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Hilfreiche Kniffe für den 3D-Druck

21.05.2015 | 14:31 Uhr |

Der Umgang mit einem 3D-Drucker setzt handwerkliches Geschick voraus. Diese Tricks vereinfachen die Handhabung erheblich.

Immer mehr Anwender haben sich einen 3D-Drucker zugelegt oder denken ernsthaft darüber nach. Gerade diese Geräte sind weit entfernt von Plug-and-Play. Im Gegenteil: Handwerkliches Geschick ist in jedem Fall gefragt. Einige grundsätzliche Tipps vereinfachen den Umgang mit den Objekterstellern jedoch erheblich.

3D-Drucker: XYZprinting Da Vinci 1.0 im Test-Video

Installation der Druckersoftware: Zu jedem 3D-Druckermodell benötigen Sie ein Programm, mit dem Sie die 3D-Vorlage auf den späteren Druck vorbereiten. Manchmal liegt es dem 3D-Druckermodell auf CD bei. Besser laden Sie es jedoch direkt von der Hersteller-Webseite auf Ihren Rechner herunter. So können Sie sicher sein, die aktuellste Version zu haben.

Klicken Sie jetzt nicht einfach doppelt auf die Exe-Datei, um den Installationsprozess anzustoßen. In der Praxis hat sich das Aufspielen der Software mit Administratorenrechten als wesentlich reibungsloser erwiesen. Dazu markieren Sie die Exe-Datei und wählen per Rechtsklick aus dem Kontextmenü „Als Administrator installieren“ aus. Gleichzeitig können aktive Virenscanner den Installationsprozess stören. Am besten aktivieren Sie diese, während Sie die Druckersoftware auf Ihren Rechner aufspielen.

XYZprinting Da Vinci 1.0 im Test

Druckplattform: Manche Kunststoffe härten schnell aus. Das kann noch während des Drucks passieren. Im schlimmsten Fall verlieren sie die Haftung auf der Plattform und lösen sich einfach ab. Die Folge: Der Druckvorgang schlägt fehl. Lässt sich die Baufläche beheizen, hilft Klebstoff, um die Haftung zu erhöhen. Nehmen Sie einen handelsüblichen Klebstift und tragen Sie eine dünne Schicht auf die Glas- oder Kunststoffplatte auf. Die Reste lassen sich nach dem Drucken mit einem feuchten Tuch entfernen.

Bei unbeheizbaren Druckplattformen übernimmt Malerkrepp dieselbe Funktion. Hier eignet sich am besten die Variante mit glatter Oberfläche. Kleben Sie zwei bis drei Bahnen sorgfältig auf die Bauplattform. Vermeiden Sie große Abstände dazwischen. Auch Falten verschlechtern das Druckergebnis später, da sich die Umrisse auf der Stellfläche des 3D-Drucks abzeichnen. Das Untergrundmaterial verhilft Ihrem Objekt nicht nur zu mehr Haftung, sondern vereinfacht auch das Ablösen nach dem Drucken, denn Sie können die Malerkreppbahn einfach abziehen und damit das fertige 3D-Objekt von der Plattform lösen.

Der "Ultimaker 2"-3D-Drucker im Test

Gebrochene Objekte reparieren: In manchen Fällen wollen sich die fertigen Objekte so gar nicht von der Plattform entfernen lassen. Eine unvorsichtige Bewegung kann gerade fragile Teile abbrechen lassen. Das ist ärgerlich und kostet Sie im schlimmsten Fall eine Wiederholung des Drucks und damit oft eine Wartezeit von mehreren Stunden. Als Zwischenlösung kann Aceton weiterhelfen. Das Lösungsmittel wirkt gerade bei ABS-Kunststoff (Acrylnitril-Butadien-Styrol) wie ein Klebstoff. Tragen Sie ein wenig auf die gebrochenen Teile auf. Das Aceton löst diese an. Wenn Sie die Teile nun zusammendrücken und etwas halten, verbinden sie sich stabil.

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