20.03.2012, 09:43

Christoph Supguth

Musik-Bibliothek

Spotify - gratis Musik-Stream im Test

Das Musikstream-Portal Spotify bietet eine Online-Bibliothek mit ca. 16 Millionen Musiktiteln. Auf dem Rechner ist der Dienst gratis. ©iStockphoto / Pablo del Rio Sotelo

Sind die Tage der Musik-CD nun endgültig gezählt? Mit dem Streaming-Dienst Spotify stehen Ihnen Millionen von Musiktiteln zur Verfügung- und das vollkommen kostenlos. Der Spotify-Player ist einfach und intuitiv zu bedienen. Auf dem PC ist der Dienst gratis, aber ist das wirklich legal?
Zahlreiche Anbieter haben sich in den letzten Jahren bereits an Online-Musikdatenbanken und Musik-Streaming versucht. Darunter Napster, Simfy, Rdio, Juke, Grooveshark oder Deezer - nun versucht sich der schwedische Anbieter Spotify mit seinem Streaming-Angebot auch in Deutschland und erregte gleich Unmut bei vielen Nutzern. Spotify setzt nämlich einen aktiven Account bei Facebook voraus, um die Streaming-Software nutzen zu können.
Mit Spotify haben Sie Zugriff auf eine riesige Musikdatenbank mit über 16 Millionen Titeln. Statt von CD oder Festplatte, rufen Sie Ihre Lieblingslieder damit allerdings online auf. So können Sie einzelne Alben und Titel bequem mit Freunden teilen, in übersichtlichen Playlisten organisieren und alles in der Cloud ablegen - so haben Sie ihren Lieblingssound immer bei sich. Ihre bevorzugten Musikstücke, Genres und Künstler sortieren sie übersichtlich in Playlisten,  und sind von überall abrufbar. Was Sie mit Spotify noch alles anstellen können und warum der Dienst gratis ist, erfahren Sie in diesem Ratgeber.
Ist Spotify gratis und legal?
Um Spotify Deutschland nutzen zu können, benötigen Sie ein webfähiges Gerät - egal ob Rechner oder Smartphone &Co. Mit dem Rechner können Sie den Musikdienst gratis nutzen, müssen dann allerdings mit Werbeeinblendungen leben. Alternativ bietet das schwedische Unternehmen auch zwei kostenpflichtige und werbefreie Modelle mit unterschiedlichen Leistungen an. Um auch mobil Musik zu streamen müssen sie mit knapp 10 Euro im Monat rechnen. Anders als Youtube und Grooveshark, befindet sich Spotify derzeit in Verhandlungen mit der GEMA und möchte so auch auf Lizenz-rechtlicher Ebene in Deutschland nachhaltig Fuß fassen.
Das Finanzierungs-Modell von Spotify ist an sich nicht neu. Bisher hat sich die Musik- und Filmindustrie mit ähnlichen Modellen aber schwer getan. Deshalb wurde die Eröffnung des Musikstreaming-Dienstes vom Bundesverband Musikindustrie (BVMI) auch begrüßt. Dort hofft man, dass diese Bezahlmechanismen endliche wieder für mehr Umsatz sorgen – zumindest seitens einer bestimmten Nutzergruppe. Nach Angaben der Musikindustrie laden sich über 3 Millionen Menschen in Deutschland Musik illegal aus dem Netz herunter. 75 Prozent davon würden überhaupt kein Geld mehr für Musik ausgeben. Spotify könnte es also endlich gelingen, Lizenzrechte über die Bezahlmechanismen des Internets abzurechnen und das im Einklang mit der GEMA und der Musikindustrie.
Im PC-WELT-Test erschien Werbung in Form kurzer Spots zwischen den Musikstücken. Wird der Player einige Minuten nicht bedient, erscheint eine großflächige Einblendung, in der neue Alben vorgestellt werden. Nach einem Klick verschwindet die Anzeige wieder und ist nur noch am unteren Rand zu sehen.
Wer seine Musik lieber werbefrei nutzen möchte, muss mindestens 4,90 Euro im Monat bezahlen. Dafür erhält der Nutzer Zugang zum Spotify Radio und der eigene Account lässt sich auch im Ausland ohne Einschränkungen nutzen. In der Gratisversion ist das derzeit nur maximal 14 Tage möglich. Dann muss sich der Nutzer mindestens einmal in seinem Heimatland einloggen und Zugang zur Gratisversion zu erhalten.

Diese Betriebssysteme unterstützt Spotify

Spotify können Sie auf nahezu allen Geräten nutzen. Der Spotify-Musikplayer läuft nicht nur unter den Betriebssystemen Windows und Mac OS X. Auch für Linux steht zumindest eine Vorabversion zur Verfügung. Dort allerdings nur mit den kostenpflichtigen Spotify-Varianten. Spotify ist es noch nicht gelungen, Werbung in den Player zu integrieren. Deshalb muss der Dienst vom Zuhörer selbst finanziert werden. Mit der Linux-Version lassen sich zudem keine lokal gespeicherten Musikdateien abspielen.
Spotify steht für Smartphone und Tablets mit den Betriebssystemen iOS, Android, Windows Phone, Symbian, Blackberry OS und Palm OS zur Verfügung. Aber nicht jedes Handy wird auch unterstützt. Auf der Spotify-Webseite überprüfen Sie entweder mit Ihrer Handynummer, ob auch Ihr Touchscreen-Handy unterstützt wird. Oder Sie suchen Ihr Mobiltelefon unter der Auswahl über Ihr Betriebssystem und dem Hersteller.
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