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Gratis: Mit Google Play Music haben Sie alle Songs immer dabei

04.07.2013 | 11:49 Uhr |

Neben den Musik-Streaming-Diensten wie Spotify und Co bieten Amazon, Apple und Google die Möglichkeit, die eigene Musiksammlung in die Cloud zu stellen – damit hat man sie überall verfügbar. PC-WELT erklärt das Gratis-Angebot von Google.

Musik-Flatrates aus der Cloud sind eine feine Sache, allerdings kosten sie in der Premium-Version fürs Hören auf dem Smartphone durchweg zehn Euro pro Monat – das summiert sich jährlich auf mehr als 100 Euro.

Wer auf den Komfort von gestreamter Musik wie die ständige Verfügbarkeit sämtlicher Alben ohne lästige Synchronisierung nicht verzichten möchte, jedoch vorwiegend die Songs aus der eigenen Sammlung hört, kann sich die Abogebühren für einen Streaming-Dienst sparen. Die eigene Musik in der Cloud auslagern, heißt die deutlich günstiger oder gar kostenlose Alternative, die die drei großen Player Amazon, Apple und Google offerieren.

Die Musik aus der Google Cloud lässt sich nicht nur am Browser und auf Smartphones sowie Tablets mit Android hören, sondern auch auf dem „Google TV“ genannten Gerät Sony-Player NSZ-GS7
Vergrößern Die Musik aus der Google Cloud lässt sich nicht nur am Browser und auf Smartphones sowie Tablets mit Android hören, sondern auch auf dem „Google TV“ genannten Gerät Sony-Player NSZ-GS7
© Sony

Google Music gratis: Angriff auf iTunes Match und Amazon Cloud Player

Beim Amazon Cloud Player und bei Apple iTunes Match kostet das Auslagern 25 Euro pro Jahr. Google dagegen bietet mit Google Play Music eine Offerte zum Auslagern der eigenen Musik in die Datenwolke sogar ganz gratis an – für bis zu 20.000 eigene Songs, denn die bei Google Musik gekauften Lieder werden auf dieses Kontingent nicht angerechnet.

Scan and Match erspart das Langwierige Hochladen in die Cloud

Wie aber kommen die Songs in die Wolke? Schließlich belegen 20.000 Songs mit einer Bitrate von 192 Kbit/s rund 120 GByte Speicherplatz. Das Hochladen würde mit der üblichen Upload-Rate eines DSL-Anschlusses bei einem MBit/s fast zwei Wochen dauern. Die Antwort lautet: Die Musik ist schon da, zumindest der größte Teil, weil Amazon, Apple und Google die Lieder ja ohnehin zum Kauf anbieten. Die Dienste scannen also nur noch die eigene Liedersammlung und sobald ein Titel erkannt ist, muss dieser nicht mehr tatsächlich hochgeladen, sondern nur noch in der eigenen Cloud freigeschaltet werden.

Der Amazon Cloud Player erkennt wie die Dienste von Apple und Google die eigene Musik, so dass nicht alle Lieder langwierig in die Cloud hochgeladen werden müssen.
Vergrößern Der Amazon Cloud Player erkennt wie die Dienste von Apple und Google die eigene Musik, so dass nicht alle Lieder langwierig in die Cloud hochgeladen werden müssen.

In der Praxis zeigt die automatische Erkennung bei keinem der drei Dienste ein einheitliches Bild. Manche Songs werden schnell erkannt, bei anderen dauert das Matching seine Zeit und wieder andere Lieder müssen tatsächlich in die Cloud übertragen werden – aber es funktioniert!

Abspielen lässt sich die Musik aus der Google Cloud am PC und den mobilen Geräten mit dem eigenen Android-Betriebssystem, die Kindle Fire-Modelle von Amazon ausgenommen. Auch Apps für Windows Phone und iOS gibt es nicht, dagegen streamt Google Play Music auf den „Google TV“ genannten Streaming-Geräten von Sony.

Google TV, Apple TV und Videoweb im Vergleich 

Google Play Music – so funktioniert‘s in der Praxis

Verwalten, Hören und Hochladen eigener Songs in die Google Cloud erledigen Sie auf dem Windows-PC mit dem Google Play Music Manager . Nach dem Einloggen mit Ihrem Google-Konto klicken Sie rechts oben auf der Webseite auf die Schaltfläche „Musik hochladen“ und anschließend auf „Music Manger herunterladen“.

Der Google Music Importer macht das Hochladen in die Cloud komfortabel und übernimmt auf Wunsch auch die gesamte Musikbibliothek von iTunes oder die des Windows Media Players.
Vergrößern Der Google Music Importer macht das Hochladen in die Cloud komfortabel und übernimmt auf Wunsch auch die gesamte Musikbibliothek von iTunes oder die des Windows Media Players.

Nach Download und Installation des kleinen Desktop-Programms starten Sie das Tool und geben darin nochmals Ihre Kontodaten ein. Um Musik aus Ihrer eigenen Liedersammlung auf der Festplatte in die Cloud zu übertragen, wählen Sie die Option „Titel in Google Play hochladen“ und dann eine der vier angebotenen Möglichkeiten: iTunes, Windows Media Player, „Mein Musikordner“ oder „Andere Ordner“.

Legen Sie bei der Option „Andere Ordner“ die Verzeichnisse fest, in denen Sie Ihre Musik gespeichert haben. Der Google Manager zeigt stets an, wie viele Titel Sie ausgewählt haben und wie viele noch zum Gesamtkontingent der 20.000 Lieder verbleiben.

Bestätigen Sie die Auswahl mit „Weiter -> Weiter -> Ja“. Damit stellt das Programm zukünftig alle Songs, die Sie zu den ausgewählten Ordnern auf der Festplatte hinzufügen, automatisch auch in den Google Cloud. Der Scan-and-Match-Vorgang und gegebenenfalls der Upload der nicht erkannten Dateien dauert mitunter etwas Zeit, mit einem Klick auf das orangefarbene Kopfhörersymbol rechts unten in der Taskleiste erfahren Sie jeweils den Status.

Mit dem Music Manager lassen sich eigene Lieder von der Festplatte in die Google-Cloud hochladen, um sie von dort auch unterwegs hören zu können.
Vergrößern Mit dem Music Manager lassen sich eigene Lieder von der Festplatte in die Google-Cloud hochladen, um sie von dort auch unterwegs hören zu können.

Nach Abschluss der Synchronisation schließen Sie den Music Manager, die Musik steht daraufhin sofort im Google Player des Browsers sowie auf dem Android-Smartphone und -Tablet zur Verfügung.

 

 

 

 

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