25.01.2013, 13:26

Michael Rupp

Smart-TV

Der richtige Klang für das perfekte TV-Vergnügen

Erst mit dem richtigen Klang wird das Heimkino-Erlebnis perfekt. ©istockphoto.com/RuslanDashinsky

Zum perfekten TV-Vergnügen gehört auch der richtige Sound. Für einen veritablen Kinoton sind dabei mehr als zwei Lautsprecher notwendig.
Ein optimaler TV-Klang begeistert – ob man sich nun einen Film ansieht, eine TV-Show oder Dokumentation guckt oder einem Polit-Talk folgt. Guter Sound entsteht nicht nur im Kopf, vielmehr kommt es dabei auf die Abstimmung aller Komponenten an. Was unter gutem Fernsehklang zu verstehen ist, lässt sich nicht allgemeingültig definieren, schließlich ist die Klangwahrnehmung stark vom persönlichen Empfinden geprägt und damit subjektiv. Für ein wohlklingendes Sound-Erlebnis am Fernseher lassen sich allerdings einige allgemeine Kriterien definieren. Insbesondere detailgetreu, linear, unverzerrt und lebendig soll die Klangreproduktion in den eigenen vier Wänden sein.

So entsteht die optimale Raumklangwirkung
Die Audio-Mehrkanaltechnik mit Rauminformationen für die Klangwiedergabe schafft beim Fernsehen ein stimmiges akustisches Surround-Ergebnis. Zu den beiden Frontlautsprechern kommen eine Center-Box direkt beim Fernseher sowie weitere Lautsprecherpaare hinzu, die seitlich und schräg nach hinten versetzt platziert werden. Ein Sound-Decoder verteilt die Toninfos der einzelnen Surround-Kanäle an die jeweiligen Boxen, sodass eine eindrucksvolle Klangatmosphäre entsteht, die den ganzen Raum einnimmt und den Eindruck entstehen lässt, der Zuschauer wäre mitten im Geschehen. In der Vergangenheit wurden vorwiegend Filme und Konzertmitschnitte mit Rundum-Sound ausgestattet. Mittlerweile kommt die Technik aber auch immer mehr bei TV-Shows und Dokumentationen zum Einsatz.
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Pseudo-Raumklang mit TV-Bordmitteln
Wenn Sie von vornherein wissen, dass Sie keine separate Surround-Anlage nutzen werden, lohnt beim TV-Kauf ein genauer Blick auf die Raumklangausstattung. In modernen Smart-TVs stecken nicht nur mehrere Lautsprecher, sondern auch einiges an Steuerelektronik, um eine Art Pseudo-Raumklang zu erzeugen. Dieser soll eine Klangkulisse schaffen, die an eine echte Surround-Konfiguration angelehnt ist. Die Simulation macht sich den Umstand zunutze, dass das menschliche Gehör von seiner Anatomie her nur sehr beschränkt die genaue Richtung von Schall bestimmen kann. Deshalb greift das Gehirn für die Positionsbestimmung von Schallquellen auf zeitliche Komponenten, also minimale Verzögerungen, im wahrgenommenen Tonsignal zurück und ordnet diese bestimmten Richtungen zu. Nimmt man beispielsweise einen Ton um Millisekunden versetzt und in abgeschwächter Form erneut wahr, entsteht der akustische Eindruck von Hall und dadurch der eines großen Raums.

Der Signalprozessor im Smart-TV arbeitet mit vergleichbaren Timing-Tricks, um mit den im Gehäuse eingelassenen Lautsprechern eine Raumklang-Atmosphäre zu erzeugen. Das Ergebnis ist zwar oft überraschend gut, da es sich jedoch um eine Simulation handelt, harmoniert die Technik allerdings nicht mit allen TV-Inhalten gleichermaßen.
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