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31.08.2011, 10:00

Verena Ottmann

IFA-Trends 2011

Die wichtigesten Themen der IFA 2011

©Messe Berlin

Vom 2. bis 7. September findet auf dem Berliner Messegelände die Internationale Funkausstellung (IFA) statt. Besucher können sich über neue Produkte und Trends informieren. PC-WELT präsentiert Ihnen bereits vor der Messe die Highlights.
Auf der Internationalen Funkausstellung, kurz IFA genannt, können sich Messebesucher über neue Produkte und Trends aus der Gebieten "Home Entertainment" (Fernseher, Blu-ray, Home Cinema), "Audio Entertainment" (Hifi, Lautsprecher), "Home Appliance" (Haushaltsgeräte), "My Media" (Foto, Video, MP3, Spiele), "Public Media" (Fernsehsender, Radio), "Communication" (Telekommunikation, Navigation) und "Technology & Components" (Halbleiter und Ausstatter) informieren. PC-WELT hat sich im Vorfeld der Messe umgesehen und die wichtigsten Themen für Sie zusammengestellt:

Fernseher: 3D mit und ohne Brille

Bisher setzten TV-Hersteller überwiegend auf die Shutter-Technik, um stereoskopische Inhalte auf einem 3D-Fernseher anzuzeigen. In letzter Zeit kommen jedoch immer mehr Fernseher auf den Markt, die dreidimensionale Effekte über das Polarisationsverfahren darstellen. Die Vorteile dieser Technik gegenüber dem Shutter-Verfahren sind vor allem die günstige und leichte Brille sowie die nicht benötigte Synchronisation, die bei Shutter-Fernsehern sehr störungsanfällig ist. Dafür halbiert sich bei Polarisationsgeräten die horizontale Auflösung - was in der Praxis jedoch kaum zum Tragen kommt.
Auf der IFA 2011 haben Sie die Möglichkeit, Polarisationsfernseher in Aktion zu sehen: LG etwa zeigt in Halle 11.2 / Stand 101 seinen LW980S. Die VL863G-Serie von Toshiba können Sie dagegen in Halle 21 besichtigen. Und in Halle 22 / Stand 101 präsentiert sich der Polarisations-TV Philips 47PFL7696.
Doch nicht nur das Polarisationsverfahren hat Einzug in die Welt der 3D-Fernseher gehalten. Einige Hersteller stellen TVs und Bildschirme vor, die dreidimensionale Effekte über eine lentikulare Oberfläche oder eine Parallaxenbarriere erzeugen - somit benötigen beide Verfahren zum Ansehen keine 3D-Brille mehr. Ein Beispiel für das Lentikularverfahren ist etwa das Toshiba-Notebook Qosmio F750, das in Halle 21 ausgestellt wird. Dagegen arbeitet der LG D2000, den Sie in Halle 11.2 / Stand 101 betrachten können, mit einer Parallaxenbarriere. Tridelity, der Vorreiter der brillenlosen 3D-Darstellung via Parallaxenbarriere, zeigt seine 3D-Fernseher dagegen nur anlässlich der Medienwoche am 5. und 6. 9.
Ein deutlich kleineres Beispiel für 3D ohne Brille bringt HTC mit nach Berlin: In Halle 9 können Sie sich vom 3D-Bildschirm des Smartphone HTC EVO 3D überzeugen.

Fernseher: Inhalte aus dem Internet

Neben 3D gibt es jedoch noch ein weiteres großes Trendthema bei Fernsehern: SmartTV, also die Fähigkeit eines TVs, neben dem Fernsehprogramm zusätzliche Inhalte aus dem Internet anzuzeigen. Diese setzen sich zusammen aus Mediatheken, Nachrichtenkanälen und andere Spartenangeboten.
Ein besonders starker Unterstützer von SmartTV ist Samsung, der die Zusatzinhalte auf seinen Fernsehern auch gleich SmartTV nennt. Sie sind in Halle 20 / Stand 101 zu besichtigen. Weitere Anbieter von Fernsehern, die Inhalte aus dem Internet mit dem Fernsehprogramm verknüpfen, sind Panasonic (Halle 5.2 / Stand 101), Sony (Halle 4.2 / Stand 101), LG (11.2 / Stand 101) und Toshiba (Halle 21).

Tablets: Neue Formfaktoren und Navi-Apps

Apple hat mit dem iPad eine Revolution gestartet: Tablet-PCs sind das Produkt des Jahres und zur ernsthaften Konkurrenz für Notebooks und Netbooks geworden. Natürlich gibt's die ultramobilen Tippmaschinen auch auf der Internationalen Funkausstellung zu sehen. So zeigt Sony in Halle 4.2 / Stand 101 gleich zwei Tablets, davon eines mit zwei zusammenklappbaren Bildschirmen - das Buch lässt grüßen. Acer dagegen in Halle 12 / Stand 101 das Iconia Smart, ein Mini-Tablet, das mit seinen 4,8 Zoll eher an ein Smartphone erinnert.
Tablet-PCs wildern aber nicht nur im Revier der Notebooks und Netbooks. Auch der Verkauf von Navigationsgeräten ging zurück. Schuld daran sind unter anderem Navi-Apps für Tablets (und Smartphones), die ein eigenständiges Navigationsgerät überflüssig machen. Anbieter solcher Apps sind etwa Navigon (Halle 9 / Stand 203), Falk (Halle 9 / Stand 200), TomTom ( (Halle 9 / Stand 209) und Becker (Halle 9 / Stand 200)

Green Technology: Umweltbewusstsein bei IT und Haushaltsgeräten

Umweltschutz ist in der IT schon seit Längerem ein Thema. Dass dieses Thema immer noch aktuell ist, zeigt die IFA 2011. Vor allem bei der Energieversorgung haben die Hersteller nochmal ordentlich nachgebessert. So zeigt Toshiba mit der UL863-Serie Fernseher mit Gesichtserkennung. Haben Sie ein persönliches Profil mit Bild hinterlegt, erkennt die eingebaute Kamera Ihr Gesicht und aktiviert automatisch die hinterlegten Daten, etwa die optimalen Bild- und Lautstärkeeinstellungen oder Ihre Lieblingssender. Der Stromsparaspekt dabei: Befindet sich längere Zeit niemand vor dem Gerät, schaltet sich der LCD-TV von selbst in den Standby-Modus.
Auch Grundig gibt sich umweltbewusst und verpasst seinen Fernsehern der Vision-Reihe eine so genannte Eco-Taste. Sie versetzt die Geräte in einen Sparmodus, bei dem sie bis zu 30 Prozent weniger Energie verbrauchen sollen - zu sehen in Halle 23 / Stand 101.
Aber nicht nur bei Fernsehern wird der Umweltgedanke groß geschrieben. Auch bei den auf der IFA sehr beliebten Haushaltsgeräten setzen die Hersteller auf Umweltbewusstsein. So lässt sich beim DeLongi-Toaster TTP 310 von Kenwood auch nur ein Brotschlitz einzeln aufheizen, was die Leistungsaufnahme halbieren soll. Davon können Sie sich in Halle 6.1 / Stand 101 überzeugen. Bosch möchte zur IFA 2011 keine Kühlschränke der Verbrauchsklasse A mehr anbieten, sondern zeigt in Halle 3.1 / Stand 101 nur noch Geräte der Verbrauchsklasse A+, A++ und A+++. Und Haier präsentiert in Halle 3.2 / Stand 134 eine Waschmaschine mit antibakterieller Türmanschette - was vielleicht nicht unbedingt Strom spart, aber doch die Lebensdauer der Maschine verlängert.

Musikwiedergabe: Kabellose Übertragung ins ganze Haus

Wer eine ausgedehnte Musiksammlung hat, der möchte sie auch im ganzen Haus hören. Um dafür nicht kilometerweise Kabel ziehen zu müssen, bieten die Hersteller Abspielgeräte an, die Musik kabellos über das Netzwerk abspielen. Meist funktioniert dies per WLAN. Eine besondere Art dieser WLAN-Übertragung bietet Airplay, eine Drahtlostechnik von Apple, die beispielsweise die Philips Fidelio SoundSphere einsetzt. Die beiden Lautsprecher, die Sie in Halle 22 / Stand 101 bewundern können, spielen Musik bevorzugt vom iPad, iPod und iPhone ab.
Sonos zeigt in Halle 1.2 / Stand 122 verschiedene Lautsprecher der Play-Serie sowie den ZP90 und ZP120, zwei Streaming-Geräte, die Musik kabellos von der Stereoanlage übertragen. Der Libratone Live, ein Lautsprecher im Toblerone-Format, ist  in Halle 15.1 / Stand 127 zu besichtigen.
Übrigens: Falls Sie sich für zukünftige Trends und Technologien interessieren, sollten Sie unbedingt einen Blick in Halle 11 werfen. Dort finden Sie die Innovationsplattform TechWatch, die die Zukunft schon heute zeigt.
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