Gratis-Callthrough-Dienste

Kostenlos telefonieren – so geht’s

Mittwoch, 20.06.2012 | 08:36 von Stefan Schasche, Daniel Behrens
Fotostrecke Gratis telefonieren
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Egal, ob Sie eine Festnetz-Flatrate nutzen oder nicht – dieser Artikel hilft Ihnen, bares Geld zu sparen. Denn er beschreibt auch, wie Sie ins Ausland und in Handynetze kostenlos telefonieren.
Flatrates für Telefonate ins deutsche Festnetz sind inzwischen weitestgehend Standard – nur wer keine nutzt zahlt je nach Anbieter im Durchschnitt 3 Cent pro Minute. Wesentlich teurer sind Telefonate ins Ausland. Je nach Zielland verlangen einige Anbieter hier nach wie vor beträchtliche Minutenpreise: Die Telekom zum Beispiel zwischen 2,9 Cent und 99 Cent pro Minute. Vodafone-Festnetz-Kunden zahlen je nach Land zwischen 4,5 Cent und 1,50 Euro pro Minute, bei Kabel Deutschland ist der Kunde mit 4,9 Cent bis hin zu 49 Cent pro Minute dabei. Einige Mobilfunk-Anbieter langen noch deutlich stärker zu. Doch es gibt auch einen Trick, um kostenlos zu telefonieren...

Ins Ausland kostenlos telefonieren mit Callthrough

Der Trick nennt sich Callthrough. Das Grundprinzip: Sie wählen die Inlandsnummer eines kostenlosen Callthrough-Anbieters, erhalten eine Ansage oder ein Freizeichen und geben dann die gewünschte ausländische Zielrufnummer ein. Das Auslandsgespräch ist dabei komplett kostenlos, bezahlt werden muss lediglich die Inlandsverbindung – und das auch nur, wenn sie nicht von einer Festznetz-Flatrate abgedeckt ist.

Gratis telefonieren: Wie die Anbieter Geld verdienen

Das kuriose: Ein Anbieter eines kostenlosen Callthrough-Dienstes verdient trotzdem an Ihnen - indirekt.  Denn Ihr Telefonanbieter muss ihm für den Übergang des Gesprächs in sein Netz eine Interconnection-Gebühr („ Terminierungsentgelt “) von rund 0,5 Cent pro Minute zahlen, auch Terminierungsentgelt genannt. Er muss also nur eine Möglichkeit finden, die Verbindung ins Ausland sehr günstig herzustellen. Die Differenz kann er als Gewinn einstreichen. Angesichts der minimalen Marge rechnet sich das natürlich nur, wenn möglichst viele Leute den Dienst nutzen und möglichst lange telefonieren.

Den traditionellen Telefonunternehmen in Deutschland sind die Callthrough-Anbieter verständlicherweise ein Dorn im Auge. Daher kommt es immer wieder vor, dass Callthrough-Nummern vorübergehend nicht erreichbar sind. Das ist dann meist nicht auf eine Überlastung der Rufnummer zurückzuführen, sondern nicht selten auf eine gewollte Behinderung durch den Telefonanbieter des Anrufers.

Komplette und offizielle Sperrungen von Callthrough-Nummern durch Telefonanbieter gibt es nach unseren Informationen zwar momentan nicht, der Anbieter 1&1 berechnet seinen Festnetzkunden jedoch trotz Flatrate einen Minutenpreis von 2,9 Cent beim Anruf bestimmter Callthrough-Nummern. Eine entsprechende Liste mit dem Namen „Übersicht bepreister Servicedienste“ ist über diesen Link und über das 1&1-Online-Kundencenter abrufbar.

Die Callthrough-Anbieter verdienen außerdem Geld, indem sie über die Festnetz-Einwahlnummer nur Gespräche in bestimmte Länder kostenlos anbieten. Für andere Ziele muss man meistens eine 01805-Nummer für 14 Cent die Minute aus dem Festnetz anrufen. Das kann sich aber trotzdem lohnen, wenn der eigene Telefonanbieter mehr verlangt.

Kostenlose Festznetz- und Mobilfunk-Gespräche per Click-to-call

Wer keine Inlandsflatrate nutzt, der kann mit Hilfe von einigen Web-Diensten trotzdem kostenlos ins deutsche Festnetz telefonieren. Alle anderen können zumindest bei Anrufen in Handynetze sparen. Hierzu geben Sie auf den entsprechenden Web-Seiten ihre Telefonnummer und die des Gesprächspartners ein. Sie erhalten daraufhin einen Anruf, heben ab und werden mit der gewünschten Nummer verbunden. Das Verfahren nennt sich Click-to-call.

In der folgenden Galerie stellen wir Ihnen kostenlose Calltrough-Anbieter und Web-Dienste vor, die Gratis-Telefonate ins Ausland und in Handynetze ermöglichen:

Mittwoch, 20.06.2012 | 08:36 von Stefan Schasche, Daniel Behrens
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