91974

So wird Ihr System wieder fit

28.02.2009 | 10:01 Uhr |

Eine Vitaminspritze für Windows bringt mehr Tempo und Stabilität. Gratis-Tools machen die nervige administrativen Arbeiten leichter und rüsten für Windows fehlende Funktionen nach.

An allen Ecken und Enden nervt Windows mit fehlenden Funktionen, Bevormundungen, Geschwindigkeitsbremsen und sonstigen Defiziten. In schöner Regelmäßigkeit informieren Sie beispielsweise Pop-ups auf dem Windows-Desktop über volle Datenträger, erinnern an anstehende Desktop- und Datenträger-Bereinigung, anstehende Online-Updates und führen automatisch Defragmentierungen nach einem Absturz aus. Mit den Tipps in diesem Artikel, ein paar guten Freeware-Tools und individuellen Änderungen am System stellen Sie die Assistenten ruhig, lösen Bremsen und erweitern Windows um nicht vorhandene, aber oft benötigte Funktionen.

Verschönerung für Icons

Mit Xpy konfigurieren Sie Ihr XP
Vergrößern Mit Xpy konfigurieren Sie Ihr XP
© 2014

Namen von Verknüpfungen auf dem Desktop sind in der Regel überflüssig, da viele Icons selbst aussagekräftig genug sind. Um einen Desktop ohne Icon-Beschriftungen zu erhalten, geben Sie den Icons einfach unsichtbare Namen. Dazu markieren Sie eine Verknüpfung, drücken die Taste <F2> zum Umbenennen und geben dann zum Beispiel <Alt>-<2>, <5>, <5> ein. Da Dateien in einem Verzeichnis nicht denselben Namen besitzen dürfen, ist ein Trick notwendig: Geben Sie für die nächste Verknüpfung das Zeichen einfach zweimal ein, für die darauf folgende dreimal und so weiter.

Danach folgt eine weitere Verschönerung der Icons mit dem Entfernen des Pfeils sowie der Farbe. Windows ist von Haus so eingestellt, dass jede Verknüpfung, die Sie auf dem Desktop ablegen, automatisch ein Pfeil-Symbol erhält. Mit zwei Eingriffen in die Registry unterbinden Sie das: Zuerst löschen Sie unter Hkey_Classes_Rootnkfile den Wert „IsShort-Cut“. Dann entfernen Sie auch noch den gleichnamigen Wert im Schlüssel Hkey_Classes_Toot\piffile.

Bei der Beschriftung jedes Desktop-Symbols schimmert die gewählte Desktopfarbe durch. Hat man nun ein dunkles Hintergrundbild gewählt, stört etwa die blaue Farbe in einem unansehnlichen Kästchen. Zum Abschalten drücken Sie unter „Systemsteuerung, System/Erweitert“ im Abschnitt „Systemleistung“ den Button „Einstellungen“. Im Fenster „Leistungsoptionen“ setzen Sie auf der Registerkarte „Visuelle Effekte“ einen Haken vor „Durchsichtigen Hintergrund für Symbolunterschriften“.

Pfeile, Farbe und Text lassen sich hübscher gestalten
Vergrößern Pfeile, Farbe und Text lassen sich hübscher gestalten
© 2014

Nervereien abstellen
Windows plaudern via Internet ungefragt mehr oder minder vertrauliche Daten über Sie aus. Doch das können Sie unterbinden.
Kontrollieren Sie mit dem Open-Source-Tool Xpy die Produktaktivierung, Echtheitsprü-fung und Fehlerberichterstattung. Mit wenigen Klicks stellen Sie zahlreiche unerwünschte Funktionen in Windows XP ab. Sie können sowohl einzelne Einträge beeinflussen als auch die Voreinstellungen übernehmen.

Arbeiten Sie beispielsweise mit Administrator-Rechten an Ihrem PC, schalten Sie den WGA-Check ab. Klappen Sie dazu in Xpy den Ast „Allgemein“ auf, und setzen Sie einen Haken in dem Kästchen vor „Windows Gültigkeitsprüfung deaktivieren“. Nach einem Mausklick auf „Durchführen“ modifiziert Xpy die notwendigen Registry-Schlüssel. Dann belästigt Sie die WGA-Prüfung in Zukunft überhaupt nicht mehr.

Den standardmäßig aktivierten Windows-Messenger nutzen nur die wenigsten Anwender. Abschalten lässt er sich über die Registry oder – komfortabler – mit XP-Antispy . Setzen Sie einen Haken in der Kategorie „Microsoft Messenger (MSN)“ vor „Deinstallieren“ und einen zweiten Haken in dem Bereich „Diverse Einstellungen“ bei der Option „MS Messenger nicht mit Outlook Express starten“. Klicken Sie danach auf „Einstellungen Übernehmen“ am unteren Fensterrand, um den Windows-Messenger automatisch zu entfernen.

Vispa übernimmt unter Vista die Aufgaben von Xpy für Windows XP. Das kleine Programm sorgt dafür, dass viele Funktionen des Betriebssystems per Mausklick abgeschaltet werden, die viel-leicht Daten an Microsoft übermitteln. Zudem kann das Tool auch Änderungen vornehmen, die zur Verbesserung der Leistung von Vista führen. Die meisten Änderungen werden sofort wirksam und können zur Sicherheit auch über das Programm zurückgenommen werden.

0 Kommentare zu diesem Artikel
91974