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Hybrid-Platten und Flash-Speicher

06.03.2007 | 12:10 Uhr |

Hybrid-Festplatten besitzen ein Flash-Modul, das als Puffer zwischen PC und Festplatte fungiert. In ihm werden die Daten vorübergehend gespeichert, wobei die CPU ihre Daten aus dem Flash-Speicher bezieht. Dadurch wird die Festplatte entlastet, da sie nicht ständig in Betrieb sein muss. Sie wird erst aktiviert, wenn der Flash-Speicher voll ist. Hybrid-Festplatten machen vor allem in Notebooks Sinn, weil sie den Akku schonen. Eine Alternative dazu sind Solid State Disks (SSD), reine Flash-Laufwerke.

Was bringt’s: Hybrid-Platten sollen 70 bis 90 Prozent weniger Strom als herkömmliche Festplatten verbrauchen. Grund dafür ist, dass das Festplattenmodul nur bei Bedarf anspringt und so weniger Strom zieht. Für ein Notebook kann das eine halbe Stunde mehr Akkuleistung bedeuten. Auch das Booten und das Arbeiten an sich gehen viel flotter, denn die Daten kommen direkt aus dem Flash-Speicher, der Daten sehr viel schneller überträgt. SSDs verbrauchen sogar noch weniger Strom und arbeiten darüber hinaus völlig lautlos.

Wer braucht’s: Durch Hybrid-Platten oder SSDs soll sich die Akkulaufzeit bei Notebooks deutlich verlängern lassen. Die Geräte arbeiten laut Hersteller leiser und schneller. Und sie lassen sich viel schneller hochfahren.

Was kostet’s/wann verfügbar: Hersteller, die für ihre Notebooks das „Premium ready“-Logo von Microsoft erhalten wollen, müssen ihre Geräte ab Juni 2008 mit einer Hybrid-Platte ausstatten.
Als Alternative präsentiert Intel unter dem Namen „Robson“ eine Technik für Notebooks, mit der Betriebssystem und Anwendungen von einem Flash-Speicher aus sehr viel schneller booten sollen.
Das Angebot an Hybrid-Platten ist noch knapp: Bisher haben lediglich Seagate und Samsung Modelle angekündigt, deren Preise noch nicht bekannt sind. Sandisk hat eine SSD im Angebot, die vorerst nur als OEM-Produkt in Notebooks eingebaut wird.

Fazit

Festplatten mit Flash-Bausteinen sind die Zukunft – schon allein, weil Windows Vista sie unterstützt. Die Hybrid-Lösungen brauchen – ebenso wie SSD-Modelle – weniger Strom und sind deutlich schneller als herkömmliche Platten. Wenn auch noch der Preis stimmt, dürften herkömmliche Notebook-Festplatten schon bald ausgedient haben.

Wichtige Aussteller auf der CeBIT
Samsung: Halle 1, Stand B41
Microsoft: Halle 3, Stand C45

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