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Hacker werfen US-Unternehmen Faulheit vor

22.07.2002 | 14:31 Uhr |

Vor wenigen Tagen gelang es Hackern, Zugriff auf die Website der US-Zeitung "USA Today" zu erlangen. Sie stellten eine Reihe gefälschter Nachrichten online und zeigten auf diese Weise, dass Website-Defacement nicht nur ärgerlich, sondern auch durchaus gefährlich für Ruf und Geldbeutel des betroffenen Unternehmens sein kann. In einem Interview werfen Hacker Administratoren und Geschäftsführern Faulheit vor.

Vor wenigen Tagen gelang es Hackern, Zugriff auf die Website der US-Zeitung "USA Today" zu erlangen. Sie stellten eine Reihe gefälschter Nachrichten online und zeigten auf diese Weise, dass Website-Defacement nicht nur ärgerlich, sondern auch durchaus gefährlich für Ruf und Geldbeutel des betroffenen Unternehmens sein kann.

In einem Interview mit Computerworld, Analysten, Hackern und Mitgliedern einiger der berühmtesten Defacement-Gruppen kristallisierte sich heraus, dass es für die Zeitungsmacher weitaus schlimmer hätte kommen können. Dies berichtet unsere Schwesterpublikation "PC World" .

Neben den in diesem Fall geringen Ausfallzeiten müssen sich Unternehmen auch über mögliche finanzielle Schäden im Klaren sein. So meint Peggy Weigle, CEO von Sanctum, einem Consulting-Unternehmen im Sicherheitsbereich: "Stellen Sie sich vor, es würde eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der behauptet wird, dass der CEO und der CFO aufgrund von nicht weiter bekannten ethischen oder finanziellen Fehlern zurücktreten. Der Aktienkurs würde unmittelbar in den Keller gehen", so Weigle. Unternehmen sollten Inhalte immer überprüfen, bevor sie online gestellt werden, so ihr Rat.

"In unseren Tests fanden wir heraus, dass 90 Prozent aller Attacken mit schlechten Konfigurationen und Administratoren zusammenhängen, die die genutzte Software nicht fortlaufend updaten", so EPiC, Kopf einer so genannten "White Hat"-Hacker-Gruppe namens Hack3r.com.

Ein weiterer Hacker unterstützt seine Meinung. So kann "Hackah Jak" innerhalb von Minuten "ein Programm erstellen, um das Internet nach zwei Jahren alten Sicherheitslücken zu scannen". Obwohl er eigenen Angaben zufolge nicht mehr hackt, gibt Jak an, in diverse Firmennetzwerke eingedrungen zu sein, darunter in die von so namhaften Unternehmen wie Sony oder Anheuser-Busch.

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