Ausblick in die Gaming-Zukunft

Hoffnung DirectX 10

Donnerstag den 17.01.2008 um 12:24 Uhr

von Damina Robota

Die treibende Kraft hinter einer sinnvollen Verschlankung des PC-Wirrwarrs könnten auch die großen Hardwarehersteller wie Intel, AMD und Nvidia sein, die sich auf eine verbindliche technologische Basis einigen müssten.

"Ein Weg aus der Komplexitätsfalle wäre die Vereinheitlichung von Standards, die die wichtigsten PCKomponenten betreffen", sagt Jens Neuschäfer von Nvidia. Das Ziel: Eine Architektur zu entwerfen, in der jedes neue Bauteil auf Anhieb funktioniert, ohne Treiberinstallation, Systemkonflikte oder BIOS-Updates.

Wenn Spielehersteller nur noch eine Standardkonfiguration austesten müssten statt vieler Hunderte, entfiele eine der derzeit höchsten Entwicklungshürden. Und Spieler könnten sich sicher sein, dass Crysis und Co bei ihnen laufen - wenn auch vielleicht mit automatisch heruntergedrehten Grafikdetails.

Eine solche Vereinheitlichung ist nicht in Sicht. Aber es gibt Bemühungen, die in die richtige Richtung weisen. Große Hoffnungen ruhen derzeit vor allem auf DirectX 10, der einheitlichen Grafikschnittstelle von Windows Vista. "DirectX10 erleichtert das Programmieren für verschiedene PC- Konfigurationen", erläutert Jens Neuschäfer. Denn DirectX- 10-Grafikkarten müssen Mindeststandards erfüllen, auf die sich alle Spielehersteller verlassen können.

Das entschlackt die Kompatibilitätsprüfungen deutlich. Wer als Spieler DirectX 10 nutzen will, muss freilich erst einmal aufrüsten. Denn dafür sind sowohl eine moderne Grafikkarte als auch Windows Vista notwendig.

Beides zusammen kostet derzeit mindestens 200 Euro - da ist’s auch nicht mehr weit bis zur Konsole. Zudem steht im Frühjahr 2008 schon der nächste Standard an, DirectX 10.1. Aktuelle DirectX-10-Grafikkarten werden zu diesem nicht kompatibel sein.

Donnerstag den 17.01.2008 um 12:24 Uhr

von Damina Robota

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