HTC Sence

Dienstag den 25.01.2011 um 10:45 Uhr

von Armando Rodriguez, Ginny Mies

Wo ist es installiert? Auf vielen HTC-Smartphones, nicht aber auf dem Google Nexus One.

Die Benutzeroberfläche von HTC Sense unterscheidet sich am meisten von der originalen Android-Benutzeroberfläche. Der Bildschirm sieht aufgeräumter und eleganter als üblicherweise aus. Insgesamt erwecken die HTC Smartphones einen seriösen Eindruck. In allen Bereichen wie zum Beispiel beim Entsperren-Bildschirm wurde Android etwas optimiert und verschönert.

Das Betriebssystem Sense ermöglicht es dem Nutzer eine sogenannte „Szene" zu erstellen. Damit können Sie unterschiedlichste Home-Bildschirm-Profile abspeichern und je nach Bedarf können Sie diese zur gegebenen Zeit wieder aufrufen. Wenn Sie Ihr HTC beispielsweise privat und geschäftlich nutzen, dann können Sie eine Arbeits-„Szene" erstellen, in der Sie die nicht benötigten sozialen Netzwerke herauslöschen. Stattdessen können Sie Büroanwendungen auf dem Home-Bildschirm abspeichern wie beispielsweise Quickoffice.

Neben den Standard-Android-Widgets hat HTC seinen Smartphones noch einige weitere eigene Widgets hinzugefügt. Diese fügen sich hervorragend in das Design der gesamten Benutzeroberfläche ein. Für Fans von Social Communities ist zum Beispiel Friend Stream, das Inhalte aus Facebook, Twitter und Flickr in sich vereint. Sie können schnell und einfach Ihre Nachricht in alle sozialen Netzwerke, an denen Sie teilhaben, schicken. Selbstverständlich geht das sehr viel schneller, als würden Sie jede einzelne App aufrufen und Ihren Status jedes Mal aufs Neue eintippen und aktualisieren.Allerdings verliert man bei Friend Stream schnell den Überblick, insbesondere auf HTC-Smartphones mit kleinem Bildschirm und kleiner Bildschirmauflösung. Ein weiterer Nachteil: Es dauert eine ganze Weile bis die sozialen Netzwerke durchforstet wurden und sich die App aktualisiert hat. Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie viele Leute in Ihrer Kontaktliste haben.

Ein anderes tolles Widget zeigt Ihnen das Wetter. Das Besondere daran sind die witzigen Animationen, welche passend zum Wetter auf dem Home-Bildschirm erscheinen. Beispielsweise werden bei Regen Regentropfen und Scheibenwischer angezeigt.

Sense bietet einem die Möglichkeit, allen Home-Bildschirme per Pinch-to-Zoom auf einmal zu betrachten. Auf diese Art und Weise erhalten Sie eine gute Übersicht über Ihre installierten Programme. HTC hat bei Sense zudem das Adressbuch erweitert. Bei jedem Kontakt erhalten Sie nützliche Informationen über die Person und die letzten Aktivitäten werden eingeblendet. Die Anzeige beschränkt sich nicht auf Nachrichten und Telefonate, sondern zeigt auch die Facebook- und Twitter-Aktualisierungen der Person an.

Alles in allem können wir HTC Sense allen empfehlen, die genug von der kahlen Android-Benutzeroberfläche haben.

Fazit

Obwohl die hier vorgestellten modifizierten Benutzeroberflächen für manche Nutzer sehr hilfreich sind, sollten Sie immer im Hinterkopf behalten, dass die Unternehmen diese GUIs nicht ohne Hintergedanken installieren. Die veränderte Benutzeroberfläche ist für die Unternehmen wertvoll, da sie hierdurch ihr Marken-Logo im Mittelpunkt positionieren können. Zudem stellt die Oberfläche eine Kundenbindungsmaßnahme dar: Hat sich der Anwender daran gewöhnt, möchte er sich nicht mehr umstellen. Und kauft im Zweifelsfall wieder ein Smartphone mit der gleichen Oberfläche. Überlegen Sie sich vor dem Kauf also genau, welche Android-Oberfläche Ihnen am besten liegt und probieren Sie alle vorher aus.

Der Originalartikel wurde von Armando Rodriguez und Ginny Mies verfasst.

Dienstag den 25.01.2011 um 10:45 Uhr

von Armando Rodriguez, Ginny Mies

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (0)
781491