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IDF: Intels digitales Zuhause

24.09.2003 | 09:20 Uhr |

Das "Intel Developer Forum Fall 2003" (IDF) brachte erneut eine Verschiebung der Schwerpunkte für den größten Chip-Hersteller der Welt. Intel hat nun verstärkt den Consumer-Markt und Handys im Visier.

Das "Intel Developer Forum Fall 2003" (IDF) brachte erneut eine Verschiebung der Schwerpunkte für den größten Chip-Hersteller der Welt. Intel hat nun verstärkt den Consumer-Markt und Handys im Visier.

Immer stärker wird der PR-Charakter des IDF. Was 1997 mit einigen Hundert Teilnehmern als reine Entwicklerkonferenz als Gegengewicht zu Microsofts "WinHEC" begonnen hatte, ist sechs Jahre später eine Mega-Show. Ende September 2003 hatten sich 4.500 reguläre Teilnehmer in San Jose eingefunden, die ab 700 Dollar Gebühren entrichten mußten. Dem standen rund 450 internationale Journalisten gegenüber, die Intel ins Herz des Silicon Valley eingeladen hatte. Zwar finden die rein an Ingenieure gerichteten "Technical Tracks" durchaus noch statt, auf den Keynote-Ansprachen zu Beginn jedes Konferenztages geht es Intel aber vor allem darum, Visionen zu verbreiten.

Freilich spielen die Chips dabei stets die Hauptrolle. Intel will nun aber verstärkt auch die Einsatzbereiche für seine Halbleiter gleich mitdefinieren. Als "weltbeste Verteilmaschine" für neue Technologien kann man sich das auch leisten. Zum Beleg legte der Chip-Gigant die Durchdringung der seit 1994 maßgeblich von Intel vorangetriebenen Technologien vor, die heute auf jedem Mainboard stecken: PCI, USB, AC97 oder Onboard-LAN. Waren viele dieser Innovationen ursprünglich nur aus der Not geborene Weitungen von Flaschenhälsen, so entwickelt Intel heute auch mal zweckfrei - um sich dann den Markt für seine Erfindungen zu suchen. Dabei schreckt man auch für Schlagworten nicht zurück, die schon mehrfach beerdigt wurden - zum Beispiel das "Digital Home".

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