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ICQ: Privatsphäre erhalten

Problem: Mit ICQ handeln Sie sich die gleichen Probleme ein, die bei nahezu jeder Form der Kommunikation über das Internet auftreten: Kaum haben Sie Ihren Account eingerichtet, erhalten Sie Spam. Ihnen unbekannte Personen senden Ihnen Nachrichten zu, die Sie beispielsweise dazu bringen sollen, deren Web-Seite zu besuchen oder Produkte zu erwerben. PC-Welt zeigt was Sie im Umgang mit solchen Nachrichten beachten sollten.

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Gering

Problem:

Mit ICQ handeln Sie sich die gleichen Probleme ein, die bei nahezu jeder Form der Kommunikation über das Internet auftreten: Kaum haben Sie Ihren Account eingerichtet, erhalten Sie Spam. Ihnen unbekannte Personen senden Ihnen Nachrichten zu, die Sie beispielsweise dazu bringen sollen, deren Web-Seite zu besuchen oder Produkte zu erwerben.

Lösung:

Regel Nummer Eins bei einer Spam-Nachricht ist: Nur nicht antworten! Es nützt Ihnen weder etwas, das Gegenüber freundlich auf einen vermeintlichen Irrtum hinzuweisen, noch Ihrem Unmut Luft zu machen. In der Regel handelt es sich beim Absender sowieso nur um einen Bot, also um Software, die Ihnen einen menschlichen Benutzer vortäuscht. Seine Aufgabe: Ihre ICQ-Nummer in eine Spam-Datenbank zu übernehmen, in der Sie als Benutzer gekennzeichnet werden, der auf Spam reagiert und bei dem es sich also lohnt, weiter zu senden. Besonders der Benutzer "Linda" verschickt generell innerhalb der ersten Minuten nach Einrichtung eines neuen Accounts Spam.

Bereits wenn Sie einen neuen Account einrichten, sollten Sie es vermeiden, Ihre Mailadresse anzugeben. Lassen Sie das entsprechende Feld leer, oder tragen Sie eine ungültige Adresse ein. Wenn Sie bereits eine gültige Mailadresse angegeben haben, entfernen Sie diese wieder. Sie finden die entsprechende Option, indem Sie auf den ICQ-Button klicken und aus dem Menü "Add/Change User" den Punkt "View/Change My Details" auswählen. Dadurch verhindern Sie Spam in Ihr Mailpostfach. Ihren ICQ-Gesprächspartnern steht es dagegen immer noch frei, eine gültige Mailadresse in ihr Programm einzutragen, dies wird dadurch also nicht verhindert.

Auch sollten Sie es vermeiden, Ihre ICQ-Nummer auf Ihrer Homepage, in Newsgroup-Beiträgen oder Web-Foren zu veröffentlichen. Die Kombination aus Ihrem Nickname, also dem Kürzel, das Sie sich zugelegt haben, und dem realen Namen genügt, wenn Bekannte Sie finden sollen. Und schließlich können Sie erwünschten Gesprächspartnern Ihre ICQ-Nummer auch direkt mitteilen.

Um nur mit erwünschten Gesprächspartnern per ICQ zu kommunizieren, bedarf es einiger Einstellungen, die Sie möglichst sofort vornehmen sollten. Sie finden alle relevanten Einstellungen des englischsprachigen Chat-Tools unter "Security & Privacy". Unter der Registerkarte "Ignore" aktivieren Sie alle Optionen, wobei Sie die Einstellung "Do not accept Multi-Recipient Messages from" beschränken können auf "Users not on my Contact List". Nun erhalten Sie nur noch Nachrichten von Personen, die Sie in Ihre Kontaktliste aufgenommen haben.

Wollen Sie darüber hinaus, zum Beispiel während einer wichtigen Arbeit, ungestört sein, schalten Sie ICQ zunächst über das Menü in den "Advanced Mode". Ab sofort steht Ihnen im Statusmenü die Möglichkeit zur Verfügung, auf "Invisible" zu schalten. Für andere Benutzer sieht es dann so aus, als ob Sie offline seien, während Sie selbst den Status der anderen Benutzer sehen und auch Nachrichten versenden können. Im Menü "Security & Privacy" können Sie auf der Registerkarte "Visible" festlegen, welche Benutzer sehen sollen, dass Sie online sind, auch wenn Sie den Status "Invisible" haben.

Auf der Registerkarte "Invisible" lässt sich außerdem einstellen, für welche Benutzer Sie immer als offline erscheinen, auch wenn Sie online sind. Für beide Einstellungen müssen Sie allerdings auf der Registerkarte "General" die Option unter "Web Aware" deaktivieren - sonst sieht man über das Web jederzeit Ihren wahren Status.

Nachdem Sie diese Einstellungen vorgenommen haben, bleiben Sie von ICQ-Spam auch dann unbehelligt, wenn Sie schon in einer Spam-Datenbank stehen. Sie sehen ihn einfach nicht mehr.

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