05.03.2012, 08:48

Oskar Greb

Handy & Navi

Vergleich: Klassisches Navigationsgerät gegen Navi-App

Können Smartphone-Apps wirklich alles, was klassische Navigationsgeräte auch können? Wir zeigen die Unterschiede.

Smartphones eignen sich durch eingebaute GPS-Chips und Zusatz-Straßenkarten sogar zur Routenplanung. Doch wie schlagen sie sich im Vergleich zu klassischen Navis?
Moderne Smartphones enthalten einen GPS-Chip zur Ortsbestimmung. Damit kann man eine Menge machen: Infos zu Sehenswürdigkeiten abrufen, beim Sport die Trainingsstrecken aufzeichnen, Schatzfundorte in einem Augmented-Reality-Spiel finden oder den Sprössling über sein Handy orten et cetera. Ein Smartphone lässt sich aber auch prima als Navigationsgerät einsetzen – Zubehör vorausgesetzt.

Smartphone als Navi: Aktualität und Vielfalt
Manche Navi-Programme fürs Smartphone arbeiten onboard, sprich Software und Kartenmaterial sind im Speicher des Telefons abgelegt, Routenberechnungen sind damit kostenlos. Um Kartenaktualisierungen muss man sich aber selbst kümmern (bei Navis sollte man alle 12 bis 24 Monate einen neuen Kartensatz besorgen). Andere Apps arbeiten offboard, lokal gespeichert ist nur ein kleines Programm, das Daten aus dem Internet holt. Vorteil: Das Kartenmaterial wird stets aktualisiert. Von Nachteil ist aber, dass ohne Flatrate happige Zusatzkosten für die Routenplanung anfallen und in entlegenen Gebieten ohne Funknetz keine Routen planbar sind.

Navigation mit Android: Die besten Apps

In den meisten Fällen punktet das Smartphone durch seine Vielseitigkeit. So kann man beim Handy die Navigations-Software wechseln, etwa um von einer Offboard-Routensuche mit teuren Internetaufrufen zu einer Anwendung zu wechseln, die Karten für den Weg bis zum Ziel günstig per WLAN in den Speicher lädt. Schließlich lässt sich mit Handys sogar die Position in geschlossenen Gebäuden bestimmen: Abfragen per WLAN und vor allem die Auswertung der Funkzellen-Signalstärke machen es möglich.

Zudem gibt’s für Handys reichlich Navi-Lösungen. Einen pfiffigen Ansatz bietet etwa Wikitude Drive. Die App erlaubt Navigation in Echtzeit, indem sie stets ein Live-Videobild der Straße über die Handy-Kamera aufzeichnet und die Routenanweisungen darüber legt. Der Vorteil ist die erhöhte Verkehrssicherheit: Falls man kurz den Blick von der Straße abwendet, zeigt die Kamera das aktuelle Bild von der Straße. Das rund zehn Euro teure Programm verlangt der Hardware aber viel ab. So läuft es derzeit nur unter einigen leistungsstarken Android-Handys. Nachteilig ist auch die permanent erforderliche, schnelle Internetverbindung, da Wikitude Drive Routing-Daten von Servern online holt.
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