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Was ist AMOLED?

30.04.2009 | 15:26 Uhr |

LCD kennt jeder, OLED schon weniger, doch bei AMOLED dürften viele Anwender nur die Schultern zucken. Dabei hat die Technik ihr derzeitiges Schattendasein durchaus nicht verdient, denn sie bietet eine Reihe von Vorteilen, über die LCD oder Plasma nicht verfügen. Hier erfahren Sie, was hinter der AMOLED-Technik steckt.

AMOLED steht für "Active Matrix Organic Light Emitting Diode". Bei dieser Technologie werden die einzelnen OLED-Pixel über eine Aktiv-Matrix angesteuert, die dafür sorgt, dass jeder Pixel über eine eigene Stromverbindung angesprochen und so zum Leuchten gebracht wird.

Ein Vorteil der OLED-Technik ist, dass diese sehr klein produziert werden können. Je vier OLEDs bilden dabei ein Pixel. Der Aufbau einer OLED besteht aus mehreren organischen Schichten. Innerhalb der OLEDs driften elektrisch aufgeladene Teilchen zwischen einer Kathode (Metall oder Legierung) und einer Anode (beschichtete Trägerscheibe) hin und her und treffen in einer Emitterschicht aufeinander. Je nach Art des Zusammentreffens werden die Teilchen elektrisch angeregt und so zu einer Lichtquelle. Dabei lassen sich die molekularen Teilchen, auf denen die einzelnen Dioden basieren, chemisch so aufbauen, dass Licht in unterschiedlichen Wellenlängen (unterschiedlichen Farben) ausgesendet wird. Vom Energieabstand zwischen angeregtem und Grundzustand hängt wiederum ab, ob eine Farbe erstrahlt, oder nicht.

OLED sind so genannte Flächenstrahler. Sie verfügen über eine bessere Strom- und Lichtdichte und können auch großflächig hergestellt werden. Daneben ist auch die Energieeffizienz von OLEDs kristallinen Leuchtdioden (LCDs) überlegen. Ein weiterer Vorteil: OLED-Displays können sehr flach hergestellt werden und sogar auf dünne, biegsame Materialien aufgetragen werden. Denkbar wären in diesem Zusammenhang beispielsweise E-Paper, die auf OLED basieren.

Da OLEDs selbst Licht aussenden, ist keine Hintergrundbeleuchtung mehr nötig, wie sie beispielsweise bei LCD-Fernsehern oder -Monitoren nötig ist. Während ein dunkler Bildpunkt bei LCDs lediglich abgeschattet wird, ist dieser bei OLED-Displays ausgeschaltet und dadurch auch komplett schwarz. Dies trägt nicht nur zu einer wesentlich höheren Bildqualität bei, sondern vermindert auch den Verlust von Energie und Wärme und hilft dabei, Strom zu sparen.

Idealerweise eignen sich OLED-Displays auf Grund der kompakten Baugrößen für kleine, mobile Geräte wie MP3-Player, Handys, Notebooks oder Digitalkameras. Was aber nicht heißen soll, dass OLED in Zukunft nicht auch auf dem TV-Markt eine Rolle spielen werden.

In weiteren Artikeln erklären wir Ihnen, welche Vorteile AMOLED im Vergleich zu LCD hat und welche Zukunftsaussichten AMOLED bietet .

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