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WLAN daheim einrichten: Mit dieser Hardware klappt's

20.11.2016 | 10:35 Uhr |

Mit WLAN bringen Sie selbst PC, Drucker und TV bequem ins Heimnetz. Wie’s funktioniert, was Sie dafür benötigen, und wie viel es kostet – das verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

Ein heimisches Netzwerk muss sich schon lang nicht mehr auf den PC, das Notebook und das Smartphone oder Tablet beschränken. Auch Fernseher, Drucker, Speicher und Smart-Home-Geräte lassen sich einbinden, um untereinander Daten auszutauschen und abzurufen – oder um sie zu steuern oder zu überwachen. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass sich die Geräte auf diese Weise auch auf dem neuesten Softwarestand halten lassen, Stichwort: Firmware-Updates. Weiterhin lassen sich somit auch Onlinedienste nutzen, um beispielsweise Filme und Musik zu streamen, dem Internetradio zu lauschen oder einem Besuch die neuesten Urlaubsfotos und -videos aus der Cloud heraus zu zeigen.

Vor- und Nachteile der WLAN-Vernetzung

Am einfachsten binden Sie die Geräte per WLAN ins Heimnetz ein. Schließlich brauchen Sie hierfür nicht meterweise hässliche Kabel durch die Wohnung zu ziehen oder sich durch Wände zu bohren. Hinzu kommt, dass sich manche Lösungen nur über WLAN realisieren lassen, weil die Geräte oft nicht über einen Kabel-Netzwerkanschluss verfügen.

Geschwindigkeitsfanatikern und Strahlengegnern dürften sich wohl schon bei der Erwähnung von WLAN die Fußnägel aufrollen. Zumindest in Sachen Stabilität und Zuverlässigkeit hat das altbewährte LAN-Kabel die Nase vorn – auch wenn der neueste WLAN-Standard 802.11ac Daten theoretisch auch mit Gigabittempo durch die Lüfte jagen kann. Und „kann“ ist hier das Stichwort: Der angegebene Maximalwert ist ein theoretischer Wert, den der Router nur unter optimalen Bedingungen erreichen könnte – sprich: ohne Wände und andere Störfaktoren wie weitere Funknetze.

Siehe auch: 10 Tipps für ein schnelles und sicheres WLAN

Den größten Stolperstein beim WLAN will der ac-Standard aber beheben: Sein Tempoplus gewinnt er vor allem durch eine schnellere Datenübertragung über 5 GHz. Dieses Band wird im Vergleich zu 2,4 GHz weniger genutzt. Außerdem ist der Platz innerhalb der 2,4-GHz-Frequenz mit nur 80 MHz ziemlich begrenzt: Möchte ein 802.11n-Router die volle Bandbreite von 450 MBit/s ausschöpfen, dann belegt er bereits 40 MHz und damit bereits die Hälfte des zur Verfügung stehenden Frequenzbandes. Kommt noch ein weiterer Router aus der unmittelbaren Nachbarschaft hinzu, kann es durchaus zu Verbindungsabbrüchen und lahmen Datenraten kommen. Das 5-GHz-Band bietet hingegen mehr Platz, damit Funknetze störungsfrei nebeneinander arbeiten können. Außerdem beherrschen viele andere Geräte das 5-GHz-Frequenzband nicht, weshalb sich kaum noch Funknetze in die Quere kommen dürften. Das wiederum kann allerdings auch ein Nachteil sein, denn nur aktuelle Geräte unterstützen den ac-Standard. Allerdings sorgt die Abwärtskompatibilität bei WLAN-ac-Routern dafür, dass Sie auch ältere Geräte damit verbinden können. Denn sie unterstützen nicht nur 5 GHz, sondern auch 2,4 GHz (Dualbandtechnik).

Wenn Sie nur Ihre E-Mails abrufen und Webseiten besuchen möchten, dann genügt bereits ein 802.11g-WLAN mit 54 MBit/s. Steigen die Ansprüche jedoch, und möchten Sie HD-Streams über WLAN empfangen, dann muss es schon mindestens 802.11n mit 300 MBit/s sein. Möchten Sie auch noch größere Downloads über das Funknetzwerk erledigen, dann kann das WLAN nicht schnell genug sein. WLAN-ac ist an dieser Stelle natürlich Plicht. Onlinegamer sollten von WLAN eher Abstand nehmen. Grund hierfür ist der sogenannte Ping, also die Zeit, die ein Datenpaket zum Server und wieder zurück benötigt. Denn trotz ausreichender Bandbreite kann die Störanfälligkeit des WLAN für einen schwankenden Ping sorgen, was zu Aussetzern und Bildfehlern im Spiel führt – ein No-Go beim Gaming.

Powerline: Internet über die Steckdose

Powerline überträgt die Netzwerksignale per Modulation über das Stromnetz. Auf die Geschwindigkeit und die Stabilität des Powerline-Netzwerks hat die Qualität der Stromleitungen eine großen Einfluss.
Vergrößern Powerline überträgt die Netzwerksignale per Modulation über das Stromnetz. Auf die Geschwindigkeit und die Stabilität des Powerline-Netzwerks hat die Qualität der Stromleitungen eine großen Einfluss.
© Devolo

Eine weitere attraktive Alternative ist die Heimvernetzung via Powerline. Hierbei nutzen die Powerline-Stecker das bereits vorhandene Stromnetz für die Datenübertragung. Den Adapter stecken Sie an eine Wandsteckdose, danach bietet Ihnen der Stecker in der Regel mindestens einen LAN-Anschluss. An den lässt sich beispielsweise auch ein Switch hängen, um das Kabelnetzwerk zu erweitern. Alternativ gibt es auch Geräte, die nur als WLAN-Access-Point oder -Erweiterung dienen, um das Internetsignal weiterhin drahtlos im gesamten Haus zu übertragen. Teurere Geräte vereinen beide Möglichkeiten in einem Adapter, um von beiden Übertragungsmöglichkeiten zu proitieren. Allerdings erreicht die Powerline-Technik nicht ganz die Geschwindigkeit von kabelgebundenen Netzwerken. Außerdem ist die Übertagungsrate stark abhängig von der Beschaffenheit Ihres Stromnetzes. Und auch hier können andere angesteckte Geräte die Datenrate negativ beeinlussen.

Ratgeber: So nutzen Sie Powerline im Netzwerk

Den Desktop-PC über WLAN ins Heimnetz einbinden

Der PC war einmal die einzige Möglichkeit, sich mit dem World Wide Web zu verbinden. Mittlerweile kann das so ziemlich jedes Gerät. Dennoch möchte wohl kaum jemand darauf verzichten, über den Computer ins Internet zu gehen. Ganz klassisch ist hier die Verbindung mit dem Kabel über den LAN-Anschluss, der zur Standardausstattung eines jeden PCs gehört. Wer aber kein LAN-Kabel bis zum PC legen kann oder möchte, der schaut in den meisten Fällen wohl erst einmal in die Röhre – denn ein integriertes WLAN-Modul zählt nicht zur obligatorischen Ausstattung eines PCs.

Ein USB-Dongle ist die einfachste Lösung, um einen PC ins WLAN einzubinden. Ein komplexer Einbau ist dabei nicht nötig.
Vergrößern Ein USB-Dongle ist die einfachste Lösung, um einen PC ins WLAN einzubinden. Ein komplexer Einbau ist dabei nicht nötig.

Die einfachste Lösung, den PC mit WLAN nachzurüsten, ist der Kauf eines USB-WLAN-Adapters. So etwas gibt es laut Preisvergleich für 5 bis 60 Euro. Je teurer der Dongle, desto hochwertiger ist in der Regel der Funk-Controller, und desto lotter und stabiler ist die Übertragungsrate – und desto höher ist auch der unterstützte Standard: Der Asus USB-AC56 für rund 60 Euro funkt im Dualband-Modus, verfügt über einen USB-3.0-Anschluss, beherrscht den ac-Standard und überträgt auf dem Datenblatt über 1200 MBit/s – ein kombinierter Wert der parallelen Datenströme von 2,4 und 5 GHz. Der günstigste WLAN-Dongle namens Bazoo B-WLAN USB-54 kostet inklusive Versand etwa 8 Euro, ist aber nur zum alten 802.11g-Standard kompatibel, der theoretisch mit maximal 54 MBit/s im 2,4-GHz-Band funkt. Die Einrichtung der USB-WLAN-Sticks ist simpel: Die USB-Module bringen den Treiber entweder selbst mit oder sind mit Plug & Play kompatibel. Nach einem eventuellen Neustart geben wählen Sie dann Ihr WLAN aus und geben das Passwort ein.

Die Alternative zu USB-WLAN-Dongles sind interne Steckkarten, die Sie in eine PCI-Schnittstelle einbauen müssen. Das ist etwas aufwendiger, als wenn Sie einfach den USB-Dongle einstöpseln, da Sie hierfür den PC öfnen müssen. Häuig erlischt dabei allerdings die Herstellergarantie, weshalb wir eher zur Lösung über die USB-Dongles raten: Sie ist nicht nur eine der günstigsten, sondern auch flottesten und simpelsten Lösungen, um den PC ins WLAN zu bringen.

WLAN-Access-Points – wenn Sie keinen Kabelsalat möchten

WLAN-Access-Points erhalten das Netzwerksignal über Kabel und leiten es drahtlos als WLAN weiter.
Vergrößern WLAN-Access-Points erhalten das Netzwerksignal über Kabel und leiten es drahtlos als WLAN weiter.

Allerdings kann es durchaus vorkommen, dass das WLAN-Signal des Routers am Standort Ihres PCs zu schwach ist. Wenn auch hier kein Kabel in Frage kommt und Sie den Rechner weiterhin über WLAN einbinden möchten, dann müssen Sie die Reichweite Ihres Drahtlosnetzwerks erweitern. Ist zumindest in der Nähe Ihres Computers ein LAN-Anschluss vorhanden, dann ist ein sogenannter WLAN-Access-Point eine Überlegung wert. Das Prinzip ist recht einfach: Ein Access Point empfängt das Internetsignal über Kabel und gibt es als WLAN-Netzwerk weiter. Entsprechende Geräte gibt es bereits ab rund 25 Euro. Auch hier bestimmt natürlich hauptsächlich der Preis, was für ein Funknetzwerk Sie am Ende erhalten. Unserer Meinung nach sollten Sie aber definitiv nicht unter den 802.11n-Standard gehen. Das neue WLAN richten Sie nun auf die herkömmliche Art und Weise ein, indem Sie einen Netzwerknamen (SSID) sowie ein Passwort vergeben.

Tipp: WLAN mit einem Access Point erweitern - so geht's

Wenn Sie sich die Ausgabe allerdings sparen möchten, dann schauen Sie doch einmal, ob Sie noch einen alten Router besitzen. Denn den können Sie auch als Access Point einsetzen. Hierfür müssen Sie lediglich den Betriebsmodus in der Benutzeroberfläche des Geräts ändern. Lässt sich keine explizite Option finden, die beispielsweise „Internetzugang über LAN“ heißt, dann gehen Sie wie folgt vor: Deaktivieren Sie DHCP sowie alle anderen Funktionen außer WLAN, nachdem Sie das Gerät mit einem LAN-Anschluss verbunden haben. Beachten Sie allerdings, dass solche Alt-Router oft nur einen veralteten Funkstandard wie 11g nutzen. Je nach Einsatzzweck kann die Bandbreite also zu gering sein. Wem die Geschwindigkeit aber genügt, für den ist das Recycling des Routers die wohl günstigste Lösung, um einen PC drahtlos ins Netzwerk einzubinden. Allerdings sollten Sie nicht vergessen, dass auch der Rechner einen entsprechenden WLAN-Empfänger besitzen muss.

Wer keinen Access Point in erreichbarer Nähe einsetzen kann, weil kein LAN-Anschluss in der Nähe vorhanden ist, der kann auf Powerline zurückgreifen. Die etwas umständlichere Methode besteht darin, ein Powerline-Set zu kaufen, das bereits ab 25 Euro erhältlich ist. Den zweiten Adapter stecken Sie nun in die Nähe Ihres PCs und verbinden ihn mit einem Access Point – und erstellen auf diese Weise ein WLAN-Netz. Die elegantere, aber etwas teurere Methode ist die, sich gleich einen Powerline-Adapter zu kaufen, der als WLAN-Access-Point fungiert. Entsprechende Sets gibt es bereits ab 62 Euro. Wenn Sie kein neues, eigenständiges Drahtlosnetzwerk erstellen möchten, dann bieten viele Geräte auch die Funktion, das bereits vorhandene WLAN zu erweitern. Dabei nutzt der Access Point die gleiche SSID und das gleiche Passwort, was eine nahtlose Verbindung ermöglicht. Diese Möglichkeit ist zwar etwas teurer als ein regulärer Access Point, aber oft eine der letzten Möglichkeiten, einen PC drahtlos mit dem Internet zu verbinden.

Drucker für komfortablen Zugriff ins WLAN einbinden

Nach der Einrichtung des WLAN-Printservers am PC stellt das kleine Gerät den Drucker als WLAN-Drucker bereit.
Vergrößern Nach der Einrichtung des WLAN-Printservers am PC stellt das kleine Gerät den Drucker als WLAN-Drucker bereit.
© TP-Link

Kaum jemand besitzt mehrere Drucker im Haus. Da kommt es gerade recht, dass viele Geräte bereits standardmäßig über eine WLAN-Schnittstelle verfügen. Die Einrichtung ist dabei denkbar einfach: Wählen Sie am Drucker das entsprechende WLAN-Netz aus, und geben Sie das Passwort ein. Am PC fügen Sie den Drucker als Netzwerkdrucker hinzu. Wenn Sie den Drucker auf diese Weise nicht finden, nutzen Sie die Möglichkeit, den Drucker über die IP-Adresse oder den Hostnamen hinzuzufügen. Ist er am PC fertig eingerichtet, steht er für jeden netzwerkfähigen Drucker bereit, was das Prozedere für den Dokumenten- oder Fotodruck enorm vereinfacht.

Allerdings sind auch noch genügend Drucker auf dem Markt, die kein WLAN-Modul besitzen. Doch in diesem Fall ist es oft möglich, einen WLAN-Adapter nachzurüsten, der als Druckerserver arbeitet – sofern das Gerät über einen USB-Anschluss verfügt. Jedoch bieten günstige Modelle ab 25 Euro in der Regel nur die Möglichkeit einer kabelgebundenen Anbindung ans Netzwerk. Der Printserver TP-Link TL-WPS510U für etwa 54 Euro hingegen arbeitet vom Prinzip her wie ein USB-WLAN-Dongle für den PC. Um den kleinen Server betriebsbereit zu machen, muss der Drucker bereits auf Ihrem Computer installiert sein. Stecken Sie den Druckerserver per USB an den PC an, und navigieren Sie in das Einrichtungsmenü. Dort wählen Sie Ihren gewünschten Drucker aus und geben die Zugangsdaten Ihres WLAN ein. Das kleine Gerät speichert die Einstellungen dann. Danach verbinden Sie den Printserver via USB mit Ihrem Drucker anstelle des PCs, und die Verbindung erfolgt fortan über WLAN. Auf diese Weise wird das Gerät wie ein WLAN-Drucker in den Systemeinstellungen aufgeführt, und Sie können drahtlos drucken.

Den Drucker fügen Sie als Netzwerkdrucker auf dem PC hinzu. Wer das Gerät nicht sofort findet, kann auch die IP des Printers eingeben.
Vergrößern Den Drucker fügen Sie als Netzwerkdrucker auf dem PC hinzu. Wer das Gerät nicht sofort findet, kann auch die IP des Printers eingeben.

Noch einfacher ist aber die Verbindung des Druckers über USB mit Ihrem WLAN-Router. Aktuelle Router verfügen bereits über USB-Schnittstellen und entsprechende Optionen, um Drucker im Netzwerk zur Verfügung zu stellen. Die Einrichtung erfolgt dabei über das Menü Ihres Routers; den Drucker selbst fügen Sie über die Systemsteuerung Ihres PCs als Netzwerkdrucker hinzu.

WLAN für den Fernseher nachrüsten

Smarte TVs bieten Apps, um Inhalte aus dem Internet oder dem Heimnetzwerk darzustellen: Onlinevideos, Mediatheken oder Urlaubsfotos darzustellen, das sind hier die interessantesten Möglichkeiten, seinen Smart-TV neben dem reinen Fernsehempfang zu nutzen. Doch oft fehlt ein WLAN-Modul; selbst aktuelle Geräte verfügen nicht immer darüber. Mit etwas Glück bietet der TV-Hersteller ein WLAN-Modul zum Nachrüsten an. Ist allerdings kein entsprechendes Gerät im Portfolio aufgelistet, dann muss eine andere Lösung her. Eine Möglichkeit sind Smart-TV-Boxen, die es für 70 bis 140 Euro zu kaufen gibt. Eine andere Möglichkeit bestünde im Erwerb einer Android- oder Apple-TVBox, die zwischen 70 und 100 Euro kosten. Die beiden App-Stores von Apple und Google bieten außerdem noch eine große Auswahl an Apps, um beispielsweise auch auf seinen Netzwerkspeicher zuzugreifen. Es ist außerdem möglich, Spiele zu installieren und mit Funk-Controllern zu steuern – im Prinzip also eine kleine Spielekonsole. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, das Smartphone oder Tablet mit den Boxen zu verbinden, um Inhalte zu streamen oder Funktionen zu steuern. Bei Android-Geräten lässt sich sogar oft der komplette Bildschirm des Mobilgeräts auf den Fernseher übertragen.

Günstige HDMI-TV-Sticks wie der Chromecast machen einen Fernseher smart – dank der Nachrüstung mit WLAN und App-Angeboten.
Vergrößern Günstige HDMI-TV-Sticks wie der Chromecast machen einen Fernseher smart – dank der Nachrüstung mit WLAN und App-Angeboten.
© Google

Am günstigsten ist die Lösung mit einem smarten HDMI-Stick wie dem Chromecast von Google (35 Euro) oder dem Fire TV von Amazon für 30 Euro. Bei allen Geräten sind Sie natürlich auf das App-Angebot des jeweiligen Herstellers beschränkt, womit Ihnen oft nur eine Teilauswahl an Inhalten zur Verfügung steht. Der Fire-TV-Stick bietet beispielsweise keine Inhalte aus dem Google-Universum wie Play Filme & Serien an, während es auf dem Chromecast nicht möglich ist, Amazon-Inhalte auf den Schirm zu bringen. Die Geräte funktionstüchtig zu machen setzt im Prinzip nur voraus, dass Sie die Zugangsdaten Ihres WLAN kennen und einen freien HDMI-Anschluss besitzen. Die Einrichtungsassistenten erledigen dann den Rest, und Sie erhalten einen smarten TV.

Speicher im Drahtlosnetzwerk für kabellosen Zugriff auf Dateien

Speicher bringen Sie ins Drahtlosnetzwerk, indem Sie beispielsweise eine Festplatte über USB an den WLAN-Router anschließen. Aktuelle Router beherrschen diese Option, die Sie bei der Einrichtung allerdings mit einem Passwort vor unbefugtem Zugriff schützen sollten. Es ist auch möglich, einfach nur USB-Sticks anzuschließen, um die Daten im Netzwerk für alle netzwerkfähigen Geräte zur Verfügung zu stellen. Die Einrichtung ist kein Hexenwerk, wie Sie am Beispiel der Fritzbox sehen können: Im Dashboard des beliebten Routers navigieren Sie zum Punkt „Heimnetz“, der die Punkte „USB-Geräte“ und „Speicher (NAS)“ beinhaltet. In der Registerkarte „Sicherheit“ vergeben Sie ein Passwort. Unter „Zugriffsrechte“ räumen Sie Lese- und Schreibrechte ein – also ob verbundene Nutzer Daten nicht nur abrufen, sondern auch löschen können. Der Zugriff auf die Daten erfolgt über die Eingabe von „\\fritz.nas“, das Sie im Windows-Explorer eintippen. Als Benutzernamen geben Sie „ftpuser“ und das eben vergebene Passwort ein. Wenn Sie den Haken bei „Anmeldedaten speichern“ setzen, müssen Sie nicht jedes Mal die Benutzerdaten eintragen. Diese Lösung ist die simpelste und kostet Sie nur die Ausgaben für das Speichermedium.

Fritzbox-Tutorial: So optimieren Sie Ihr WLAN

Einen etwas anderen Weg schlagen WLAN-Festplatten ein: Die sind dazu gedacht, drahtlos Daten austauschen zu können – egal, wo Sie sich aktuell befi nden. Die Speicher sind hierfür mit Akkus und WLAN-Modulen ausgestattet und eröff nen einen eigenen Hotspot. In diesen dürfen sich in der Regel gleich mehrere Geräte einloggen. Dank eines Bridge- oder Pass-Through-Modus ist es ohne Weiteres möglich, auch weiterhin auf das Internet zuzugreifen. Entsprechende Geräte mit einer vernünftigen Kapazität von 500 GB gibt es ab rund 70 Euro.

Doch die Sache hat einen Haken: Obwohl aktuelle Geräte WLAN-n beherrschen, sind die Datenraten oft ziemlich lahm. In der Regel ist auch der Zugriff auf das Internet über den Pass-Through-Modus verlangsamt.

Smart-Home-Geräte mit dem WLAN verbinden

Das Einbinden der Smart-Home-Geräte hat durchaus seine Vorteile. Dadurch lassen sich auch unterwegs über internetfähige Geräte Einstellungen im Smart Home vornehmen oder der Status Ihres Hauses überwachen. Hierfür benötigen Sie eine WLAN-fähige Smart-Home-Zentrale, mit der Sie alle Geräte der Heimautomation verbinden und die die Signale und Daten an Ihren Router weiterleitet. So ist eine Steuerung des Lichts, der Heizung oder Rollos möglich sowie die Überwachung Ihrer Bewegungssensoren an Türen und Fenstern oder im Hof. Auf diese Weise profitieren Sie nicht nur bequemen Zusatzfeatures, sondern behalten auch in Sachen Sicherheit den Überblick. Entsprechende Stationen kosten ab 80 Euro aufwärts – je nachdem, wer der Hersteller Ihrer Smart-Home-Geräte ist. Nach unserer Meinung ist das Einbinden ins WLAN eine empfohlene Aufrüstung für das intelligente Zuhause, die sich lohnt.

Video: Raspberry Pi als Dateiserver nutzen
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