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Homepage: Klauen kostet

08.02.2006 | 10:14 Uhr |

Haben Sie fremde Texte und Bilder auf Ihrer Homepage? Dann Vorsicht: Damit können Sie sich Ärger einhandeln.

Homepage-Bastler greifen oftmals ungeniert auf Texte, Bilder, Musik- und Videoclips anderer im Internet zu, um sie in die eigene Website einzubinden. Die wenigsten machen sich darüber Gedanken, bei wem die Rechte liegen. Die PC-WELT fragte Rechtsanwalt Johannes Richard ( www.internetrecht-rostock.de ): Was dürfen Sie auf Ihre Homepage holen, ohne Urheberrechte zu verletzen?

Wer Inhalte aus fremden Web-Seiten in die eigene Homepage einbindet, läuft fast immer Gefahr, die Urheberrechte anderer zu verletzen. Wenn der Urheber den Datenklau bemerkt, kann er auf Schadenersatz und Unterlassung klagen. Schlimmstenfalls
muss der Homepage-Betreiber gemäß § 106 Urhebergesetz (UrhG) eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren absitzen.

Nicht alle Inhalte gelten als schützenswert, einen gewissen schöpferischen Aufwand muss der Urheber schon betrieben haben. Für Fotos, Gemälde, Musikstücke und Filme gilt das Urheberrecht in jedem Fall, für einfache Grafiken wie Buttons in der Regel nicht. Allein der Urheber bestimmt, wie sein Werk verwendet und verbreitet werden darf.

Täuschen Sie sich nicht: Wenn Sie interessante Inhalte schon auf anderen Homepages entdeckt haben, bedeutet das nicht automatisch, dass der Urheber mit einer Weiterverbreitung einverstanden ist. Holen Sie seine Genehmigung ein. Beschränkt er seine Erlaubnis auf privaten Gebrauch, dürfen Sie die Dateien nicht auf einer gewerblichen Web-Seite verwenden. Die Quelle müssen Sie nach § 63 Urheberrechtsgesetz bei einer Veröffentlichung immer angeben.

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