PC-Gesundheits-Check
Hardware-Check per Bios
Als Erstes sollten Sie prüfen, ob die Spannung des PC-Netzteils den Spezifikationen entspricht. Wie hoch die Abweichung sein darf, hängt von der jeweiligen Spannung ab. In den folgenden Zeilen haben wir die wichtigsten Spannungswerte im Bios für Sie aufgeführt. Wenn eine Spannung zu gering ist, deutet dies auf ein zu schwach bemessenes Netzteil hin. Überschreitet eine Spannung einen Grenzwert oder läuft ein Wert völlig aus dem Ruder, sollten Sie Ihren PC sofort abschalten und das Netzteil tauschen. Handeln Sie besser sofort – bevor Ihre Hardware durch zu hohe Spannungen Schaden erleidet.
12V Voltage: Die 12-Volt-Spannung wird für CPU, Grafikkarte und die Laufwerke benötigt und sollte zwischen 11,4 und 12,6 Volt betragen, die Abweichung sollte somit 5 Prozent nicht überschreiten.
5V Voltage: Neben CPU, Grafikkarte und Laufwerken benötigen auch externe Anschlüsse wie etwa die USB-Schnittstellen eine 5-Volt-Spannungsversorgung, die sich zwischen 4,75 und 5,25 Volt bewegen darf, also auf 5 Prozent genau sein sollte.
3.3V Voltage: Neben einigen Hauptplatinenkomponenten wird auch der PC-Arbeitsspeicher mit der Spannung von 3,3 Volt versorgt. Sie darf maximal um 5 Prozent schwanken, also zwischen 3,14 und 3,47 Volt variieren.
CPU Voltage: Je nach CPU-Modell sollte dieser Wert zwischen 0,8 und 1,7 Volt eingestellt sein und dann auch nicht mehr über diesen Bereich hinausgehen.
Zumindest im Prozessor und auf der Hauptplatine befinden sich Temperatursensoren, deren Werte Sie im Bios kontrollieren können. Im Hardware-Monitoring-Menü finden Sie die Messwerte in Grad Celsius und Fahrenheit. Wie es um den Prozessor steht, erfahren Sie bei „CPU Temperature“. Die Temperatur der Hauptplatine ist unter „MB Temperatur“ ersichtlich. Sollte die CPU überhitzen, prüfen Sie im selben Menü, ob die CPU-Spannung unter „CPU Voltage“ noch passt. Falls ja, kann es sein, dass das Gehäuse nicht stark genug belüftet wird: Prüfen Sie die Hauptplatinentemperatur. Ist diese zu hoch, muss ein Lüfter in die PC-Front eingebaut werden. Ob ein bereits vorhandener Lüfter schnell genug läuft, können Sie im nächsten Abschnitt prüfen. Steigt die Temperatur trotz eines Gehäuselüfters, lohnt eventuell die Reinigung des PC-Innenraums mithilfe eines Staubsaugers und Pinsels. Entfernen Sie den Staub von den Bausteinen, Kühlkörpern und Lüftern.
In den meisten modernen Bios-Bausteinen ist eine Lüftersteuerung integriert – sie ist nur standardmäßig deaktiviert. Stellen Sie im Bios unter „Power, Hardware Monitor“ die Werte für „CPU Q-Fan Control“ und „Chassis Q-Fan Controls“ von „Disabled“ auf „Enabled“. Oft können Sie noch die Betriebsart wählen. „Silent Mode“ ist okay, wenn es im PC nie über 40 Grad Celsius warm wird. Zum Übertakten ist der „Performance Mode“ am besten geeignet. Dazwischen gibt es als Kompromiss zwischen Kühlleistung und Lüftergeräusch den Modus „Optimal“. Die CPU-Lüfterdrehzahl wird bei „CPU Fan Speed“ angezeigt, die Drehzahl der Gehäuselüfter darunter, etwa bei „Cassis Fan 1 Speed“. Ist der Lüfter deaktiviert, nicht angeschlossen oder wird er nicht durchs Bios überwacht, dann wird Ihnen das durch die Angabe „[N/A]“ mitgeteilt. Sollte das Tempo jedoch auf „0“ stehen, ist der entsprechende Lüfter defekt: Schalten Sie Ihren PC sofort ab, und prüfen Sie, ob in dem Lüfter nur ein Kabel eingeklemmt ist. Tauschen Sie gegebenenfalls den Lüfter aus.


