Grafikkarten, Netbooks und Tablet-PCs tunen

15.09.2013 | 17:01 Uhr | Verena Ottmann, Frederik Niemeyer

Deutliches Geschwindigkeitsplus: Die Grafikkarte Radeon HD
6950 arbeitet mit mehr Shader-Einheiten, wenn Sie ein Karten-BIOS
einsetzen,das eigentlich für ein Radeon-HD-6970-Modell gedacht
ist.
Vergrößern Deutliches Geschwindigkeitsplus: Die Grafikkarte Radeon HD 6950 arbeitet mit mehr Shader-Einheiten, wenn Sie ein Karten-BIOS einsetzen,das eigentlich für ein Radeon-HD-6970-Modell gedacht ist.
© AMD

Grafikkarten mit AMD Radeon HD 6950: HD 6950 zur HD 6970 aufbohren
Über ein BIOS-Update verwandeln Sie Grafikkarten mit dem AMD-Grafikchip Radeon HD 6950 in ein Radeon-HD-6970-Modell. Danach arbeitet die Karte mit 1536 Shader-Einheiten statt mit der werksmäßigen 1408 und bringt dadurch mehr Rechenleistung. Für das BIOS-Update benötigen Sie das kostenlose Hilfsprogramm ATI Winflash und ein BIOS für eine Radeon-HD-6970-Karte – am besten von der Internetseite des Herstellers Ihrer Grafikkarte.

Erstellen Sie mit ATI Winflash eine Sicherheitskopie des Grafikkarten-BIOS, indem Sie die angezeigte Version mit „Save“ abspeichern. Spielen Sie anschließend das neue BIOS auf, indem Sie auf „Load Image“ und danach auf „Program“ klicken. Nach einem PC-Neustart ist die „aufgebohrte“ Karte einsatzbereit. Überprüfen Sie die neue Shader-Anzahl mit einem Programm wie GPU-Z .

Netbooks von Acer, Asus und MSI: Berührungsempfindlichen Bildschirm nachrüsten
Anders als Tablet-PCs haben die meisten Netbooks keinen berührungsempfindlichen Bildschirm. Mit einem Touch Kit von Hoda Technology für etwa 70 Euro plus Versandkosten lässt sich dies ändern. Das ist unter anderem in Varianten für die Netbook-Modelle Acer Aspire One, Asus EeePC und MSI Wind erhältlich, etwa auf der Hoda-Internet-Seite .

Das Touch Kit enthält neben dem berührungsempfindlichen Aufsatz für den Netbook-Bildschirm eine Treiber-CD, eine Anleitung, verschiedene Kabel, einen Bedienstift und die „Touch Hub Controller“-Platine, mit der Sie den Aufsatz mit der Hauptplatine des Netbooks verbinden. Die Montage erfordert Fingerspitzengefühl und sollte sorgfältig durchgeführt werden. Halten Sie sich dabei unbedingt an die Einbauanleitung: Zuerst müssen Sie das Netbook-Gehäuse aufschrauben und Lüfter, Kamera und natürlich den Bildschirm abstecken, um die Hauptplatine freizulegen. Bei manchen Mobil-PCs ist auch der Ausbau der Tastatur erforderlich. Anschließend befestigen Sie den Touch-Aufsatz auf dem ausgebauten Netbook-Bildschirm und bauen den PC dann wieder zusammen.

Neue Notebooks & Netbooks im Test

Tablet-PCs mit Android-Betriebssystem: „Android Market“ nachträglich installieren
Viele günstige Android-Tablet-PCs wie der Pearl Touchlet X2 werden ohne Zugang zum „Android Market“ ausgeliefert. Um den App-Onlineshop nachträglich zu installieren, müssen Sie die entsprechenden Google-Dienste einrichten. Eine umfangreiche englischsprachige Anleitung anhand des Tablet-PCs Viewsonic G samt der nötigen Software finden Sie auf dieser Internetseite . Zum Laden des Archivs G Tablet.zip ist eine Registrierung erforderlich.

Entpacken Sie das Archiv, und verschieben Sie die Dateien aus dem Ordner „App“ auf die Speicherkarte Ihres Android-Geräts. Installieren Sie danach die Google-Dienste mit einem Dateimanager in dieser Reihenfolge von GoogleServicesFramework.apk bis Maps.apk.

Anschließend schalten Sie das Gerät aus und starten es neu. Legen Sie jetzt via Tablet-PC ein Googlemail-Konto an, da Sie den App-Shop sonst nicht nutzen können. Den „Market“ finden Sie in der Liste der installierten Programme. Er sollte sich danach meist problemlos starten lassen.

Neue Tablets im Test

Achtung: Da ein Tablet-PC ohne vorinstallierten „Android Market“ oft nicht die Hardware-Voraussetzungen für alle Programme mitbringt, kann es sein, dass bestimmte Apps instabil oder gar nicht laufen. Wenn Sie auf Probleme beim Anlegen des Googlemail-Kontos stoßen („keine stabile Datenverbindung“) oder der Shop nicht alle Programme anzeigt, hilft dieser Trick: Rufen Sie das Einstellungsmenü des Tablet-PCs auf, und lassen Sie sich die „Anwendungen“ anzeigen. Gehen Sie auf „Anwendungen verwalten“ und „Wird ausgeführt“. Tippen Sie auf „Market“, und löschen Sie, falls vorhanden, den „Cache“-Zwischenspeicher.

Erzwingen Sie anschließend das Stoppen der App über die entsprechende Taste. Gehen Sie danach zurück zur Liste der ausgeführten Programme. Über sie rufen Sie das „Google-Services-Framework“ auf. Löschen Sie dessen Daten, und beenden Sie die App über „Stoppen erzwingen“. Die folgende Warnung bestätigen Sie mit „OK“. Nach einem Neustart des Tablet-PCs können Sie nun ohne weitere Schwierigkeiten ein Googlemail-Konto anlegen.

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