Tempobremse lösen

Hilfreiche Tools zum schnelleren Surfen

Dienstag den 19.04.2011 um 08:51 Uhr

von Daniel Behrens

Nutzer von Zugängen mit weniger als 1 MBit/s profitieren
von Operas Turbo-Modus.
Vergrößern Nutzer von Zugängen mit weniger als 1 MBit/s profitieren von Operas Turbo-Modus.
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6. Mit 32 MBit/s schnell & günstig übers TV-Kabel online gehen
Über das TV-Kabel sind wesentlich höhere Datenraten selbst über große Entfernungen hinweg zu erzielen. So bietet Kabel Deutschland zum Beispiel eine Bandbreite von 32 MBit/s an, die in der Realität nicht ganz, aber annähernd erreicht wird. Ob Ihr Kabelanschluss Internet-tauglich ist, erfahren Sie entweder auf der Homepage Ihres Anbieters oder durch einen kurzen Anruf bei seiner Hotline.

7. Schnellerer Seitenaufbau durch moderneren Browser
Der Internet-Zugang kann noch so schnell sein: Wenn der Browser zu lange braucht, um den HTML-Quelltext zu interpretieren, um Javascripts auszuführen und die Seite aus ihren einzelnen Bestandteilen zusammenzusetzen, dann erscheinen die Inhalte nur langsam auf dem Bildschirm. Die Browser Internet Explorer und Firefox werden in dieser Hinsicht in jeder neuen Version optimiert. Sorgen Sie dafür, dass Sie die neuesten Browser-Updates haben. Wenn es ganz schnell gehen soll, probieren Sie Googles Chrome aus. Er schneidet in Tempotests mit Spitzenwerten ab. Chrome ist bei Datenschützern umstritten, da jede Installation eine Identifikationsnummer bekommt, die an Google übertragen wird. Die Freeware Kill-ID entfernt diese Nummer. Auch der Browser Safari von Apple ist in puncto Seitendarstellung sehr schnell – speziell in der neuesten Version.

8. Schneller surfen mit Diensten, die Daten komprimieren
Viele Surfer sind mit kleineren Bandbreiten als 1000 KBit/s unterwegs. Häufigster Grund: Der Anschluss ist zu weit von der nächsten Vermittlungsstelle entfernt – und folglich das Signal zu schwach. Wenn keine alternative Zugangstechnik verfügbar ist (Tipp 4 bis 6), können Sie das Surftempo erhöhen, indem Sie die Datenmenge reduzieren. Dazu benötigen Sie einen Dienst, der als Zwischenstation die aufgerufenen Websites anfordert und komprimiert an den Browser weiterleitet. Einen solchen Kompressions-Server betreibt zum Beispiel Opera Software. Die Firma hat eine Vorabversion ihres kostenlosen Browsers herausgebracht, die diese Technik unterstützt: Opera 10 Beta 1 . Über ein kleines Icon in der linken unteren Fensterecke schalten Sie den „Turbo-Modus“ ein. Ist er aktiv, erscheint nach einigen aufgerufenen Seiten die Angabe der Kompressionsrate und der Beschleunigung.

In vielen Gegenden können Sie via Kabel-Anschluss
surfen.
Vergrößern In vielen Gegenden können Sie via Kabel-Anschluss surfen.
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Eine Alternative zu Opera mit Turbo-Modus ist Onspeed.com . Dieser Dienst funktioniert nach dem gleichen Prinzip und läuft mit jedem Browser. Allerdings kostet der Dienst 30 Euro pro Jahr. Auch das Safer Surf Speedpaket funktioniert auf diese Weise, kostet aber sogar 5,90 im Monat. Mit einer Einschränkung müssen Sie beim Surfen mit aktivierter Kompression jedoch leben: Die Qualität der in den Websites enthaltenen Bilder sinkt merklich.

9. Mehr Geschwindigkeit durch Ausfiltern von Werbung
Ergänzend zu Tipp 8 lässt sich das Surftempo bei langsamen DSL-Leitungen noch steigern, indem Sie einen Werbefilter einsetzen. Denn das Laden und Darstellen von Reklame erfordert ebenfalls Zeit. Besonders effektiv arbeitet die Erweiterung Adblock Plus für Firefox. Nach der Installation und dem obligatorischen Firefox-Neustart legen Sie fest, welche Filterliste „abonniert“ werden soll. In diesen Listen sind die Kriterien festgelegt, an denen die Erweiterung Werbung erkennt. Für Anwender in Deutschland eignet sich „Ares’ ABP Liste (Deutschland) + EasyList“. „Abonnieren“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Adblock alle paar Tage Updates der betreffenden Liste herunterlädt. Über das rote „ABP“-Icon neben dem Firefox-Suchfeld schalten Sie den Werbefilter ein und aus. Für den Internet Explorer gibt es mit der Erweiterung IE7Pro ebenfalls einen brauchbaren Reklame-Blocker. Zum Recherchezeitpunkt funktionierte die Erweiterung nur mit dem Internet Explorer 7 fehlerfrei, mit Version 8 gab es Probleme.

Dienstag den 19.04.2011 um 08:51 Uhr

von Daniel Behrens

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