Hintergrundwissen: HD-DVD

Samstag, 01.09.2007 | 15:03 von Manuel Medicus

Mit der HD-DVD (High Definition Versatile Disc) hat man es sich zum Ziel gesetzt, in die Fußstapfen der DVD zu treten. Ursprünglich unter dem Namen Advanced Optical Disc (AOD) entwickelt, hebt sie die Datenkapazität auf bis 30 GB an - gegenüber 4,7 GB auf herkömmlichen DVDs. Die HD-DVD-Medien gibt es mit 15, 20 und 30 GB, wobei für die meisten Filme auf die 30 GB-Variante zurückgegriffen wird. In der Forschung wurden auch einzelne Prototypen mit einer Kapazität von bis zu 51 GB erstellt, die aber (bislang) nicht in die Serienproduktion gegangen sind. Beim Kopierschutz setzt die HD-DVD auf AACS (Advanced Access Content System), ein digitales Rechtemanagement.

Die Unterstützer und Entwickler der HD-DVD haben sich unter dem Namen der HD DVD Promotion Group zusammengeschlossen, um gegen die Konkurrenz an einem Strang zu ziehen. Ihr gehören Firmen an wie Microsoft, Toshiba, Intel, IBM, Hewlett Packard und Sanyo. Außerdem haben sich viele Hollywood-Studios für die Unterstützung des Formates entschieden - unter ihnen etwa Paramount Pictures, Universal Pictures, New Line Cinema und die Warner Bros Studios. Damit haben sie im Vergleich mit Blu-Ray die Nase vorne in Hollywood.

Was man dabei nicht außer Acht lassen sollte, sind außerdem die vergleichweise niedrigen Produktionskosten der HD-DVDs. Daher haben sich etwa auch Teile der Porno-Industrie für das Format entschieden - eine derartige Entscheidung hatte vor Jahren auch der VHS-Kasette den Weg zum marktweiten Durchbruch bereitet.

Samstag, 01.09.2007 | 15:03 von Manuel Medicus
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