02.01.2009, 08:00

Christian Helmiss

Hardware richtig bewerten und auswählen

Der perfekte Kauf: PC

Das Angebot an Computern & Co. ist riesig, die Werbung ködert mit Superlativen – und die Wahl fällt entsprechend schwer. Wir verraten, was hinter den markigen Sprüchen steckt und worauf es wirklich ankommt.
Gigantische Festplatte, riesiger Arbeitsspeicher, kontraststarker Crystalbrite-Bildschirm – in der Werbung trommeln die Elektronikmärkte recht lautstark für ihre Produkte. Doch wie groß die gigantische Festplatte, der riesige Arbeitsspeicher wirklich ist, steht oft nicht dabei – geschweige denn, was manche Angabe zu bedeuten hat. Die Prospekte werfen mit wenigen Angaben Schlaglichter auf die vermeintlich entscheidenden Hauptmerkmale der angepriesenen Geräte. Im Kleingedruckten stehen dann weitere Ausstattungsmerkmale. Manche sind wichtig, manche unwichtig – und meist fehlen einige Informationen.
Geld sparen: Beschränken Sie die Ausstattung auf Ihren Bedarf
Bevor Sie sich in den nächsten Elektronikmarkt locken lassen und das vermeintliche Superschnäppchen kaufen, stellen Sie am besten eine Liste der wichtigen Merkmale auf, die Ihr neues Gerät unbedingt haben sollte – und welche es nicht braucht. Damit können Sie viel Geld sparen, denn eventuell ist ein deutlich preiswerteres Gerät für Ihre Zwecke völlig ausreichend.
Wir haben uns die Werbeaussagen näher angesehen und klären auf, was die Angaben bedeuten, welche wichtig sind und welche Sie getrost vergessen können.
Nur ein möglichst perfekt auf den Einsatzzweck abgestimmter PC ist auch preisgünstig.
Lassen Sie sich nicht durch hochtrabende Bezeichnungen wie „brillante Grafik“ und „riesengroßer Arbeitsspeicher“ in Prospekten und Anzeigen über den eigentlichen Wert des Rechners hinwegtäuschen. Geld sparen Sie vor allem, wenn Sie das Kleingedruckte genau lesen und vor dem Kauf auch einmal das PC-Innenleben checken. Wir sagen Ihnen, auf was Sie im Detail achten sollten.
CPU: Verkäufer lieben es, mit einem hohem CPU-Takt zu prahlen. Dabei spielt die Taktrate mittlerweile eher eine untergeordnete Rolle, da heutzutage bereits eine Einsteiger-CPU genug Rechenleistung für gängige Software bietet. Wenn Sie nicht mit Profi-Programmen wie 3D-Konstruktion, Rendering und Raytracing arbeiten oder ein eingefleischter PC-Spieler sind, sollten Sie vielmehr auf die Anzahl der CPU-Kerne achten. Greifen Sie zu einem Rechner mit Quad Core, wenn Sie häufig mit mehreren leistungshungrigen Programmen gleichzeitig arbeiten, ständig viele Fenster offen haben und zahlreiche Tools im Hintergrund werkeln. Wenn Sie hingegen in der Regel nur wenige Programme gleichzeitig nutzen, ist ein PC mit Zweikern-Prozessor die bessere Wahl.
Arbeitsspeicher: Viel RAM schadet grundsätzlich nicht, allerdings gibt es technische Grenzen, die Sie beachten müssen. In der Regel kommen Desktop-PCs mit der 32-Bit-Version von Vista oder XP. Beide Varianten können nur 4 GB RAM adressieren – und davon knapst Windows nochmals bis zu 1,25 GB für den PCI-Adressbereich ab. Wollen Sie mehr als nur knapp 3 GB Speicher nutzen, müssen Sie zu einem PC mit einem 64-Bit-Windows greifen. Als Faustregel gilt: Für Office-PCs reichen 2 GB unter Vista, bei einem Multi-Media- oder Spiele-Rechner sollten es schon 3 oder gleich 4 GB brutto sein. Noch mehr Speicher ist erst bei professioneller Bildbearbeitung, Virtualisierung von Betriebssystemen und Datenbanken sinnvoll.
Grafik: Integrierte Grafiklösungen sind inzwischen viel besser als ihr Ruf, einige aktuelle Varianten von AMD, Intel und Nvidia eignen sich sogar für die Wiedergabe von hoch aufgelösten Videos, da sie neben einem DVI- oder gar HDMI-Ausgang mittlerweile auch den HD-Kopierschutz HDCP unterstützen. Behalten Sie aber im Hinterkopf, dass eine integrierte Grafiklogik dem Betriebssystem Arbeitsspeicher „klaut“, um Berechnungen zu puffern. Eine dezidierte Grafikkarte braucht Ihr PC im Grunde also nur, wenn Sie leistungshungrige 3D-Anwendungen einsetzen, etwa CAD-Software oder moderne Spiele mit aufwendiger 3D-Grafik
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