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Mehr Sicherheit beim Online-Banking

12.10.2009 | 10:41 Uhr |

Wenn Sie Online-Banking ausschließlich per Homebanking-Software betreiben, haben Cyber-Kriminelle kaum eine Chance, Ihr Konto leer zu räumen. Hier lesen Sie, welche Homebanking-Software empfehlenswert ist.

Homebanking per Web-Browser ist zwar praktisch, da man kein Programm aussuchen, kaufen und installieren muss. Es birgt aber auch einige Gefahren, vom Phishing über Drive-by-Downloads bis hin zu Trojanischen Pferden. Alle diese Einfallstore nutzen Cyber-Kriminelle, um an die Zugangsdaten für Ihr Konto zu kommen und dieses zu plündern.

Wenn Sie hingegen Homebanking-Software nutzen, fallen diese Risiken weg. Hacker hätten nur noch die Chance, durch einen Keylogger oder ein auf die Homebanking-Software zugeschnittenes Trojanisches Pferd an Ihre Zugangsdaten zu kommen. Um auch dieses Risiko auszuschließen, können Sie Homebanking-Software mit einem Zusatzschutz versehen: Einem Kartenleser mit PIN-Eingabetasten samt Chipkarte Ihrer Bank. Dieses Verfahren nennt sich HBCI oder FinTS und ist bisher nicht geknackt worden.

ReinerSCT HBCI-Kartenleser
Vergrößern ReinerSCT HBCI-Kartenleser
© 2014

Bei dem HBCI-Verfahren mit Chipkarte wird jeder Auftrag digital signiert, bevor das Banking-Programm ihn an die Bank übermittelt. Die Signierung wird durch den Chip auf der Chipkarte durchgeführt - allerdings erst, wenn der korrekte Zugangscode (PIN) auf der Tastatur des Kartenlesers eingegeben wurde. Die PIN abzufangen ist nicht möglich, da sie nicht an den PC oder die Homebanking-Software übermittelt wird. Aber selbst wenn - Fremde könnten damit nur etwas anfangen, wenn sie auch im Besitz der Chipkarte wären. Auch die Manipulation eines signierten Auftrags durch Schad-Software wäre sinnlos. Denn für jeden Auftrag wird von der Homebanking-Software eine eindeutige Prüfsumme gebildet, die mit in die Signaturerzeugung einfließt. Eine Veränderung des Auftrags würde die digitale Signatur ungültig machen.

Auf der nächsten Seite erfahren Sie, welche Homebanking-Software HBCI mit Chipkarte unterstützt. Außer der Homebanking-Software benötigen Sie einen Kartenleser, der der "Secoder"-Spezifikation entspricht, zum Beispiel den ReinerSCT Cyberjack Secoder ( rund 55 Euro ) oder den Kobil KAAN TriBank ( rund 40 Euro ). Zudem muss Ihre Bank HBCI unterstützen. Ob sie das tut, können Sie auf dieser Seite abfragen.

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