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Grundlagen: Projektoren Teil 1

05.12.2008 | 13:33 Uhr |

Im Heimkino-Bereich sind Projektoren die Alternative zu großen LCD- oder Plasma-TVs. Die Menge an unterschiedlichen Modellen und technischen Spezifikationen überfordert Laien meist schnell. Wir helfen Ihnen beim Beamer-Kauf und erläutern die Technik.

Die Vorbereitung: Projektionsdistanz und Aufstellung

Vor dem Kauf eines Projektors sollte man sich zunächst über die gewünschte Bilddiagonale im Klaren sein. Moderne Beamer ermöglichen Bildgrößen ab etwa 1,30 Metern. Prinzipiell gilt: Je größer die Bilddiagonale ist, desto geringer fällt die Leuchtstärke aus und desto weiter muss der Projektor von der Projektionsfläche entfernt sein. Für das Heimkino haben sich Bildgrößen zwischen rund zwei bis drei Metern als praktikabel erwiesen, da sie den idealen Mittelweg zwischen Kinofeeling und Projektionsqualität darstellen. In diesem Zusammenhang sollte auch die ideale Sitzposition zum projizierten Bild beachtet werden. Optimal ist eine Entfernung zum Bild von etwa dem 1,5- bis zweifachen der gewünschten Bilddiagonale.

Um bei der Aufstellung möglichst flexibel zu sein, sollte der Projektor über Zoom-, Lensshift- und Trapezkorrektur-Funktionen verfügen. Ein Zoom ermöglicht das stufenlose Vergrößern und Verkleinern des Bildes. Per Lensshifting lässt sich das projizierte Bild ohne Qualitätsverlust horizontal und vertikal verschieben, ohne dass dazu der Beamer an eine andere Stelle gerückt werden muss. Die Trapezkorrektur sollte nur sparsam eingesetzt werden, da sich ansonsten Verzerrungen im projizierten Bild ergeben können. Stattdessen kann der Projektor meist über verstellbare Gehäusefüße zusätzlich ausgerichtet werden. Als Alternative zur klassischen Aufstellung sind die meisten Beamer für eine Deckenmontage geeignet. Passende Halterungen bietet der jeweilige Hersteller oder der Zubehörhandel an.

Bedenken Sie beim Kauf eines Projektors auch dessen Einsatzgebiet: Soll das Gerät für den mobilen Einsatz geeignet sein, empfiehlt sich ein leichter und kompakter Beamer mit hoher Lichtstärke. Ist der Projektor dagegen für den stationären Gebrauch im Heimkino gedacht, spielen Größe und Gewicht in der Regel eine untergeordnete Rolle. Die Leuchtstärke ist hierbei ebenfalls weniger wichtig, da der Raum im Filmbetrieb ohnehin am besten abgedunkelt wird.

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