XIGMATEK Elysium schwarz

07.08.2012, 11:11

Friedrich Stiemer

Hardware-Grundlagen

Das PC-Gehäuse Bild für Bild erklärt

PC-WELT erklärt Ihnen den Aufbau eines PC-Gehäuses.

Größe, Form, Steckplätze, Laufwerksschächte, Schnittstellen: Das PC-Gehäuse ist gleichzeitig äußere Hülle und Wohnzimmer für die Hardware-Komponenten. Wir erklären Bild für Bild, auf was Sie bei Gehäusen achten sollten.
Im Prinzip ist ein PC-Gehäuse ein geschlossenes Gerüst für alle Computer-Komponenten: Das Gehäuse verstaut die Hardware sicher und schützt sie vor schädlichen Einflüssen von Außen, wie zum Beispiel Wasser oder Schmutz. Dabei gibt es verschiedene Formfaktoren, die durch Normen vorgeschrieben sind.
Wie das PC-Gehäuse aufgebaut ist, erklären wir Ihnen in diesem Ratgeber am Beispiel des Elysium von Xigmatek. Durch die vielen Ausstattungsmerkmale können wir auch auch besondere Features eingehen, über die herkömmliche Gehäuse nicht verfügen.

Die Formfaktoren im Überblick

Gehäuseformate Abmessungen (L x B) in Millimeter
AT 305 x 279 - 330
Baby-AT 216 x 204 - 330
ATX 305 x 244
Mini-ATX 284 x 208
Micro-ATX 244 x 244
Flex-ATX 229 x 191
BTX 325 x 267
DTX 244 x 203
Mini-DTX 170 x 203
ETX 114 x 95
ITX 215 x 191
Mini-ITX 170 x 170
Nano-ITX 120 x 120
Pico-ITX 100 x 72
LPX 229 x 279 - 330
NLX 203 - 229 x 254 - 345
SSI CEB 305 x 267
Der gängigste Standard für den Hausgebrauch ist das Format ATX (Advanced Technology Extended). Nicht nur Gehäuse, sondern auch Netzteile und Hauptplatinen stellen die Hardware-Bauer nach diesen Standards her. Deshalb sollten Sie beim Kauf dieser Komponenten sicher gehen, dass das Format übereinstimmt. Dabei sind die Gehäuse aber auch abwärtskompatibel zu kleineren Standards.

Hier findet das Mainboard Platz

Da das Mainboard zu den Hauptkomponenten eines PCs zählt, findet es im Inneren des Gehäuses Platz. Kleine Abstandshalter an der Wand sind in bestimmten Abständen eingeschraubt, die sich abhängig vom gewünschten Formfaktor des Mainboards meist auch an ein kleineres oder größeres Format anpassen lassen. Das gewährt der Hauptplatine einen sicheren Halt - das ist auch nötig, denn an der Platine schließt jede andere Hardware des Systems an.

Anschlussfreudig: das Front-Panel

Das sogenannten Front-Panel, also die Vorderseite des PC-Gehäuses beherbergt mittlerweile schon standardmäßig Schnittstellen wie USB, eSATA oder Audio-Buchsen. Außerdem befinden sich an der Vorderseite auch die optischen Laufwerke oder Speicherkarten-Lesegeräte, um Medien komfortabel einzulegen oder anzuschließen. Eine weitere Besonderheit, über die immer mehr Gehäuse verfügen ist eine Hot-Swap Docking-Station für Festplatten, um im laufenden Betrieb Festplatten via SATA ans System anzudocken.

Die zentralen Schnittstellen: das Back-Panel

An der Rückseite, also am Back-Panel, befinden sich die Anschlüsse der Hauptplatine und der (PCI-) Steckkarten wie der Grafik- oder Soundkarte. Auch die Zuführung für eine eventuelle Wasserkühlung befinden sich auf der Rückseite. Die Kanten sind gummiert, um Einschnitte zu vermeiden.

Ordnung muss sein: Kabelführung

Gehäuse der oberen Preisklasse besitzen eine Doppelwand: Dahinter können Sie die Kabel der Hardware-Komponenten zum Mainboard hindurchführen. Dies erlaubt Ihnen ein aufgeräumteres Innenleben ohne Kabelsalat. Der Vorteil ist, dass Sie so auch Komponenten schneller austauschen können.

Daten hinter Gittern: die Festplatten-Käfige

Um besonders modular und komfortabel zu sein bieten viele Hersteller bereits HDD-Käfige, in die Sie Ihre Festplatten schrauben können. Dadurch lassen sich wiederum gleich mehrere Festplatten problemlos auswechseln, denn Sie können den gesamten Käfig an sich entfernen, ohne einzelne Festplatten losschrauben zu müssen. Bei zu langen Grafikkarten kann sich das als nützlich erweisen, da Sie damit auch Platz gewinnen.

Das Kraftwerk: Platz fürs Netzteil

Auch das Netzteil braucht seinen festen und sicheren Platz im Gehäuse. Es kann, abhängig vom Gehäuse, sowohl unten, als auch oben festgesetzt werden. Moderne Tower bieten auch oft bereits einen verbauten und wechselbaren Staubschutzfilter an, damit der Lüfter des Netzteils keinen Staub zieht. Bei unserem Modell hier lassen sich bei Bedarf sogar zwei Netzteile verbauen.

Für den spontanen Handwerker: werkzeuglose Montage

Wieder ein Komfort-Feature: Viele Komponenten lassen sich bereits ohne Werkzeuge wie einem Schraubenzieher im Gehäuse fest verankern. Besonders bei den 5,25-Zoll- und 3,5-Zoll-Schächten ist die Befestigung ohne Schrauben beliebt, da es sich hierbei um oft getauschte Hardware handelt.

Machen viel Wirbel: die Lüfter

Da nicht nur der Prozessor, sondern auch Grafikkarten und Festplatten Abwärme erzeugen, bedienen sich viele Nutzer auch an kleineren Lüftern, die sie an den Wänden der Gehäuse platzieren. Dadurch leiten die Radiatoren die Hitze nach Außen, eine Überhitzung ist also nicht so schnell zu erwarten. In aktuellen Gehäusen sind bereits viele unterschiedliche Plätze vorgesehen, um die

Die Schnittstellen zur Hauptplatine

- Audio-Stecker: Die Stecker müssen Sie auf dem Mainboard auf die dafür vorgesehenen Pins stecken, um auch die beiden vorderseitigen Audio-Buchsen ans System zu koppeln. Hierbei ist "HD-Audio" dem veralteten "AC97"-Standard vorzuziehen. Wenn Sie sich unsicher sind, welcher Standard Ihr Mainboard unterstützt, kucken Sie im Handbuch nach.
- Molex-Stecker: Mit diesen Steckern versorgen Sie mittlerweile nur noch Komponenten wie Lüfter mit Strom. Eigentlich war der Anschluss für Diskettenlaufwerke gedacht, einige Zeit übernahm der Anschluss auch die Versorgung von neueren optischen Laufwerken oder auch Festplatten. Molex ist übrigens auch nur der Name des französischen Herstellers der Stecker, der sich aber über die vielen Jahre hinweg etabliert hat.
- USB: Der schwarze Stecker ist für die entsprechenden Pins auf dem Mainboard vorgesehen, um die USB-Anschlüsse auf der Vorderseite ans System anzuschließen. Der blaue Stecker ist für den Fall, dass das Mainboard keine USB-3-fähigen Pins besitzt: Dann müssen Sie das Kabel hinten zum Back-Panel herausführen und an die Schnittstellen des Mainboards direkt anschließen, um auch die Funktionalität der USB-3-Buchsen am Front-Panel zu gewährleisten.
- LEDs und Schalter: Die hier aufgeführten Stecker sind nicht ganz unwichtig. Auch sie finden auf dem Mainboard ihren rechtmäßigen Platz auf den jeweiligen Pins. Die HDD-LEDs und die Power-LEDs zeigen ihre Funktionalität beim Boot mit einem Leuchten auf dem Front-Panel an, die Reset- und Power-SW (Switches) sind die Anbindungen ans Mainboard für die Reset.- und Power-Taste. Sollten Sie die Pins gar nicht oder falsch angeschlossen haben, kann Ihr PC noch so gut verkabelt sein - ohne den Anschluss der Schalter-Stecker tut sich nichts beim Drücken auf den Power-Button.
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