungszeiten sowie Menü. Kritik: Zahlreiche Apps wie Foursquare, OpenTable oder Qype bieten schon längst einen derartigen Service im übersichtlichen Smartphone-Format.
Sobald ISS-Notify den Aufenthaltsort der Internationalen Raumstation über den Computer mitgeteilt bekommt, leuchtet das Gerät auf. Kritik: An sich eine nette Idee, doch mehr als einen Hinweis auf die Position der ISS über Ihrem Kopf verrät die Erfindung nicht und somit ist es im Großen und Ganzen lediglich eine witzige Spielerei ohne Mehrwertnutzen.






