HTML5, CSS, Javascript

Geniale Tools für App-Programmierer

Mittwoch, 14.09.2011 | 12:11 von Peter Wayner
© Polylooks
Mit HTML 5 und den passenden Bibliotheken erstellen Sie Websites, die optimiert sind für mobile Geräte. Eine spannende Alternative zu Apps, die mit nativem Code programmiert werden.
Wenn es um die Programmierung von Apps für Smartphone und Tablets geht, haben Sie die Qual der Wahl. Konzentrieren Sie sich ganz auf den lukrativen Markt für iPhone-Apps und verzichten auf das boomende Google Android? Wollen Sie nativ programmieren, also mit Objective-C für iOS und Java für Android, oder den Code plattformunabhängig für alle Arten von mobilen Geräten schreiben? Die Entwicklerszene hat auf diese neue Herausforderung reagiert und stellt immer neue Werkzeuge und Bibliotheken vor, mit denen sich Webseiten optimiert für Smartphones und Tablets entwerfen lassen.

Das Grundprinzip dieser alternativen Programmierung besteht darin, mit HTML 5, CSS und Javascript (oder mit anderen Programmier-Sprachen) eine Website zu entwickeln, die sich auf einem Smartphone wie eine App verhält, sobald Sie diese Seite ansurfen. Das ist aber noch nicht alles: Mit Phone Gap (siehe die letzte Seite dieses Artikels) können Sie diese Website sogar in eine native App umwandeln. Und dann wie eine in Java programmierte App im Android-Market einstellen. Oder wie eine Objective-C-App im App Store anbieten.


Bis vor kurzem war die Auswahl an Tools zur Entwicklung von Webseiten für mobile Geräte sehr begrenzt. Mit HTML 5 hat sich das aber entscheidend geändert. Denn mit HTML 5 entwickelte Webseiten-Anwendungen muss man nicht in einen App Store oder Android Market einstellen - das ist der erste Vorteil solcher plattformübergreifenden HTML-5-Apps gegenüber nativen Apps.


Zweiter Vorteil: Die Entwickler können 100 Prozent der App-Einnahmen für sich behalten. Weder Apple noch Google kassieren mit. Die 30 Prozent, die Apple beim Verkauf einer App erhält, sind ganz schön viel. Wenn Sie bedenken, dass Apple nicht viel mehr tut, als die App mit einem großen Bürokratie-Aufwand in eine riesige Datenbank zu legen.

HTML 5 wird zudem immer robuster und erhält immer mehr Funktionen. Mit der aktuellsten Version können Sie Daten auf dem Client speichern und die meisten Dinge, die mit nativen Apps möglich sind, realisieren. Mit anderen Worten, die Browser-Sandbox hat fast die gleichen Funktionen wie die native Code-Sandbox.


Vierter Vorteil: HTML 5 Apps sind nicht an ein Gerät gebunden. Während ein Großteil der Apps immer noch für Apples iPhone verfügbar ist, ist es mit HTML 5-Apps relativ einfach, diese auch für andere Plattformen zu öffnen. Es ist zwar nicht ganz so einfach, wie auf einen Knopf zu drücken, aber wesentlich einfacher als Ihre App von Objective-C zu Java umzuschreiben.

Es gibt selbstverständlich Einschränkungen. Die Web-Apps können Verbindungsproblemen zum Opfer fallen. Sie sind häufig etwas langsamer und viele Nativ-App-Entwickler lieben es hervorzuheben, dass Verzögerungen im Millisekundenbereich auffallen können. Spieleentwickler werden es sich zwei Mal überlegen, ob Sie sich auf schnell reagierende Codes in JavaScript verlassen wollen.

Die größte Einschränkung ist vermutlich die Entwicklung selbst. Während Apples Werkzeuge sehr gut für die Überprüfung nativer Apps geeignet sind, ist es wesentlich schwieriger tief in den Code zu sehen, wenn dieser auf Ihrem mobilen Browser läuft.

Auf den folgenden Seiten zeigen wir Ihnen vielversprechende Projekte, die das Potential haben, die Programmierung von Apps und Webseiten für Smartphones spürbar zu verbessern.

Mittwoch, 14.09.2011 | 12:11 von Peter Wayner
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