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Hyper V: Virtualisierung mit Bordfunktionen

14.09.2015 | 09:49 Uhr |

Windows 10 ist mit der Virtualisierungstechnik Hyper-V ausgestattet. Sie erlaubt es Ihnen, Gastbetriebssysteme als virtuelle Rechner in einem Fenster auszuführen.

Die Virtualisierungs-Software Hyper-V feierte in Windows 8 ihr Debüt. Zuvor war Hyper-V den Server-Betriebssystemen von Microsoft vorbehalten. Wie in Vmware Workstation und Virtualbox kann man mit Hyper-V virtuelle PCs anlegen und in einer abgeschotteten Umgebung einsetzen. Änderungen innerhalb einer virtuellen Hyper-V-Maschine wirken sich nicht auf das Hauptbetriebssystem aus. So kann man nach Herzenslust mit dem virtuellen PC experimentieren, risikolos gefährliche Websites ansurfen und am virtuellen System schrauben. Zwar hat Microsoft Hyper-V vornehmlich auf Windows-Betriebssysteme als Gast ausgelegt, allerdings kann man auch eine Reihe von Linux-Distributionen verwenden.

Die Technik von Hyper-V

Prinzipiell beherrscht Hyper-V die gleichen Funktionen wie die Virtualisierungs-Software Vmware Workstation und Virtualbox. Jede virtuelle Hyper-V-Maschine läuft isoliert und kann daher bei einem Absturz nicht das gesamte System (den Hypervisor) abstürzen lassen. Über Schnappschüsse kann man den derzeitigen Zustand in der virtuellen Umgebung sichern und das System zu einem späteren Punkt wieder auf einen vorherigen Stand zurücksetzen. Für virtuelle Festplatten, die man auch mit einer Größe von mehr als 2 TB anlegen kann, nutzt Hyper-V das VHD-Format.

Die Technik hinter Hyper-V setzt auf den Virtualisierungsfunktionen von x64-Prozessoren der Hersteller Intel und AMD auf. Deshalb – und in diesem Punkt unterscheidet sich Hyper-V von Vmware Workstation und Virtualbox – setzt Hyper-V zwingend einen entsprechenden 64-Bit-Prozessor sowie eine 64-Bit-Version von Windows 10 voraus.

Dynamischer Speicher

Auch beim Arbeitsspeicher ist Hyper-V anspruchsvoll. Mindestens 4 GB RAM sind zur Aktivierung der Virtualisierung erforderlich. Allerdings ist die dynamische Speicherverwaltung eines der Highlights von Hyper-V. Virtuellen PCs wird immer nur so viel RAM zugewiesen, wie die Maschine gerade benötigt. Begrenzt wird die Speicherzuteilung durch die gewählte Maximalgröße.

Eine weitere Einschränkung macht Microsoft bei den Windows-Editionen. Hyper-V steht nur in Windows 10 Professional und Windows 10 Enterprise, nicht aber in der Windows 10 Home zur Verfügung. Nutzer dieser Windows-Edition sind etwa auf das kostenlose Virtualbox zur PC-Virtualisierung angewiesen.

Um die Systemvoraussetzungen zu überprüfen, tippen Sie „system“ in die Suchleiste ein und klicken die Fundstelle „System“ an. Alternativ klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Start-Knopf und anschließend auf den Kontextmenüeintrag „System“. Die relevanten Angaben zum Betriebssystem finden Sie im Abschnitt „System“.

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