15.05.2010, 09:52

Wolfgang Herrmann

Linux, Windows, Unix, Solaris

Windows-Server holen aufHypervisor von Microsoft

Geht es um die Skalierfähigkeit, hat Microsoft mit Windows Server 2008 R2 deutliche Fortschritte gemacht. Das Release ist für 64-Bit-Anwendungen konzipiert und unterstützt bis zu 256 Prozessoren. Das klingt beeindruckend, könnte sich angesichts der kurzen Entwicklungszyklen im Hardwarebereich aber schnell als unzureichend erweisen, wie Butler anmerkt. Um im Wettbewerb mit anderen Server-Plattformen mitzuhalten, müsse Microsoft die Weiterentwicklung beschleunigen. Das gelte auch für die zugehörige Management-Software "System Center", die künftig heterogene Umgebungen besser überwachen können müsse. Ein Hindernis für eine raschere Weiterentwicklung sieht der Analyst in der monolithischen Codebasis. Windows brauche eine modularere Struktur, um die aufkommenden unterschiedlichen Server-Rollen und Betriebsmodelle wie etwa Cloud Computing wirksam zu unterstützen.
Dass die Umsätze mit dem Windows-Server im Jahr 2008 um knapp 16 Prozent gewachsen sind, sei zum Großteil auf das 2008er Release und dessen integrierte Virtualisierungstechnik Hyper-V zurückzuführen. Dennoch hinke Microsoft Konkurrenten wie VMware hinterher, wenn es etwa um fortgeschrittene Funktionen wie die LiveMigration von virtuellen Maschinen gehe. Zwar biete auch der Windows-eigene Hypervisor inzwischen diese Option. Doch VMware kam damit zwei Jahre früher auf den Markt. Boden gutgemacht habe Microsoft im Bereich High Performance Computing (HPC). Windows Compute Cluster 2003 und Windows HPC Server gewönnen in diesem Marktsegment an Bedeutung. Trotzdem arbeiten die meisten Hochleistungssysteme in diesem Umfeld nach wie vor unter Linux.
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