157944

Handy-Tarifwahl

25.06.2009 | 11:29 Uhr |

DSL-Flatrates sind ein alter Hut – jetzt heißt es beim Handy sparen! Die Provider unterbieten sich gegenseitig und werfen immer neue Tarifmodelle auf den Markt. Wir zeigen, wie Sie am meisten herausholen.

Die Laufzeit Ihres Mobilfunkvertrags neigt sich dem Ende zu – dann ist der richtige Moment gekommen, den Vertrag genauer zu prüfen. Möglicherweise profitieren Sie von einem Vertragswechsel und sparen jeden Monat einige Euro.

So prüfen Sie Ihren Altvertrag

Wenn Sie einen Vertrag schon seit Jahren haben, sollten Sie die Preise mit heute gültigen Tarifen vergleichen. In den meisten Fällen liegen die Gesprächspreise inzwischen deutlich niedriger, bis zu 30 Prozent Ersparnis dürfen Sie erwarten. Auch bei einem neueren Vertrag kann sich ein Providerwechsel lohnen.
Grundgebühr war gestern: Es gibt Hunderte von Standardverträgen mit monatlichen Grundkosten, Prepaid-Karten und Discount-Tarife. Zeitgemäß für private Nutzer sind Tarifmodelle ohne Grundgebühr, mit Preisen von unter 10 Cent pro Minute in alle Netze und zu jeder Uhrzeit. Durch ihren Einheitstarif in sämtliche Netze stellen Handy-Discounter oft eine günstige Alternative zu den etablierten Netzbetreibern dar. T-Mobile feuert den Preiskampf mit der Zweitmarke Congstar an, ebenso E-Plus mit Simyo. Die meisten Discounter nutzen das E-Plus-Netz.
Tarifdatenbanken nutzen: Beim Vergleichen der Kosten helfen Datenbanken. Empfehlenswert sind Verivox , Handy-heute und Handytarife . Auf der Seite von Telfish können Sie Ihre Rechnung analysieren und sich einen neuen Tarif empfehlen lassen.

Telefonierverhalten abwägen

Sind Sie Wenignutzer und möchten nur erreichbar sein – oder sind Sie ein Vieltelefonierer, der alle Gespräche übers Handy abwickelt? Ihr Tarif sollte dazu passen.
Gute Beratung ist Mangelware: In Handyläden oder bei Hotlines bietet man Ihnen allerdings oft nicht die günstigste Lösung an. Häufig werden einfach teure Tarife mit hohen Fixkosten und zwei Jahren Laufzeit vorgeschlagen. Schätzen Sie anhand Ihrer bisherigen Rechnungen ab, wie viel Sie innerhalb eines Monats telefonieren, wie viele Kurzmitteilungen und MMS-Clips Sie versenden und ob Sie Zusatzdienste nutzen.
Tarife fast maßgeschneidert: Wer kaum telefoniert, fährt mit einem Prepaid-Guthabentarif am besten, der an keine feste Vertragslaufzeit gebunden ist. Telefonieren Sie vor allem am Abend und am Wochenende, dann ist ein Discount-Tarif mit günstigen Minutenpreisen empfehlenswert. Wenn Sie hauptsächlich ins Festnetz und ein bestimmtes Mobilnetz wie Vodafone, E-Plus, O2 oder T-Mobile telefonieren, kann sich ein Vertragstarif mit Minuten-Paket lohnen. Für Familien und Partner optimal ist ein Tarif, der niedrige Preise auf interne Gespräche bietet. So telefonieren sie ab 3 Cent miteinander, wenn sie den gleichen Tarif nutzen.

So rechnet sich eine Flatrate

An Vieltelefonierer richten sich Sprach-Flatrates. Sie bezahlen einen festen monatlichen Betrag, der fast alle Telefonkosten abdeckt. Eingeschlossen sind netzinterne Gespräche, Telefonate in das deutsche Festnetz und – nicht bei allen Flatrates – Anrufe in andere deutsche Mobilfunknetze.
SMS nicht eingeschlossen: Kurznachrichten und Anrufe ins Ausland sind nicht oder nur teilweise in den Pauschalen enthalten, ebenso Extras wie MMS-Versand und mobiles Surfen. Eine Flatrate kostet satte Grundgebühren, die Sie erst wieder hereintelefonieren müssen. Von einer Flatrate profitieren Sie vor allem, wenn Sie hauptsächlich tagsüber in der teuren Hauptzeit telefonieren oder das Handy als Ersatz für einen Festnetzanschluss nutzen.

Beim Handy-Schnäppchen zugreifen

Mit subventionierten Handys werben vor allem die Netzbetreiber. Wer einen Vertrag abschließt oder verlängert, darf sich ein Handy aussuchen, auf das er Rabatt bekommt. Für den Provider lohnt sich das in jedem Fall, denn die Höhe der Subvention richtet sich nach dem gewählten Tarif. Je mehr der Provider von Ihnen über die Mindestvertragslaufzeit kassiert, desto attraktiver fällt die Vergünstigung aus.
Lassen Sie sich nicht in teure Verträge locken : Ob Sie mit einem Geräterabatt wirklich etwas sparen, hängt von Ihrem Telefonverhalten ab. Vielnutzer, die sich ohnehin für einen teuren Laufzeitvertrag mit monatlichen Grundkosten oder eine Flatrate entscheiden, profitieren vom Rabatt. Aber für viele ist es besser, einen günstigen Tarif mit niedrigen Minutenkosten zu wählen und das Handy selbst zu kaufen. Sind Sie mit Ihrem alten Handy noch zufrieden, behalten Sie es einfach.

Beste Kostenkontrolle

Wenn Sie nur selten mobil telefonieren, sind Guthabenkarten die günstigste Wahl. Sie bieten Minutenpreise von 8 bis 13 Cent für Gespräche in alle Netze ohne Grundgebühr. Der SMS-Versand kostet zwischen 9 und 15 Cent pro Mitteilung.
Guthaben für den Nachwuchs: Prepaid-Karten eignen sich gut für Kinder und Jugendliche. Durch einen festen monatlichen Aufladebetrag können Eltern die Telefon- und SMS-Nutzung beschränken. Möchten Sie selbst hauptsächlich angerufen werden, nehmen Sie sich für eine Prepaid-Karte, deren Guthaben unbegrenzt gültig bleibt. Nicht empfehlenswert sind Prepaid-Tarife mit monatlichem Mindestumsatz.

Unterwegs günstig online

Mailempfang oder Straßenkarten – diese Funktionen verlangen eine Datenverbindung. Beim falschen Tarif wird das teuer.
Paket, Flatrate oder Guthaben? Viele Provider bieten Datenpakete als Option zum Basisvertrag an. Das lohnt sich für Nutzer, die nur selten online gehen. O2 etwa verlangt für 30 MB pro Monat 5 Euro – das reicht für private Mails. Wer mehr übertragen möchte, greift zu einer Daten-Flatrate. Dabei wird nicht nach Online-Zeit oder Datenvolumen abgerechnet, sondern Sie bezahlen wie bei DSL einen monatlichen Pauschalbetrag.
Üblich sind „Fair-Flatrates“, etwa bei den iPhone-Tarifen von T-Mobile: Zum Pauschalpreis erhält der Nutzer ein Datenvolumen, etwa 10 GB. Ist es verbraucht, wird das Übertragungstempo reduziert. Nicht alle Datendienste verlangen nach einem teuren Vertrag: Mit Web’n’Walk DayFlat (T-Mobile) und Websessions (Vodafone) gibt es auch Prepaid-Tarife.

0 Kommentare zu diesem Artikel
157944