Günstig mobil telefonieren
Handy-Tarifwahl
Grundgebühr war gestern: Es gibt Hunderte von Standardverträgen mit monatlichen Grundkosten, Prepaid-Karten und Discount-Tarife. Zeitgemäß für private Nutzer sind Tarifmodelle ohne Grundgebühr, mit Preisen von unter 10 Cent pro Minute in alle Netze und zu jeder Uhrzeit. Durch ihren Einheitstarif in sämtliche Netze stellen Handy-Discounter oft eine günstige Alternative zu den etablierten Netzbetreibern dar. T-Mobile feuert den Preiskampf mit der Zweitmarke Congstar an, ebenso E-Plus mit Simyo. Die meisten Discounter nutzen das E-Plus-Netz.
Tarifdatenbanken nutzen: Beim Vergleichen der Kosten helfen Datenbanken. Empfehlenswert sind Verivox, Handy-heute und Handytarife. Auf der Seite von Telfish können Sie Ihre Rechnung analysieren und sich einen neuen Tarif empfehlen lassen.
Gute Beratung ist Mangelware: In Handyläden oder bei Hotlines bietet man Ihnen allerdings oft nicht die günstigste Lösung an. Häufig werden einfach teure Tarife mit hohen Fixkosten und zwei Jahren Laufzeit vorgeschlagen. Schätzen Sie anhand Ihrer bisherigen Rechnungen ab, wie viel Sie innerhalb eines Monats telefonieren, wie viele Kurzmitteilungen und MMS-Clips Sie versenden und ob Sie Zusatzdienste nutzen.
Tarife fast maßgeschneidert: Wer kaum telefoniert, fährt mit einem Prepaid-Guthabentarif am besten, der an keine feste Vertragslaufzeit gebunden ist. Telefonieren Sie vor allem am Abend und am Wochenende, dann ist ein Discount-Tarif mit günstigen Minutenpreisen empfehlenswert. Wenn Sie hauptsächlich ins Festnetz und ein bestimmtes Mobilnetz wie Vodafone, E-Plus, O2 oder T-Mobile telefonieren, kann sich ein Vertragstarif mit Minuten-Paket lohnen. Für Familien und Partner optimal ist ein Tarif, der niedrige Preise auf interne Gespräche bietet. So telefonieren sie ab 3 Cent miteinander, wenn sie den gleichen Tarif nutzen.
SMS nicht eingeschlossen: Kurznachrichten und Anrufe ins Ausland sind nicht oder nur teilweise in den Pauschalen enthalten, ebenso Extras wie MMS-Versand und mobiles Surfen. Eine Flatrate kostet satte Grundgebühren, die Sie erst wieder hereintelefonieren müssen. Von einer Flatrate profitieren Sie vor allem, wenn Sie hauptsächlich tagsüber in der teuren Hauptzeit telefonieren oder das Handy als Ersatz für einen Festnetzanschluss nutzen.
Lassen Sie sich nicht in teure Verträge locken: Ob Sie mit einem Geräterabatt wirklich etwas sparen, hängt von Ihrem Telefonverhalten ab. Vielnutzer, die sich ohnehin für einen teuren Laufzeitvertrag mit monatlichen Grundkosten oder eine Flatrate entscheiden, profitieren vom Rabatt. Aber für viele ist es besser, einen günstigen Tarif mit niedrigen Minutenkosten zu wählen und das Handy selbst zu kaufen. Sind Sie mit Ihrem alten Handy noch zufrieden, behalten Sie es einfach.
Guthaben für den Nachwuchs: Prepaid-Karten eignen sich gut für Kinder und Jugendliche. Durch einen festen monatlichen Aufladebetrag können Eltern die Telefon- und SMS-Nutzung beschränken. Möchten Sie selbst hauptsächlich angerufen werden, nehmen Sie sich für eine Prepaid-Karte, deren Guthaben unbegrenzt gültig bleibt. Nicht empfehlenswert sind Prepaid-Tarife mit monatlichem Mindestumsatz.
Paket, Flatrate oder Guthaben? Viele Provider bieten Datenpakete als Option zum Basisvertrag an. Das lohnt sich für Nutzer, die nur selten online gehen. O2 etwa verlangt für 30 MB pro Monat 5 Euro – das reicht für private Mails. Wer mehr übertragen möchte, greift zu einer Daten-Flatrate. Dabei wird nicht nach Online-Zeit oder Datenvolumen abgerechnet, sondern Sie bezahlen wie bei DSL einen monatlichen Pauschalbetrag.
Üblich sind „Fair-Flatrates“, etwa bei den iPhone-Tarifen von T-Mobile: Zum Pauschalpreis erhält der Nutzer ein Datenvolumen, etwa 10 GB. Ist es verbraucht, wird das Übertragungstempo reduziert. Nicht alle Datendienste verlangen nach einem teuren Vertrag: Mit Web’n’Walk DayFlat (T-Mobile) und Websessions (Vodafone) gibt es auch Prepaid-Tarife.


