Die Gesamtabsicherung von Datencentern und Server-Räumen ist so stark wie ihr schwächstes Glied. Eine durchgängige Überwachungs- beziehungsweise Managementlösung muss folglich die gesamte NCPI abdecken. Darüber hinaus bietet sie standardisierte Schnittstellen, um die Absicherung bedarfsabhängig auf noch nicht berücksichtige Bedrohungen ausweiten oder das Schutzniveau in bestimmten Bereichen erhöhen zu können.
Ein weiterer Vorteil zentraler Überwachungseinheiten ist der konzentrierte Web-basierte Zugriff. Über nur eine IP-Adresse lassen sich alle sicherheits- und ausfallsrelevanten Informationen mittels Webbrowser und IP-Protokoll abrufen. In den Racks installierte Stromverteiler (Power Distribution Units, kurz: PDUs) und so genannte Environmental Monitoring Units (EMUs) liefern dabei gemeinsam die Datenbasis zur Überwachung sämtlicher ausfallkritischer Parameter, wie Luftfeuchtigkeit im Raum oder Last- und Temperaturverteilungen innerhalb des Datencenters.
So bieten die meisten Server-Raum-Infrastrukturkonzepte neben der Überwachungsfunktion auch umfassende Analyse-, Alarm- und Steuerungsfunktionen im Hinblick auf ein ganzheitliches, standortübergreifendes Management. Grafisch aufbereitete Stromflussdiagramme zeigen Probleme an, noch ehe sie auftreten. Anhand zuvor festgelegter Schwellenwerte können sich IT- oder Facility-Manager automatisch über drohende Ausfälle informieren lassen. Als Benachrichtigungsoptionen stehen dabei E-Mail, SNMP Traps oder externe Dienste wie zum Beispiel SMS auf das Mobiltelefon, zur Auswahl.
Flexibles Sicherheitsmanagment erhöht die Gesamtverfügbarkeit
Die Voraussetzung für die zentrale Administrationsfähigkeit verteilter Infrastrukturen gelingt aber nur optimal über die Standardisierung der Einzelkomponenten innerhalb des Gesamtkonzeptes. Das Zusammenspiel der Komponenten gestattet beispielsweise das Management kompletter Datencenter oder im Unternehmen verteilter Einzel-USV-Systeme.
Laut einer Umfrage unter IT-Managern gehen rund 60 Prozent aller Datencenterausfälle auf menschliche Fehlbedienung zurück. Mithilfe eines optionalen Incident-Management-Moduls, das im Falle einer Störung oder Abweichungen von Soll-Werten Empfehlungen zur Fehlerbeseitigung abgibt, lassen sich solche Fehlbedienungen zugunsten der Gesamtverfügbarkeit reduzieren. Zusätzlich reduzieren sich die unternehmensweiten Administrations- und Wartungskosten innerhalb der gesamten NCPI.
Weitere Einsparpotenziale und Fehlervermeidungen ergeben sich durch eine mögliche Integration in vorhandene Netzwerk- und Gebäudemanagementsysteme und der damit verbundenen Schnittstellenreduzierung. Die technische Umsetzung erfolgt via SNMP-Traps (Ereignisse), die an das bevorzugte Unternehmensverwaltungssystem weitergeleitet werden.
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