30.09.2010, 12:07

Panagiotis Kolokythas

Hintergrund-Artikel

Cloud-Computing - was ist das?

Überall ist von Cloud-Computing die Rede. Doch was ist das eigentlich? Und wie profitieren User und Unternehmen von dieser Technologie. Mit diesem Thema beschäftigt sich dieser Hintergrund-Artikel.
Die Fachbezeichnung Cloud-Computing wird heute – vor allem von den Medien – gerne etwas überstrapaziert. Diese Übertreibung sollten Praktiker und Nutzer aber keineswegs zum Anlass nehmen, die „Datenwolke“ generell als weniger bedeutende Entwicklung in der IT-Welt einzustufen. Denn ohne Frage ist sie die wohl wichtigste Weiterentwicklung in der Informationstechnologie seit dem Paradigmenwechsel der frühen 1980er Jahre, bei dem sich die IT-Struktur von großen zentralen Mainframe-Systemen zu flexibleren Client-Server-Systemen fort entwickelte. Das Client-Server-Schema wird auch im Cloud-Computing beibehalten, der Schwerpunkt der Infrastruktur verlagert sich aber in Richtung der Server.


Was ist Cloud-Computing?

Cloud-Computing ist – kurz auf den Punkt gebracht – eine gänzlich neue Vorgehensweise für die Auslieferung und Anwendung von IT-Services. Das Rückgrat aller Dienste und Anwendungen für die „Datenwolke“ ist natürlich das Internet. Erst die heute zur Verfügung stehenden großen Bandbreiten ermöglichen hier eine wirklich flächendeckende Implementierung der fundamentalen Prinzipien des Cloud-Computing: Schnell abrufbare und dabei dennoch frei skalierbare Services – Entwicklungs-Plattformen, Infrastruktur oder Software – werden zentral zur Verfügung gestellt und können von Nutzern von jedem beliebigen Ort aus genutzt werden. Der Zugriff auf diese dynamischen Services erfolgt dabei in der Regel über einen ganz regulären Web-Browser. Cloud-Computing ist eine folgerichtige Konsequenz der weltweiten Ausbreitung des World Wide Web und gleichzeitig interessanterweise aber auch ein gleichsam „zufälliges“ Nebenprodukt dieser Entwicklung. Unter den oben erwähnten Sammelbegriff IT-Services fallen nicht nur virtuelle Software-Lösungen sondern in vielen Fällen auch die damit in Verbindung stehende Hardware-Infrastruktur. Neuere Entwicklungen im Bereich Cloud-Computing gehen aktuell sogar noch einen Schritt weiter und nach übereinstimmender Meinung von IT-Experten dürfte dieser Trend langfristig auf ein weiteres Schlagwort hinauslaufen: „Everything as a service“.

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