Das neue iPAQ-Modell 514 (läuft mit Windows Mobile 6 Standard) erfüllt auf den ersten Blick eine von uns als wichtig beschriebene Bedingung für gute Business-Phones nicht: Es verfügt nur über eine typische T9-Handytastatur. Diesen Umstand gleicht es aber mit einer überaus pfiffigen Design-Philosophie aus. Es vertraut in vielen Punkten auf Sprache. So können Sie sich E-Mails vorlesen lassen (von einer synthetischen, insgesamt gut verständlichen Sprecherin). Und anstatt sich nun für die Antwort mit den Tasten herumzuquälen, nehmen Sie einfach eine Sprachnachricht auf und schicken diese (automatisiert) als Anhang einer normalen E-Mail! Auch die meisten Menüfunktionen können Sie, nach Druck einer speziellen Taste, per Sprachkommando auswählen.
Durch die wegfallende Buchstabentastatur hat der HP iPAQ normales Handy-Format; handlicher werden Business-Phones nicht mehr. Seine 1,3-Megapixel-Kamera ist allerdings nur für Schnappschüsse geeignet, und das Software-Angebot ist aufgrund von Windows Mobile 6 Standard (entspricht der „Smarthone Edition“ von WM 5) weniger groß als für die anderen Versionen.
In Sachen Datenfunk lässt er kaum keine Wünsche offen: Quadband-GSM, GPRS/EDGE, WLAN (b/g) und Bluetooth stehen zur Verfügung. Ohne WLAN hält der Akku fast 7 Stunden Dauerbenutzung durch. Besonders gefallen hat uns, dass das Einrichten von Internetzugang und Push-E-Mail einfach vonstatten geht – die WLAN-Einrichtung hingegen ist etwas fummelig geraten. Das Display stellt 176 x 220 Pixel dar, das ist fürs Lesen von Word-Dokumenten zu wenig, für E-Mails, Termine und Kontakte aber völlig ausreichend. Für Firmen-IT-Strukturen eignet sich der iPAQ 514 durch die implementierte Over-the-Air-Wartungsmöglichkeit (OTA). Der unsubventionierte Preis: rund 350 Euro.
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