Online Kaufen

Seriöse Online-Shops durch Gütesiegel und WOT erkennen

Dienstag, 25.09.2012 | 11:45 von Peter Stelzel-Morawietz
Trotz einiger Kontrollmechanismen kommt es bei Shop-Bewertungen immer mal wieder zu Manipulationen. So hat kürzlich der österreichische Ableger Geizhals.at einem Hersteller von SSD-Festplatten vorgeworfen, die eigenen Produkte immer wieder mit der Bestnote, die der Konkurrenz dagegen mit der schlechtesten Note bewertet zu haben. Etwas kritische Distanz zu den Produkt- und Shop-Bewertungen kann also nicht schaden. Für Vertrauen sorgen schließlich verschiedene Gütesiegel für die Händler: Trusted Shops, Safer Shopping vom TÜV Süd, Datenschutz Cert und Geprüfter Onlineshop sind wichtige Auszeichnungen, die die Initiative D21, ein Zusammenschluss aus deutscher Politik und Wirtschaft, ausdrücklich empfiehlt.

Diese Siegel für Online-Shops sorgen für Mindeststandards,
die vom ordnungsgemäßen Impressum bis zum Beschwerde-Management
reichen.
Vergrößern Diese Siegel für Online-Shops sorgen für Mindeststandards, die vom ordnungsgemäßen Impressum bis zum Beschwerde-Management reichen.

Eine weitere Kontrollmöglichkeit bietet der Surfschutz Web of Trust (WOT). Dieses Browser-Plug-in für Firefox, Chrome, Internet Explorer, Safari und Opera zeigt, ob die aktuell geöffnete Webseite vertrauenswürdig ist oder nicht. Nach der Installation des Plug-ins erscheint links oben vor der Adresszeile im Browser ein Symbol, das bei den meisten Seiten in grüner Farbe deren Vertrauenswürdigkeit signalisiert. Ist eine Webseite dagegen nicht vertrauenswürdig, können Sie nur weitersurfen, wenn Sie den Warnhinweis ausdrücklich ignorieren.

„Diese Seite hat einen schlechten Ruf“: Das
Browser-Plug-in WOT weist auf Gefahren bei wenig vertrauenswürdigen
Webseiten und damit auch beim Online-Einkauf hin.
Vergrößern „Diese Seite hat einen schlechten Ruf“: Das Browser-Plug-in WOT weist auf Gefahren bei wenig vertrauenswürdigen Webseiten und damit auch beim Online-Einkauf hin.

Zum Schluss darf eine Anmerkung nicht fehlen: Die Preissuchmaschinen überprüfen meist mehrmals täglich die Preise. Weil es den Händlern aber freisteht, ihre Preise jederzeit zu ändern, finden Sie in den Listen stets einen entsprechenden Hinweis. Kontrollieren Sie aus diesem Grund bei der Bestellung nochmals den Preis direkt auf der Shop-Seite! Online-Shops sind längst nicht die einzige Möglichkeit, im Internet einzukaufen. Auch Amazon und E-Bay bieten Händlern wie Privatleuten die Möglichkeit, Produkte aller Art anzubieten. So empfiehlt sich durchaus ein gezielter Blick auf die Verkaufs- und Versteigerungsplattform E-Bay.


E-Bay, Kleinanzeigen, Powershopping und Tools
Die Erfahrung zeigt, dass sich viele Käufer gegenseitig regelrecht hochsteigern und die Auktionspreise deshalb vergleichsweise hoch ausfallen. Da lohnt es sich aus Käufersicht oftmals, 10 oder 15 Prozent mehr für Neuware inklusive der Händlergewährleistung auszugeben. Mit einem Tool haben Sie aber vielleicht Glück beim Steigern: Aborange Vertipptop durchstöbert E-Bay gezielt nach Tippfehlern in den Produktbeschreibungen. Wer seine Canon-Gehäuse versehentlich als „Conan“ eingestellt hat, erhält kaum Gebote, weil man das Produkt über die normale Suchmaske nicht findet. Entsprechend niedrig fallen die Auktionspreise aus. Dies lässt sich mit dem Vertipp-Tool ausnutzen – ein etwas fieser Trick.

Dieses kleine Programm spürt gezielt falsch geschriebene
Produkte auf, die die normale Produktsuche nicht findet: perfekt
für ein günstiges Schnäppchen.
Vergrößern Dieses kleine Programm spürt gezielt falsch geschriebene Produkte auf, die die normale Produktsuche nicht findet: perfekt für ein günstiges Schnäppchen.

Klassische Kleinanzeigen mit einer riesigen Warenauswahl gibt es auf Quoka.de . Voll im Web-2.0-Trend liegen ferner Seiten wie Groupon.de und Dailydeal.de . Das Prinzip dahinter ist, dass der Webdienst ein günstiges Angebot aushandelt, welches allerdings nur dann gilt, wenn sich genügend Käufer zusammenfinden. Die Rabatte sind oft außerordentlich hoch, aber mancher Käufer erliegt der Gefahr günstiger Schnäppchen, die er eigentlich gar nicht braucht. Das Gleiche gilt für sämtliche Arten von Rabatt- und Gutschein-Aktionen, Schnäppchenportale wie etwa Schnappilette.de oder auch die Wow-Angebote bei E-Bay.

Dienstag, 25.09.2012 | 11:45 von Peter Stelzel-Morawietz
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