Heimnetzwerk

Tipps und Tricks für Smart-TV & Co.

Samstag, 01.12.2012 | 09:35 von Thorsten Eggeling
Fotostrecke Heimnetzwerk - Smart-TV & Smartphone
© istockphoto.com/Lisa-Blue
Mit Smart-TV-Geräten kommt das Netzwerk auch ins Wohnzimmer. Die Verbindung von TV, Smartphone und Tablet bietet neue Möglichkeiten.
Smart bedeutet so viel wie klug, tüchtig oder intelligent. Welchem Begriff man auch immer ein „Smart“ voranstellt, der Gegenstand wird dadurch auf jeden Fall besser, nützlicher und – teurer. Aus dem Telefon macht er eine Kommunikationszentrale mit Extras und aus dem Fernsehgerät ein Fenster zum Internet. Die Eigenintelligenz der Geräte sollte an sich für eine besonders unproblematische Bedienung sorgen, und das ist auch in weiten Teilen so. Aber vieles, was Smart-TVs, Smartphones und ebenso smarte Tablets zu leisten vermögen, lässt sich nicht auf den ersten Blick erkennen. Wir liefern Tipps, Tricks und Infos für Besitzer smarter Geräte und solche, die es werden wollen.

Mehr Multimedia im Wohnzimmer

Multimedia-PCs fürs Wohnzimmer sind nie auf breite Akzeptanz gestoßen. Zu laut, zu hässlich, zu unpraktisch – lautet die verbreitete Meinung. Inzwischen steckt der PC oder zumindest eine PC-ähnliche Technik im Fernseher. Aber auch hier gibt es Startschwierigkeiten. Zwar steht bereits in vielen Haushalten ein Fernsehgerät mit Internetanschluss, aber viele Besitzer nutzen die neuen Funktionen nicht. Das liegt zum Teil daran, dass die Smart-TV-Apps sich nicht so geschmeidig bedienen lassen, wie man es vom iPad oder iPhone her gewohnt ist. Dem Hantieren mit der Fernbedienung fehlt außerdem der Coolness-Faktor, und letztlich gibt es einfach noch zu wenige populäre Apps. Ursache dafür ist das Fehlen eines zentralen App-Stores für alle Geräte und die Modellvielfalt. Die Programmierer müssen ihre Apps unter Umständen erst mühsam an die unterschiedlichen Geräte anpassen. Einige Unternehmen machen es den Programmierern auch besonders schwer. So gibt es beispielsweise von Sony Entwickler-Kits (SDK) nur in japanischer Sprache. Samsung ist hier mit einem englischsprachigen SDK schon weiter. Die Apps sind zudem (wie viele Smartphone-Apps auch) recht einfach gestrickt und zeigen im Wesentlichen nur an, was der zugehörige Internetdienst liefert. Obwohl die Programme für TV-Geräte von Samsung schnell zu programmieren sind, ist auch hier das Angebot relativ gering.

Smart-TVs bieten mehr als Fernsehen. Bei TV-Geräten von
Samsung können Sie über den „Smart Hub“ Maxdome, Youtube und
Facebook ansteuern.
Vergrößern Smart-TVs bieten mehr als Fernsehen. Bei TV-Geräten von Samsung können Sie über den „Smart Hub“ Maxdome, Youtube und Facebook ansteuern.
© Samsung

Mehr Apps nach Update:  Wenn Ihr Smart-TV nur wenige Apps anzeigt oder zur Installation anbietet, kann das an einer veralteten Firmware liegen. Die Firmware-Version können Sie sich über den zugehörigen Menüpunkt anzeigen lassen. Hier wird meist auch gleich das Update angeboten. Alternativ lässt sich bei vielen Geräten das Update auch über einen USB-Stick vom Rechner zum Fernseher transportieren.


Apps installieren und nutzen:   Smart-TVs werden bereits mit einigen vorinstallierten Apps ausgeliefert. Darunter sind meist Apps von bekannten Anbietern wie Youtube oder Yahoo zu finden. Weitere Programme lassen sich in der Regel nachinstallieren. Bei Samsung geht das beispielsweise im „Smart Hub“ über „Samsung Apps“, bei LG im „Home Dashboard“ über „LG Apps“. Wie viel Spaß bei der Nutzung der Mini-Programme aufkommt, ist je nach TV-Modell sehr unterschiedlich. Bei Facebook etwa sieht man nur die 12 oder 20 letzten Meldungen und den Links kann man nicht folgen. Im Webbrowser erfolgt der Seitenaufbau eher zögerlich, und bei Youtube kann man keine HD-Videos betrachten. Hier ist es sinnvoll, sich das Wunschgerät beim Händler anzusehen und die einzelnen Funktionen genau zu testen. Das gilt auch für die Audio- und Video-Apps. Je nach Hersteller gibt es hier sehr unterschiedliche Angebote. Samsung bietet beispielsweise Maxdome und Acetrax an, bei Philips sind es Viewster und Videociety, und Sony offeriert Qriocity und Videotheken diverser deutschsprachiger Fernsehsender. Wer die Video-on-Demand-Dienste (VoD) nutzen möchte, sollte sich vor dem Kauf des TV-Geräts über das Angebot und die Kosten informieren. Alternative VoD-Dienste lassen sich (bisher) in der Regel nicht nachrüsten.

Samstag, 01.12.2012 | 09:35 von Thorsten Eggeling
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