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Diese Vorteile bietet Digital-TV

18.01.2013 | 12:09 Uhr |

Nur der digitale Fernsehempfang liefert eine hohe Bildschärfe und unverfälschten Sound. Unterschiede gibt es, je nachdem, ob Sie Satellit, Kabel oder eine digitale Antenne nutzen.

Der digitale Fernsehempfang ist mittlerweile Standard: Beinahe jeder Haushalt in Deutschland kann Fernsehsignale digital empfangen. Am einfachsten und am kostengünstigsten, weil gratis, kommt das Digital-TV über die Antenne in Ihr Wohnzimmer. Die Technik dahinter heißt DVB-T – terrestrisches Digitalfernsehen –, das wie das frühere Analogfernsehsignal regional über eine Antenne ausgestrahlt wird. Das Kürzel DVB steht übrigens für „Digital Video Broadcasting“. Bei DVB-T benötigen Sie weder eine Satellitenschüssel noch einen Kabelanschluss. Allerdings punkten Satellit und Kabel mit einer größeren Programmvielfalt sowie besserer Bildqualität: Nur über DVB-S, das digitale Satellitenfernsehen, lassen sich mehrere hundert Kanäle empfangen. Auch DVB-C – digitales Kabelfernsehen – übertrifft DVB-T beim Programmangebot.

Smart fernsehen auch mit altem TV-Gerät

DVB-T: Digitales Gratis-TV über die Antenne

Die LED-TV-Geräte aus der Aurus-Serie von Metz sind mit zwei digitalen Dreifach- tunern für DVB-T, -C und -S ausgestattet, Empfangs- boxen sind überflüssig.
Vergrößern Die LED-TV-Geräte aus der Aurus-Serie von Metz sind mit zwei digitalen Dreifach- tunern für DVB-T, -C und -S ausgestattet, Empfangs- boxen sind überflüssig.

Digitale TV-Signale nach DVB-T-Standard sind am einfachsten zu empfangen, denn in Smart-TV-Geräten ist ein passender DVB-T-Receiver schon eingebaut. Hinter Digital Video Broadcasting Terrestrial (DVB-T) steckt die Digital-TV-Ausstrahlung im MPEG-2-Standard (SD-Qualität) über Sendeantennen. Zum Empfang reicht normalerweise die alte Hausantenne oder sogar eine Zimmerantenne. Nur sehr alte Dachantennen müssen ausgetauscht werden. In der Regel steckt man einfach das Antennenkabel wie gewohnt in die Wand und startet anschließend den Suchlauf. Wenn die Antenne zu alt ist oder vom Dach verschwinden soll, stellt eine Zimmerantenne den Empfang sicher.

Allerdings klappt der Empfang nur dann reibungslos, wenn der Sendemast nicht allzu weit entfernt steht. Im Grenzbereich kann eine aktive Antenne den Empfang verbessern und auch bei nur mittelmäßiger Empfangsqualität noch ein gutes und störungsfreies Bild sicherstellen. Sie verstärkt das aufgefangene Signal, bevor sie es an das TV-Gerät weiterleitet. Eine passive Antenne gibt das aufgefangene Signal unverstärkt weiter.

Je nach Region schwankt das überschaubare Programmangebot, beschränkt sich außerhalb von dichtbesiedelten Empfangsgebieten oft jedoch nur auf die öffentlich-rechtlichen Sender. Eine aktuelle Abdeckungskarte sowie eine Liste der örtlich empfangbaren Stationen finden Sie unter Überallfernsehen . Bei der Nutzung von DVB-T fallen neben den GEZ-Gebühren keine monatlichen Empfangsgebühren an.

Mehr Komfortfunktionen für Ihren Fernseher

Bislang kein HDTV-Empfang über DVB-T

Empfangsprobleme bei DVB-T lassen sich durch eine Verstärkerantenne beheben. Je höher die in dB angegebene Verstärkung, desto besser.
Vergrößern Empfangsprobleme bei DVB-T lassen sich durch eine Verstärkerantenne beheben. Je höher die in dB angegebene Verstärkung, desto besser.

Nicht nur das Programmangebot variiert, sondern auch die Bildqualität schwankt – besonders außerhalb von Ballungszentren. Die Bildqualität liegt unter der von digitalem Kabel- (DVB-C) oder Satellitenfernsehen (DVB-S) und ist neben der geringen Programmvielfalt der größte Nachteil von DVB-T: Stahlbetonwände, Hindernisse vor dem Fenster und ungünstige Witterungsbedingungen beeinträchtigen das Fernsehvergnügen teils beträchtlich. Dann kommt es zur Artefaktebildung, die sich durch nervige Klötzchen im Bild bemerkbar macht.

Zudem gibt es in Deutschland – anders als etwa in Großbritannien, Italien, Frankreich oder Dänemark – bislang noch kein hochauflösendes Fernsehen über DVB-T. Der dafür nötige Standard DVB-T2 wird hierzulande noch nicht unterstützt. Wie bei DVB-C2 und DVB-S2 kommt bei DVB-T2 anstelle des MPEG-2-Kompressionsverfahrens MPEG-4 zum Einsatz, was auch hier die Anzahl der empfangbaren Sender erhöht.

Für den Empfang von HDTV-Signalen ist DVB-T2 Voraussetzung. Dies ließe sich zwar auch mit DVB-T realisieren. Die Aussendung eines MPEG2-Streams in HD über DVB-T ist aufgrund der dafür erforderlichen Bandbreite nicht möglich. DVB-T2 ist in einigen europäischen Ländern bereits in Betrieb. Für Deutschland ist die Einführung dieses Standards bislang aber nicht geplant.

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