Auto & Technik auf PC-WELT

Audio- oder Multimedia-Systeme, Navis, eCall und mehr: Die Elektronik in modernen Autos wird immer ausgefeilter. Wir testen die Multimedia- und Multifunktionssysteme von Audi, BMW, Mercedes, Toyota und vielen Herstellern mehr.

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Gratis – Smartphone als Head up Display im Auto

07.04.2014 | 09:41 Uhr |

Ein Head-up-Display fürs Auto zum Nachrüsten und das noch zum Nulltarif. PC-WELT erklärt, welche Navi-Apps Infos vom Handy in die Frontscheibe einspiegeln: Probieren Sie es aus!

Ein Head-up-Display (HUD) im Auto sorgt für Sicherheit und Komfort, darüber hinaus vermittelt es selbst im Kleinwagen einen Hauch von Premium-Gefühl. Ein vorhandenes Fahrzeug ließ sich aber bisher nicht nachrüsten. Das hat sich mit dem ersten günstigen HUD-System zum Nachrüsten, dem Garmin HUD, geändert: PC-WELT hat das knapp 150 Euro teure Gerät ausführlich getestet . Allerdings kostet es in Verbindung mit einer geeigneten App für etwa 50 Euro auch insgesamt rund 200 Euro.

Wer sich diese Ausgabe sparen möchte, kann zur absoluten Sparvariante greifen – denn um mehr handelt es sich wirklich nicht. Zum Smartphone mit einer Navigations-App, die über einen HUD-Modus verfügt. Ein vollwertiges Head-Up-Display sieht definitiv anders aus, und doch funktionieren solche Navi-Apps bei Dunkelheit erstaunlich gut.

Ideal für iPhone-Besitzer zum Ausprobieren: Die Navi-App HUDway ist gratis und spiegelt wichtige Abbiegehinweise sowie die Geschwindigkeit bei Dunkelheit in die Windschutzscheibe des Autos.
Vergrößern Ideal für iPhone-Besitzer zum Ausprobieren: Die Navi-App HUDway ist gratis und spiegelt wichtige Abbiegehinweise sowie die Geschwindigkeit bei Dunkelheit in die Windschutzscheibe des Autos.

Navi-Apps mit HUD-Modus: So geht‘s

Installieren Sie die App – für Android eignet sich Navier HUD Navigation Premium (2,24 Euro, abgespeckt auch als Gratisversion verfügbar), für iOS das kostenlose HUDway – auf Ihrem mobilen Gerät, starten die Navigation und schalten in den HUD-Modus. Dann legen Sie das Handy beziehungsweise den Tablet PC vor sich zentral über der Anzeigeeinheit im Auto so auf das Armaturenbrett, dass die Displayanzeige seitenrichtig in der Windschutzscheibe erscheint. Je nach Folientyp verbessert sich die Reflexion durch eine auf die Scheibe aufgebrachte selbstklebende, halbdurchscheinende Schutzfolie, wie man sie zum Einbinden von Schulbüchern verwendet.

Smartphone mit Android-App als Bordcomputer

Ideal ist eine für das individuelle Gerät passende Autohalterung, die möglichst flach ist und bei der sich dennoch die Neigung des Displays einstellen lässt. Denn nur dann kann die HUD-Anzeige optimal für den Fahrer eingestellt werden, schließlich variiert die Schräge der Scheibe von Wagen zu Wagen.

Erst durch das Spiegeln in der Windschutzscheibe werden die Anweisungen der Navi-Apps im HUD-Modus lesbar. Im Bild die Android-Applikation Navier HUD Navigation.
Vergrößern Erst durch das Spiegeln in der Windschutzscheibe werden die Anweisungen der Navi-Apps im HUD-Modus lesbar. Im Bild die Android-Applikation Navier HUD Navigation.

Neben den beiden genannten Handy-Apps gibt es zahlreiche weitere, die sich im Playstore respektive in iTunes schnell mit dem Suchbegriff „HUD“ finden lassen. Der überwiegende Teil dieser Apps bietet allerdings keine Navi-Funktionalität, sondern beschränkt sich schlicht auf das Einblenden der tatsächlichen Geschwindigkeit über den GPS-Chip im Handy.

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