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Alles über Kabel

30.01.2008 | 12:00 Uhr |

Um Kabel und Stecker rankt sich viel Geheimnisvolles. Gerade im Hi-Fi-Bereich liegen Dichtung und Wahrheit eng beieinander. Wir räumen mit den allgegenwärtigen Mythen auf und zeigen, was bei Kabeln wirklich wichtig ist.

Von Hans-Jürgen Humbert und Bernd Weeser-Krell

Im Schaltplan erscheint ein Kabel immer als Linie oder Strich und soll somit eine ideale Verbindung zwischen zwei Geräten oder Baugruppen darstellen. So weit die Theorie – in der Praxis dagegen sieht es meist ganz anders aus. Denn ein Kabel ist wie jedes elektrische Bauteil alles andere als ideal.

Die Stromleitung basiert auf der freien Beweglichkeit von Elektronen in Metallen. Schickt man an einem Ende eines Kabels ein Elektron hinein, so „fällt“ quasi am anderen Ende des Leiters eines heraus. Das geschieht mit Lichtgeschwindigkeit, während sich die Elektronen im Leiter nur mit etwa 30 Zentimetern pro Sekunde fortbewegen.

Damit die Elektronen sich überhaupt bewegen, muss ein Potenzialgefälle vorliegen – das heißt, es muss entweder an einem Ende des Leiters ein Überschuss oder ein Mangel an Elektronen vorhanden sein. Dieser Potenzialunterschied wird als Spannung, gemessen in Volt, bezeichnet. Die Anzahl der Elektronen, die pro Zeiteinheit den Leiter passieren, geben den Strom, gemessen in Ampere, an. Beide Einheiten miteinander multipliziert ergeben die übertragene Leistung in Watt.

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