16.05.2012, 09:05

Thomas Bär/Frank-Michael Schlede

Gut, besser – Add-ons!

Praktische Erweiterungen für beliebte Programme

Gutes kann noch besser werden: Nützliche Add-ons gibt es für eine Reihe von Anwendungen. ©iStockfoto.com/onurdongel

Es gibt gute Tools und Programme, die fast jeder Nutzer auf seinem Windows-PC einsetzt – und das häufig schon über die Jahre und Windows-Versionen hinweg. Doch perfekt sind auch so bekannte und beliebte Programme wie Dropbox, Open Office oder der Total Commander nicht. Jedenfalls nicht so perfekt, dass sie nicht durch eine der von uns hier vorgestellten Erweiterungen deutlich verbessert und/oder erweitert werden könnten.
Geheim und sicher

SecretSync für Dropbox

Dropbox hat sich zu dem Werkzeug vieler Anwender entwickelt, wenn darum geht, Daten in der Cloud abzulegen oder auch für andere Nutzer bereitzustellen. Aber dieser Speicher, der die Daten „irgendwo in Amerika“ ablegt, genießt zu Recht nicht das höchste Vertrauen: Wenn Sie persönliche, wichtige Daten dort ablegen, möchten Sie sie vielleicht verschlüsseln. Secret Sync ist hier die ideale Ergänzung zu Dropbox. Die Software legt einen sogenannten Pipeline-Ordner für die Weiterleitung der Daten an, der leicht über einen automatisch generierten Link auf dem Rechner zugänglich ist. Als Installationsvoraussetzung muss Java auf Ihrem System vorhanden sein, die Lösung kann dies aber selbstständig installieren.
Nach der Installation führt SecretSync eine automatische Synchronisation mit Dropbox durch, wobei sichergestellt ist, dass die Daten Ihren PC nur verschlüsselt (AES-256) verlassen! Da die Ver- und Entschlüsselung immer auf dem eigenen System stattfindet, besteht auch keine Gefahr, dass die Daten in falsche Hände geraten. Der Anbieter stellt ein Datenvolumen von 2 GByte zur Verfügung, die Sie kostenlos verschlüsseln dürfen – diese Menge dürfte für die meisten Dropbox-Konten ausreichen.
Der Schlüssel zum Sichern der eigenen Dateien muss allerdings ebenfalls von einem amerikanischen Server angefordert werden. Wer damit leben kann und der englischen Sprache mächtig ist, findet hier ein einfaches und gut einzusetzendes Werkzeug, um seine Daten sicher auf einem Dropbox-Account abzulegen.
Betriebssysteme: Windows XP, Vista und Windows 7, MAC OS X, Ubuntu Linux (Java und .Net Framework 3.5 sind notwendig) Sprache: Englisch Preis: Freeware
Ergänzung und Add-on:

Dropbox Shell Tools

Der Einsatz von Dropbox ist einfach und praktisch: Noch praktischer wäre es doch, wenn Sie direkt aus dem Windows-Explorer heraus mit einem Rechtsklick seine Dateien auf seinem Dropbox-Laufwerk ablegen könnten. Das hat sich auch der Entwickler der Software Dropbox Shell Tools gedacht und eine Shell-Erweiterung für den Windows Explorer geschrieben, die diesen Komfort bietet.
Das kleine Programm befindet noch in der Entwicklung, weshalb es auch als Version 0.2 RC1 bezeichnet wird und der Entwickler davor warnt, dass es zu Abstürzen des Explorers führen kann. Bei der Installation über eine GUI können Sie auch eigene Aktionen definieren, die Sie dann direkt über das Menü ausführen können.
Nach der Installation verhält sich das Programm unauffällig: Nach der Auswahl einer Datei kann der Nutzer dann einfach über einen Rechtsklick im Kontextmenü den Eintrag „Dropbox“ auswählen und dann beispielsweise entscheiden, ob die entsprechende Datei in den Public Folder der Dropbox oder in einem anderen Ordner kopiert werden soll. Auch das Verschieben der Datei ist hier dann problemlos möglich. Die Dropbox Shell Tools sind eine Erweiterung, die Dropbox so sinnvoll und praktisch ergänzt, dass man sich unwillkürlich fragt, warum sie nicht gleich beim Programm dabei ist.
Ein wichtiger Hinweis zum Einsatz des Programms: Es verlangt die Dropbox-ID – nach der auch wir zunächst vergeblich suchten. Diese Nummer ist in jedem öffentlichen Link zu finden, den ein Anwender freigibt. Nähere Infos dazu auch unter dieser Adresse: http://www.geekbone.de/geekbone-blog/?p=562
Betriebssysteme:Windows XP, Vista und Windows 7 Sprache: Deutsch Preis: Freeware
Werkzeuge für Vielschreiber:

writertools

Auch große und umfangreiche Programmsuiten können durch Ergänzungen und Add-ons noch verbessert oder erweitert werden. Ein gutes Beispiel dafür sind die writertools , die Sie gleichermaßen für OpenOffice und LibreOffice einsetzen können. Mit dieser Ergänzung wird gerade „Vielschreibern“ eine gut zu nutzende Sammlung von Werkzeugen und Hilfen gegeben, die sich gut in die freien Office-Suiten einfügt. Die Installation ist schnell und einfach abgehandelt und kann mit dem Extension Manager der Office-Programme erledigt werden.
Danach steht Ihnen in der Menüleiste der Programme ein neuer Eintrag mit der Bezeichnung „Writer’s Tools“ zur Verfügung, der in einem Drop-Down-Menü die lange Liste der nun vorhandenen Möglichkeiten zeigt.
Neben der Möglichkeit, markierte Worte sofort direkt in verschiedenen Online-Portalen nachzuschlagen (Lookup Tool), stehen unter anderem der Zugriff auf Amazons S3-Speicher zu Backup-Zwecken und Möglichkeiten zur automatischen Verkürzung von URLs zur Verfügung. Der einzige Nachteil dieser Freeware-Lösung besteht im Augenblick darin, dass sie noch nicht in deutscher Sprache angeboten wird.
Betriebssysteme: Windows XP, Vista und Windows 7, Linux Sprache: Englisch Preis: Freeware
Mehr Power für den Commander:

Catalog (3.1.7) und DiskDir (1.1)

Viele Nutzer sind mit den Möglichkeiten und dem Bedienkomfort, den der Windows Explorer bietet, nicht zufrieden. Jedoch können Sie aus einer reichen Auswahl an Free- und Shareware-Programmen wählen, die Ihnen alternative Dateimanager bieten. Zu einem der meistgenutzten Programme gehört dabei sicher der Total Commander , der stetig weiterentwickelt und aktuell in der Version 7.57a angeboten wird.
Doch auch ein Tool, das bereits derart viele Funktionen und Möglichkeiten anbietet, kann noch erweitert und verbessert werden. So stellen dann die Entwickler des Total Commanders auf ihrer Web-Seite unter der Adresse http://www.ghisler.com/dplugins.htm eine ganze Reihe von Plugins als interne Erweiterungen für diese Software bereit. Wir haben uns mit „Catalog“ und „DiskDir“ zwei dieser Erweiterungen exemplarisch herausgesucht. Auf der Web-Seite können Sie noch eine ganze Reihe weiterer Plugins herunterladen, die verschiedenen Autoren erstellt haben und unter anderem das Arbeiten mit unterschiedlichen Datei- und/oder Datenbanktypen ermöglichen oder spezielle Pack-Programme und –Formate unterstützen. Die Erweiterung „Catalog“ ermöglicht es, Dateien und Verzeichnisse auszuwählen und damit Listen (Kataloge) im selbstgewählten Format zu erstellen. Ähnliches gelingt auch mit DiskDir, wobei Sie hier automatisch Listen von Dateien und Verzeichnissen samt Unterverzeichnissen erstellen können, wodurch sich diese Erweiterung zum Beispiel gut zum Erstellen von Inhaltsverzeichnissen von CDs/DVDs oder anderen Datenträger eignet.
Die Installation der Plugins ist ähnlich wie die Oberfläche des Total Commanders etwas „archaisch“ geraten und erinnert in ihrer Umständlichkeit an die frühen Zeiten von Windows XP. Wenn Sie sich daran nicht stören, können Sie mit Hilfe dieser Erweiterungen ein an sich schon mächtiges Tool noch flexibler machen.
Betriebssysteme: alle Windows-Versionen ab Windows 95 bis Windows 7, zusätzlich auch Windows 3.1 Linux Sprache: Deutsch (Erläuterungen zu Erweiterung zumeist in Englisch) Preis: Freeware
Besser mit Virtualisierung umgehen:

Virtual Box Extension Pack

Ganz gleich, ob Sie Ihre neue Betriebssystemversion auf Herz und Nieren prüfen oder neue Software und Einstellungen testen wollen: Tools für die Virtualisierung auf dem Windows-Desktop erfreuen sich großer Beliebtheit. Dazu zählt ohne Zweifel auf die Software „Virtualbox“, die vom Softwareriesen Oracle zum kostenlosen Download angeboten wird. Aber auch hier geht noch mehr: Auf der gleichen Download-Seite unter https://www.virtualbox.org/wiki/Downloads stellt die Firma auch ein spezielles Erweiterungspaket für die Lösung bereit, dass die Funktionalität der Virtualisierungs-Software deutlich erweitert.
Mit ihrer Hilfe bekommt die Lösung eine virtuelle USB-2.0-Schnittstelle zur Verfügung gestellt (USB 2.0 EHCI) und unterstützt zusätzlich das Virtual Box Remote Desktop Protocol (VRDP). Die bei der Lösung zu Einsatz kommende virtuelle Netzwerkkarte E1000 bekommt mit dieser Erweiterung zudem ein Intel PXE-Boot ROM (Preboot eXecution Environment) spendiert, wodurch das Booten eines System über das Netzwerk ermöglicht wird. Besonders gut gelungen fanden wir hier die Installation des Zusatzpakets: Nach einem Doppelklick auf die heruntergeladene Datei führt ein Assistent den Anwender durch die notwendigen Schritte. So bekommen die Nutzer schnell und sicher eine Virtualisierungs-Lösung, die mit einigen zusätzlichen Eigenschaften aufwarten kann, von denen gerade die Unterstützung von USB-2.0-Geräten ist.
Unsere Empfehlung: Wenn Sie die Virtualbox von Oracle nutzen, sollten Sie unbedingt auch diese Erweiterung installieren.
Betriebssysteme: Windows, Mac OS X, Linux und Solaris Sprache: Oberfläche: Deutsch/ Hilfetexte: Englisch Preis: Freeware
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