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Die 25 größten Flops der IT-Geschichte

24.04.2011 | 06:31 Uhr |

Nicht immer schlagen neue Produkte so gut ein wie Windows 7, iPhone, iPad 1 und 2 oder Android. Wir stellen die größten Flops der IT-Geschichte vor: Von Microsoft, Apple, IBM, Palm, Netscape und Co.

Die größten Flops der IT-Geschichte
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Mit dem iPad hat Apple einen Volltreffer gelandet, der smarte Tablet-PC verkauft sich wie von selbst. Für den Nachfolger, das iPad 2 gilt das ebenfalls. Darüber und über die anderen großen Verkaufserfolge wie dem iPhone oder dem iPod kann man glatt vergessen, dass auch Apple schon einmal ein neues Gerät völlig in den Sand gesetzt hat - wir stellen es hier vor. Und Oracle, das für Unruhe bei OpenOffice.org sorgte und damit die Abspaltung von Libreoffice verursachte, ist schon einmal mit einem OS für einen Datenbankserver gescheitert. Intel wiederum hat vor einiger einen ernsten Fehler in der Chipsatz-Architektur seiner neuen Sandy Bridge-Plattform entdeckt . Sandy Bridge wird zwar mit Sicherheit kein Flop werden, ganz im Gegenteil. Aber den Start hat Intel ziemlich in den Sand gesetzt.

Wie sähe die IT-Welt wohl heute aus, wenn Gary Kildall im Jahr 1980 das Angebot von IBM akzeptiert hätte, das von ihm entwickelte Betriebssystem für ein streng geheimes Projekt lizenzieren zu dürfen. CP/M wäre zur Standardausstattung jedes IBM-PCs geworden und Big Blues zweite Wahl Bill Gates hätte mit MS-DOS keine Berühmtheit erlangt.

Es waren immer nur Kleinigkeiten, die einer technischen Entwicklung die entscheidende Richtung gaben - manchmal Zufälle und verpasste Chancen, allzu häufig aber auch verheerende Entscheidungen in den Chefetagen großer Unternehmen. Tops und Flops lagen und liegen in der IT-Geschichte immer wieder nah beieinander. Hier sind die Top 25 der größten Katastrophen, ausgewählt und dokumentiert von unserer Schwesterzeitschrift Computerwoche .

25. IBM PS/2

1981 kam der erste PC von IBM auf den Markt. Im Gegensatz zu früheren Computern des Herstellers war er aus Komponenten von der Stange gefertigt, wodurch er vergleichsweise günstig verkauft werden konnte. Im Laufe der 80er Jahre wurde IBM jedoch zunehmend von Wettbewerbern wie Compaq aus dem Markt gedrängt. Big Blues Strategie: weg von der Massenfertigung und zurück zu proprietären Bauteilen. So brachte man 1987 die Personal System/2-Serie auf den Markt, mit der zwar die meiste Software lief, die hardwareseitig aber mit der Mikrokanal-Bus-Architektur ausgestattet war. Das machte sie inkompatibel zu Dritt-Hardware und beförderte IBM weiter ins Abseits. Neue Kunden gewann Big Blue nicht mehr - der zuvor bereits grandios gescheiterte PCjr und die der PS/2 nachfolgenden PS/1-Serie taten ihr Übriges. Und dennoch lebt ein Stück PS/2-Technologie bis heute fort: in den seriellen Schnittstellen der klassischen Eingabegeräte Tastatur und Maus.

24. Virtuelle Realität

Der Film "Tron" läutete 1982 das Zeitalter der virtuellen Realität ein. 15 Jahre später sollte die Technologie den Markt dann endlich erobern. Sie tat es nicht. Die Programmiersprache VRML ( Virtual Reality Modeling Language ) war zu komplex, um eine breite Anhängerschaft zu finden. Einige wenige begeisterte Entwickler reichten nicht aus. Das "VR"-Konzept lebt auch heute immer wieder kurz auf (siehe "Second Life"), ob der Durchbruch aber jemals kommen wird, ist mehr als unsicher.

23. SEA ARC

Die 80er Jahre waren auch komprimierungstechnisch eine bewegte Zeit. Phil Katz nahm den Code des Packerformats ARC der Firma System Enhancement Associates (SEA) und baute daraus einen leistungsverbesserten Klon. Da Katz diesen Erfolg nach SEAs Ansicht aber auf illegale Weise erreicht hatte, klagte der Hersteller erfolgreich. Katz musste die Entwicklung des Klons einstellen. Den Anwendern, viele von ihnen schon Katz-Fans, schmeckte das nicht und sie zeigten SEA fortan die kalte Schulter - das Unternehmen konnte einpacken. Katz entwickelte ein komplett neues Komprimierungsformat, das er 1989 veröffentlichte: ZIP.

22. Apple OpenDoc

Die APIs "Cocoa" und "Carbon" waren noch lange nicht geboren, als sich Apple einer innovativen Programmiersprache mit dem Namen OpenDoc zuwandte. Entwickler konnte ihre Software damit aus modularen Komponenten zusammenbauen. Eine komplexe Textverarbeitung ist schließlich auch nichts anderes als die Kombination aus Text-Editor, Rechtschreibprüfung, Dateimanager und einigen kleinen Tools. So dachte Apple zumindest. Leider erwiesen sich die meisten Applikationen unter der Haube als weitaus komplizierter als an der Oberfläche. Der OpenDoc-Spuk dauerte lediglich fünf Jahre.

21. Push-Technologie

1992 hatte PointCast eine clevere Idee: Warum sollten Nachrichten, Börsenkurse und andere aktuelle Informationen den Anwendern nicht automatisch zugestellt werden, anstatt sie ins Web zu stellen und darauf zu warten, dass sie abgefragt würden. Die Idee eines "Push-Dienstes", der News direkt bis auf den Desktop befördert, war geboren. Schnell gab es eine Menge Nachahmer - das Datenaufkommen explodierte und sprengte alle Verbindungskapazitäten. Netzwerk-Administratoren sperrten die Push-Clients in den Unternehmen und die heimischen Modem-Nutzer ärgerten sich über die viele Werbung, die gleich automatisch mitgeliefert wurde. Rupert Murdochs Medienimperium News Corp. bot für PointCast im Jahr 1997 noch 450 Millionen Dollar - zwei Jahre später war der Hype vorbei und die Firma wurde für lächerliche zehn Millionen verkauft.

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