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Grafische Programme unter KDE mit kdesu starten

07.06.2016 | 09:43 Uhr |

Wer hin und wieder grafische Programme unter KDE mit root-Rechten starten will, etwa um Konfigurationsdateien mit einem grafischen Editor zu bearbeiten, tut dies am besten mit kdesu. Ein eigenes Farbschema kann zudem als root gestartete Programme optisch von den anderen Programmfenstern unterscheiden.

Unter KDE darf das übliche für Shell-Befehle konzipierte sudo generell keine grafischen Programme starten, denn der grafische X-Server verweigert die Verbindung zum Programmfenster. Stattdessen gibt es hier das Hilfswerkzeug kdesu, das in den typischen KDE-Distributionen wie Open Suse bereits vorinstalliert ist. Es kümmert sich auch darum, dass als root ausgeführte Programme nicht einfach ihre Einstellungen in das Home-Verzeichnis des gewöhnlichen Benutzers schreiben, sondern in das für root vorgesehene Verzeichnis „/root“. Damit aus Unachtsamkeit keine Fehler unterlaufen, wenn ein Programm als root läuft, können Sie den Programmfenstern unter KDE ein anderes Aussehen geben. Unter KDE 4.x geben Sie dazu im Ausführen-Dialog (Alt-F2) das Kommando

kdesu systemsettings

ein. Nach der Passorteingabe gehen Sie in der Systemsteuerung auf „Erscheinungsbild von Anwendungen -> Farben“ und legen dort die gewünschte Farben für root-Anwendungen fest. In KDE Plasma 5 lautet der Befehl etwas anders:

kdesu systemsettings5

Hinweis zu Kubuntu: In der KDE-Variante von Ubuntu lautet der Name des grafischen sudo-Befehls nicht „kdesu“ sondern „kdesudo“.

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