App-Entwicklung

Grenzen von HTML5 bei der App-Erstellung

Montag den 26.09.2011 um 17:11 Uhr

von Neil McAllister

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Mit HTML5, CSS und Javascript lassen sich plattform- übergreifend Apps entwickeln. Sagen die Anhänger dieser Technik. Doch HTML5 ist nicht für alles geeignet.
Android-Apps werden mit Java entwickelt, iOS-Apps mit Objective-C. Windows Phone 7-Apps mit C# oder VB.net. Doch immer öfters ist auch von HTML die Rede, wenn es um die App-Entwicklung für Smartphones und Tablets geht. Sogar bei Windows 8 setzt Microsoft auf HTML5.

Als Palm seine WebOS Plattform veröffentlicht hat, behauptete das Unternehmen, dass Entwickler für die Erstellung von Apps lediglich die gängigen Web-Standards benötigen würden. Microsoft hat das gleiche bei Windows Phone 7 behauptet. Und Googles Chrome Browser hat einen „Web Store" in dem Sie Desktop-Web-Anwendungen kaufen können. Aber richtig überrascht waren wir, als eine kürzlich veröffentlichte Demo zeigte, wie Entwickler in Zukunft HTML5 nutzen können, um Anwendungen für Windows 8 zu schreiben. Dies führte zur Panik unter den Windows-Entwicklern, die darauf spekulierten, dass Microsoft die Unterstützung von Silverlight und sogar .Net fallen lassen würden.

HTML5 ist in der Tat ein tolles Werkzeug und wird großartige Dienste im Web liefern, aber in letzter Zeit wird es zu hoch gelobt, wie die Kollegen unserer Schwesterpublikation PC-World meinen. HTML5 ist noch lange kein universelles Entwicklungswerkzeug. Die PC-World stellt Ihnen hier ein paar Nachteile von HTML5 vor, die Sie bei der App-Entwicklung beachten sollten.

Viel Erfolg bei ALLEM mit HTML allein

Wenn jemand sagt, Sie könnten Apps mit HTML erstellen, dann stimmt das nicht. Richtig ist: Sie können Apps erstellen, indem Sie HTML und JavaScript zusammen verwenden. Aber selbst diese Kombination ist eigentlich nicht ausreichend. Das Minimum, das Sie für eine richtige Web-Anwendung benötigen, besteht aus HTML, JavaScript und CSS. Diese drei separaten Sprachen brauchen Sie gleichzeitig. Das Engagement von W3C für HTML5 hat sogar noch mehr Programmierschnittstellen zu den vielen Web-Standards hinzugefügt, sodass Multithreading und lokale Speicherung möglich sind. Unter der Annahme, dass Ihre App nicht mit irgendwelchen serverseitigen Komponenten kommuniziert, reichen diese drei Programmiersprachen aus. Andernfalls müssten Sie weitere Sprachen, Programmierschnittstellen und Standards berücksichtigen.

Montag den 26.09.2011 um 17:11 Uhr

von Neil McAllister

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (1)
  • Avorin 13:27 | 27.09.2011

    Typisch deutscher IT-Journalismus

    Warum wird hier mal wieder so offensichtliches Halbwissen verbreitet? Wer erlaubt solchen Schund zu veröffentlichen?

    Der Artikel ist Unfug. HTML eignet sich für alle Interfaces, allein schon weil es nichts mit der Darstellung zu tun hat. Demnach kann man damit selbstverständlich auch "Benutzeroberflächen" (Eine Webseite ist auch eine Benutzeroberfläche, nur nicht die einer App) erstellen. Für die Darstellung ist CSS verantwortlich, die alte Version (CSS 2.1) ist tatsächlich nicht gut für Applikationen geeignet, die neue Version jedoch (CSS3) ist Einwandfrei dafür geeignet und hat die gleichen Fähigkeiten(Flexbox, Grid etc.) wie die von MS extra für den Desktop erstellten Sprachen(bspw XAML).

    Außerdem wird die angeprangerte Teilung der Programmiersprachen von allen Entwicklern auf der Welt manuell "nachgeholt", die Trennung in Logik(JavaScript), Optik(CSS) und Daten(HTML) ist ein sehr wichtiges Konzept der Programmierung und ist demnach vielmehr ein Vorteil als ein Nachteil.

    Mit NodeJS benötigt ich keine weitere Sprache um mit einem Server zu kommunizieren, sicherlich ist Node noch nicht so verbreitet wie LAMP, das Niveau von Rails jedoch ist nicht mehr weit entfernt. Den eigentlichen Zweck nicht ausser acht gelassen.

    "Und wer wird sich schon die Zeit nehmen, um webbasierte Anwendungen zu erschaffen, die sich auf jeder Plattform „nativ" anfühlen? Niemand."

    Das ist ebenso Falsch, es existiert seit 1.5 Jahren ein sehr großes und erfolgreiches Projekt (jQuery Mobile) mit dem alle verschiedenen mobilen Geräte abstrahiert werden, so dass eine App überall "nativ" wirkt.

    "Aber warum um Himmels willen sollten Sie HTML auswählen, um eine Anwendung für eine einzige Plattform zu erstellen?"

    Warum um Himmels willen sollten sie so bescheuert sein ihre App auf eine Platform(und demnach ein begrenztes Verbreitungs- und Profitpotenzial) zu beschränken, obwohl eine hervorragende Alternative besteht?Anwendungsentwickler wünschen sich seit Jahren ein simples und schnelles System wie CSS um Desktop-Apps zu Stylen und anzupassen.

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