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ID3-Tags in MP3s nachträglich einfügen

Ihre MP3-Sammlung enthält zahlreiche Dateien ohne MP3-Tags. Ohne diese Tag-Infos lassen sich die Filter- oder Sortierfunktionen von Abspielprogrammen mit integrierter Medien-Bibliothek, beispielsweise iTunes oder Windows Media Player, nicht sinnvoll nutzen. Ihnen ist es aber zu umständlich, die fehlenden Daten für jede Datei von Hand zu ergänzen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie dieses Problem bequemer lösen können.

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Ihre MP3-Sammlung enthält zahlreiche Dateien ohne MP3-Tags. Ohne diese Tag-Infos lassen sich die Filter- oder Sortierfunktionen von Abspielprogrammen mit integrierter Medien-Bibliothek, beispielsweise iTunes oder Windows Media Player, nicht sinnvoll nutzen. Ihnen ist es aber zu umständlich, die fehlenden Daten für jede Datei von Hand zu ergänzen.

Lösung:

Sie können die Daten online abfragen und dabei die Tags automatisch erzeugen lassen. Möglich macht das der kostenlose Dienst Musicbrainz . Um ihn nutzen zu können, müssen Sie die englischsprachige Freeware :Musicbrainz Tagger einrichten. Anders als bei einer Freedb-Abfrage identifiziert Musicbrainz die Dateien nicht per CDID, sondern anhand akustischer Fingerabdrücke, die aus den Audiodateien erzeugt werden. Mit Hilfe des Künstlernamens und des Titels lässt sich das richtige Musikstück oder eine Auswahl von möglichen Stücken in vielen Fällen ermitteln. Einzige Voraussetzung: Die Datei muss sich bereits in der Datenbank befinden. Damit diese auf dem aktuellen Stand bleibt, können Sie selbst (nach vorheriger Anmeldung) Daten übermitteln und sie anderen Nutzern zur Verfügung stellen.

Nachdem Sie Musicbrainz Tagger installiert haben, öffnen Sie über "File, Open Files" einzelne MP3-Dateien oder über "File, Open Folder" einen Ordner, in dem MP3s liegen. Lassen Sie das Tool nicht auf zu viele Ordner auf einmal los. Der Server hat nur eine begrenzte Kapazität und reagiert bei zahlreichen Anfragen mitunter sehr langsam und Musicbrainz Tagger kann dann abstürzen.

Musicbrainz beginnt sofort damit, die Dateien in den ausgewählten Ordnern zu analysieren. Auf der Registerkarte "Identified" sehen Sie danach eine Liste der erfolgreich identifizierten Dateien. Auf der Registerkarte "Unidentified" stehen die MP3s, für die keine Informationen vorlagen. Bevor Sie die neuen Tags mit "File, Write Tags" speichern, sollten Sie die Einstellungen unter "View, Options" kontrollieren. Wichtig sind vor allem die Angaben auf der Registerkarte "Naming". Musicbrainz Tagger benennt die Dateien nach dem hier vorgegebenen Schema um. Wenn Sie nur Tags eintragen aber die Dateinamen nicht verändern möchten, deaktivieren Sie die Klickbox vor "Rename files when writing metadata tags".

Tipp: Falls Ihnen die mit Musicbrainz Tagger erzielten Ergebnisse zusagen, Ihnen das Programm aber zu spartanisch erscheint, sollten Sie :MP3 Cat ausprobieren. Das Tool stellt die MP3-Sammlung in einer Baumansicht dar, gegliedert beispielsweise nach Künstler oder Album. Über den Kontextmenüpunkt "Eigenschaften" einer Datei zeigt es vorhandene MP3-Tags an, die Schaltfläche "Identify" startet eine Musicbrainz-Abfrage. Anschließend bearbeiten Sie die Daten nach Ihren Wünschen oder übernehmen den Vorschlag mit "OK".

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