Netzwerk

Netzwerkspeicher (NAS) als Datenspeicher verwenden

Dienstag, 29.05.2012 | 08:55 von Thorsten Eggeling
Fotostrecke Netzwerkspeicher (NAS) - Datenspeicher
© istockphoto.com/Xseon
Ein Netzwerkspeicher oder NAS (Network Attached Storage) stellt einen ständig verfügbaren Speicherplatz im eigenen Netzwerk bereit. Die Mini-Systeme sind klein, sparsam und leise. Und NAS-Geräte können viel mehr, als nur Daten aufbewahren.
Ein zentraler und permanent verfügbarer Datenspeicher ist komfortabler und unkomplizierter als verstreute Netzfreigaben auf Desktop-PCs oder Notebooks. NAS-Systeme oder vergleichbare Lösungen können im heimischen Netz als Backup-Server und UPnP/iTunes-Medien-Server arbeiten, ferner via Internet als FTP-Server. Dabei sind kleinere NAS-Geräte erschwinglich, und sie arbeiten, einmal eingerichtet, praktisch wartungsfrei.

Mit NAS-Geräten lässt sich Strom sparen, und man kann
damit über das Internet auf die eigenen Dateien
zugreifen.
Vergrößern Mit NAS-Geräten lässt sich Strom sparen, und man kann damit über das Internet auf die eigenen Dateien zugreifen.
© D-Link

NAS-System auswählen und konfigurieren
Die Wahl des richtigen NAS-Systems wird unter anderem dadurch erschwert, dass einerseits Leergehäuse angeboten werden, andererseits sofort lauffähige Systeme mit mindestens einer enthaltenen 3,5-Zoll-Festplatte. Zur Orientierung: Eine 3,5-Zoll-Festplatte mit 1 TB kostet zurzeit (März 2012) um die 100 Euro, die Preise für 2-TB-Platten beginnen bei etwa 120 Euro. Der eigenhändige Einbau einer Festplatte ist fast immer unkompliziert. Aufgrund der momentan relativ hohen Festplattenpreise sind allerdings Komplettgeräte mit bereits eingebauten Festplatten oft günstiger als der Erwerb der Einzelkomponenten. Typische Home-NAS-Systeme (von Buffalo, D-Link, Iomega, Lacie, Synology und vielen weiteren Herstellern) bieten Platz für eine oder zwei SATA-Festplatten. Das Gehäuse wird per Ethernet-Kabel an den Heimnetz-Router angeschlossen. Zusätzliches WLAN bieten nur teurere Geräte.


Remote-Konfiguration: In der Regel haben NAS-Systeme weder Display noch Tastatur, sondern sind über einen standardisierten Netzwerknamen oder über die IP-Adresse im Internet-Browser zu verwalten. Damit Sie die NAS-IP bei den allerersten Konfigurationsschritten nicht umständlich über die Web-oberfläche des Routers herausfinden müssen, liefern einige Hersteller eine NAS-Detector-Software mit. Diese ermittelt am Desktop-PC die Adresse des NAS und lädt auf Wunsch die Konfigurationsoberfläche in den Internet-Browser. Diese und eventuell sonstige mitgelieferte Software ist aber optional: Für die Benutzung eines NAS-Servers brauchen Sie weder zusätzliche Software noch Treiber.

Das NAS sollte keine Zufalls-IP vom DHCP-Server (Router)
beziehen. Für die Administration und Server-Aufgaben ist eine feste
IP besser.
Vergrößern Das NAS sollte keine Zufalls-IP vom DHCP-Server (Router) beziehen. Für die Administration und Server-Aufgaben ist eine feste IP besser.

Tipp: Beim NAS sollten Sie auf die DHCP-Dienste (Dynamic Host Configuration Protocoll) des Routers verzichten und ihm gleich im ersten Zugriff eine feste IP-Adresse zuweisen (meist unter „Netzwerk“, „Netzwerk-Konfiguration“ oder „LAN“). Dann finden Sie die Konfigurationsoberfläche unter einer zuverlässigen IP, die Sie als Browser-Bookmark ablegen können. Die statische IP brauchen Sie später auch noch für andere Aufgaben. Einige Router lassen sich auch so konfigurieren, dass dem NAS immer die gleiche IP-Adresse zugewiesen wird. Wenn Ihr Router eine derartige Funktion besitzt, können Sie weiterhin DHCP verwenden.


Dienstag, 29.05.2012 | 08:55 von Thorsten Eggeling
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