Grafikkarten
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Die größte Gefahr beim Tunen ist, dass Grafikchip oder Grafikspeicher den Hitzetod sterben. Das kann durch ein vorsichtiges Vorgehen vermieden werden. Die Taktraten und die Kühlung der Komponenten hat der Hersteller nämlich so gewählt, dass die Hitze, die unter Vollast entsteht, problemlos an die Umgebungsluft abgegeben werden kann. Und hier hat der Grafikkartenhersteller eine Sicherheitsspanne eingerechnet. Schließlich soll die Karte auch dann noch arbeiten, wenn der Pneben der Heizung oder in der prallen Sonne steht. Wenn Sie den Puls der Grafikkarten-Bauteile erhöhen, ist die wichtigste Vorsichtsmaßnahme die richtige Kühlung. Geht das Tuning zu weit, dann häufen sich Bildfehler und Programmabstürze. Fahren Sie Ihren PC dann am besten schnell herunter, und lassen Sie ihn abkühlen. Währenddessen können Sie in Ruhe abwägen, ob Sie den letzten Tuning-Schritt zurücknehmen oder die Grafikkarte stärker kühlen.
Den neuesten Grafikkarten-Treiber haben Sie auf Ihren PC geholt und dadurch einen ersten Temposchub erzielt. Sehen Sie auch nach, ob es vom Software-Hersteller einen Patch gibt, um eventuelle Inkompatibilitäten zu bereinigen.
Ohne viel Aufwand lässt sich eine Grafikkarte tunen, wenn Sie die automatische Tuning-Funktion nutzen.
AMD-Grafikkarten: Hier öffnen Sie einfach das Catalyst-Control-Center. Klicken Sie hierzu mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle auf dem Desktop. Wählen Sie im Kontextmenü „Catalyst (TM) Control Center“. Im Willkommensfenster müssen Sie auf „Advanced“ klicken und mit bestätigen, um in das Kontrollzentrum des Grafiktreibers zu gelangen. Alle Funktionen zum Übertakten finden Sie unter „Graphics Settings, ATI Overdrive“. Die Regler sind erst aktiv, nachdem Sie auf das Schlüssel-Icon und in einem Fenster, das Sie auf die Gefahren des Übertaktens hinweist, auf „OK“ geklickt haben. Mit „Auto-Tune“ starten Sie die automatische Übertaktungsfunktion: Wählen Sie die Grafikkarte aus, die Sie übertakten wollen. Normalerweise ist „ALL (Default)“ richtig, egal, ob Sie über eine oder mehrere Grafikkarten verfügen. Mit „RUN“ geht es los: Immer höhere Taktraten für Grafikchip und -speicher werden ausprobiert. Diese Prozedur dauert etwa zehn Minuten, bis die Meldung „The Auto-Tune has completed successfully“ erscheint. Prüfen Sie danach gleich, wie schnell Ihre Grafikkarte geworden ist: Entweder testen Sie, ob der 3D-Titel Ihrer Wahl endlich ruckelfrei läuft, oder Sie nutzen einen Benchmark wie 3D Mark Vantage.
Nvidia-Grafikkarten: Besitzen Sie eine Nvidia-Grafikkarte, müssen Sie ein Tuning-Tool (siehe Seite 2 und 3) nutzen und selbst Hand anlegen (siehe nächster Punkt).


