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Office 2007 öffnet ein neues Kapitel

12.02.2008 | 08:35 Uhr |

Weil sich heutige komplexe Anwendungen nicht mehr in das simple Menü- und Toolbar-Schema pressen lassen, versucht Microsoft mit der Office-2007-Oberfläche einen radikalen Neuanfang.

Microsoft Office genießt einen zwiespältigen Ruf: Einerseits setzt die marktführende Office-Suite seit den 90er Jahren Maßstäbe in Sachen Funktionsumfang und Bedienung, auf der anderen Seite häuften sich spätestens seit Office 97 die Klagen über eine überbordende, nicht mehr zu beherrschende Funktionsfülle.

Einen guten Einblick in die Explosion der Programm-Features liefert einer der Verantwortlichen selbst: Jensen Harris, der als Chef der Usability-Gruppe bei Microsoft für die Gestaltung des Benutzeroberfläche (UI) verantwortlich zeichnet, hat auf seinem Weblog die Geschichte der wuchernden Features von Microsoft Office nachgezeichnet, um damit gleichzeitig die Motive für die Entwicklung des neuartigen Office-2007-GUI (GUI = Graphical User Interface) zu erläutern.

Der Wildwuchs an Funktionen beispielsweise lässt sich am besten an der Zunahme der Menü- und Untermenüpunkte ablesen. Lag deren Zahl bei Winword 1.0 (1989) noch bei 50, so umfasste Word 2003 schließlich etwa 270 klickbare Menüpunkte. Auch die Zahl der Symbolleisten steigerte sich beständig von zwei Stück in Winword 1.0 ("Standard" und "Formatierung") über 18 in Word 97 bis auf 30 in Word 2003.

Das Komplexitätsproblem blieb natürlich auch den Microsoft-Entwicklern nicht verborgen, und so ersannen sie im Lauf der Zeit immer wieder neue Methoden, um den Anwendern die Navigation in den Menü-Labyrinthen zu erleichtern.

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